Archiv des Themenkreises ›S-Zeitung‹


Oskar Lafontaine als Umblätterer

Konstanz, 5. September 2009, 09:49 | von Marcuccio

Das Praktische am Wahlkampf ist ja, dass jetzt wieder diese ganzen Interviews aus den Abgeordnetenbüros kommen, mit Fotos direkt vom Politikerschreibtisch. Uns von der Partei der Zeitungswähler interes­siert da natürlich vor allem, welches Presse-Portfolio so ausliegt. Lafontaine hat griffbereit:

Obenauf die Junge Welt
dann die taz,
erst dann Neues Deutschland,
und zuunterst die Süddeutsche.

Ob sich das Quartett nach Zeitungsformat, Weltanschauung oder Leseritual stapelt, haben die Regionalzeitungskorrespondenten leider nicht gefragt. Vorn auf dem Tisch übrigens ein Buch namens »Die Linke Versuchung«, rechts hinter Lafontaine, auf dem Regal, winkt Papst Benedikt von einem Foto.


Die Rezensionen

Paris, 23. August 2009, 09:30 | von Paco

Gestern, Samstag, haben alle Zeitungen ordnungsgemäß ihre Kritiken zum morgen erscheinenden Buchbuch der Saison gebracht. »Infinite Jest« von David Foster Wallace hat im amerikanischen Original 1.079 Seiten, in der deutschen Übersetzung »Unendlicher Spaß« nun 1.648 Seiten.

Und hier sind endlich auch die Längenangaben der Rezensionen:

TAZ: 8.384 Zeichen     (Ekkehard Knörer)
FR: 11.031 Zeichen     (Guido Graf)
NZZ: 14.652 Zeichen     (Angela Schader)
FAZ: 16.117 Zeichen     (Richard Kämmerlings)
SZ: 17.194 Zeichen     (Alex Rühle)

 


Im Apsley House

London, 23. März 2009, 16:04 | von Dique

Wie von Paco anlässlich des »Lost«-Reviews schon angekündigt, waren wir am Sonntag im Apsley House. Wir erschienen 16 Uhr und wollten uns in einer Stunde schnell die Sammlung ansehen. Denn im Netz und auch auf einem Leaflet steht, dass die bis 17 Uhr aufhaben.

Als wir ankamen, sahen wir einen wütenden Besuchswilligen, der sich mit einer Angestellten in den Haaren lag und voller Rhetorik fragte, wie es denn sein kann, dass die schon schließen, obwohl überall steht, dass das Museum bis fünf offen wäre. Neben ihm stand ein Gentleman um die 60, extrem akkurat gekleidet, Marineblazer, Einstecktuch, eine sehr schöne Krawatte, Oxfordakzent. Wir gesellten uns dazu, gaben vor, extra aus Deutschland angereist zu sein, während der aufgebrachte jüngere Herr und der Gentleman die Dame vom Apsley House in der Mangel hatten. Es war eine fast klassische Good Cop, Bad Cop-Konstellation.

Der Beschwerdeführer wurde immer schärfer, »your apology is not worth a penny to me, where is the director, put him on the phone at once« usw. Und der Gentleman, »why don’t you let us have a quick look for half an hour, everybody is gone, give us one of your staff, we are only interested in the pictures«. Das ging eine Weile so, und dann hat uns die arme Managerin eine 15-Minuten-Tour angeboten, sozusagen eine Speed Tour ganz in unserem Sinn (cf. Madrid, cf. Rom).

Ein Museumswärter begleitete uns vier, wir sahen uns im Schnelldurchlauf die Bilder an, zwei Mal de Hooch übrigens, aber mir gefiel ähnlich wie in der Wallace Collection eigentlich der Nicolas Maes besser, abgesehen von anderen Genres, die haben dort – es ist ja das Wellington-Anwesen, und der First Duke focht in Spanien – ein paar spektakuläre Velázquez‘ und Riberas etc. und eines der besten (vielleicht das beste, wenn man von Arcimboldos Gemüseportrait absieht) Rudolf-II.-Portraits von Hans von Aachen, der in Köln geboren wurde und eigentlich Hans von Köln heißen müsste, egal, ein Kleinod am Rande und »Hauptsache, gut gemalt«, wie es Gerhard Richter neulich im Interview mit der SZ formulierte.

Als wir rauskamen, es war jetzt 16:30 Uhr, fuhr ein Taxi mit drei Japanern vor, welche entsetzt feststellen mussten, dass das Haus schon geschlossen war. »They may never see this collection«, sagte der Gentleman beim Verabschieden.


Die Ergebnisse der …
Feuilleton-Meisterschaft 2008

Zürich, 13. Januar 2009, 02:31 | von Paco

Da kommt er endlich ans Licht gekrochen, der Goldene Maulwurf 2008:

Der Goldene Maulwurf

Und hier sind sie, die Autoren und Zeitungen der 10 angeblich™ besten Artikel aus den Feuilletons des Jahres 2008:

1. Iris Radisch (Zeit)
2. Jörg Diehl/Ralf Hoppe (Spiegel)
3. Johan Schloemann (SZ)
4. Alex Rühle (SZ)
5. Benjamin von Stuckrad-Barre (Welt)
6. Ingeborg Harms (FAZ)
7. Oliver Jungen/Richard Wagner (FAZ)
8. Andreas Maier (Zeit)
9. Gustav Seibt (SZ)
10. Christian Zaschke (SZ)

Zusammen bilden diese 10 Texte vielleicht wieder einen repräsen­tativen Reader des 2008er Jahrgangs des deutsch­sprachigen Feuilletons, der weltweit hervorragendsten Publikationsbastion.

Unser Lieblingstext, Iris Radischs fulminante Besprechung des Romans »Die Wohlgesinnten«, hat sich in den letzten Monaten aus verschie­denen Gründen als der Artikel mit der größten Tiefen­wirkung erwiesen. Eine genauere Durchleuchtung unseres Rankings gibt es in den 10 Mini-Laudationes, die sich wie die Jahrgänge 2005, 2006 und 2007 auch direkt von der rechten Seitenleiste aus anklicken lassen.

Und bevor wir es vergessen: tausend Dank an CZZ und Gregor Keuschnig sowie an alle, die uns mit Nominierungsvorschlägen versorgt haben.

Bis zum nächsten Jahr,
Consortium Feuilletonorum Insaniaeque


Manolo für George W. Bush

London, 5. Januar 2009, 11:51 | von Dique

Stilfragen sind nicht unsere Hauptbeschäftigungslinie, doch kommen wir nicht umhin, ab und an unsere Freude zu teilen, wenn zum Beispiel Hans Magnus Enzensberger im knallrot leuchtenden Pullunder aus dem »Spiegel« grüßt oder Peter Rühmkorf in einem besonders interessanten Trenchcoat in der FAS auftaucht.

Und natürlich können wir nicht schweigen, wenn wir bemerken, dass Erich Priebke eine Karstadt-Style-Bundjacke trägt, die der berüchtigten Ahmadinejacket des iranischen Präsidenten zum Verwechseln ähnelt, noch dazu, wenn besagter Priebke auf einem Motorroller zusammen mit seinem Anwalt auf dem Weg zum Gerichtstermin in Rom an den Quattro Fontane vorbeizirkelt.

Diesen Kleinodien widmen wir uns nur am Rande und nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt, denn normalerweise hegen wir andere Sorgen und besonders jetzt stecken wir wie mehrfach berichtet tief in einem Kleinkrieg um die zu kürenden »Best of Feuilleton 2008«, der hoffentlich Ende der Woche beendet ist.

Beruhigenderweise ist unsere Arbeit in Modefragen auch nicht notwendig, denn dafür gibt es »Manolo for the Men«. Hier beschäftigt sich Izzy (Isidore Gallant), der von sich konsequent in der dritten Person schreibt, nicht nur mit den kleinen Gimmicks, welche auch wir im Programm gehabt haben könnten, wenn sich beispielsweise Fidel Castro im Adidas-Tracksuit mit Kuba-Flagge portraitieren lässt. Izzy beleuchtet auch die großen modischen Fauxpas.

Die Fliege, der Bowtie, welcher seit der Folge »The Bowtie« von »Curb Your Enthusiasm« (Season 5, Episode 2) wieder wachsende Verbreitung auch unter jungen Menschen findet, fristet trotzdem ein Nischendasein und wird, wenn überhaupt, in der vorgebundenen Variante getragen, und das ist natürlich furchtbar, wie Izzy anhand eines Vergleichs von John Travolta (pre-tied) mit Peter O’Toole (self-tied) im Beitrag »Pre-Tied Bowties: Why Not Just Wear Sweatpants?« zeigt.

Ende letzten Jahres, das kann man ja nun wieder sagen, wurde das zweite George-W.-Bush-Portrait für die National Gallery Washington enthüllt, welches einen lächelnden noch amtierenden US-Präsidenten zeigt, der allerdings mit einem Hemd mit zwei eigenartigen Brusttaschen bekleidet ist, welches auf den zweiten Blick und im Kontext von Izzys scharfer Analyse recht ominös erscheint (besonders unter dem Jackett, auf dem Bild mit Putin, sieht es eigenartig aus):

»Izzy is almost certain that that light-blue shirt, with its two unusual pocket flaps, is the same one Bush wore when engaging in diplomacy with Vladimir Putin. As Izzy pointed out at the time, that quasi-militaristic style has also been favored by fellow Texan Charlie Wilson. Clearly, Bush’s choice of shirt and pose—bent over, sitting on a couch while smiling—was intended to give an air of casualness and familiarity. Unfortunately, given how the shirt’s cuffs ride up due to bent arms, Izzy mainly sees poor tailoring. (The pleats adjacent to the cuffs are a further sign that the shirt was not custom-made.)«

Die SZ bescheinigt dem Porträt eine Art Biedermeierei in schweren Zeiten, und wer will es verübeln, dass der Präsident da ein bisschen auf Kaminfeuerromantik macht. Aber auch Kia Vahland kommt nicht umhin, das Präsidentenhemd zu kommentieren:

»Nehmen Sie Platz in der guten Stube, der Gastgeber schenkt Ihnen sein Ohr. Er erwartet Sie auf der Sofakante, im frischgebügelten himmelblauen Hemd, die Brusttaschen in Cowboyart, die Manschetten dagegen staatsmännisch anzugsfähig. Noch lächelt er etwas verkrampft, aber nach zwei Gläsern wird sich die Stimmung schon auflockern. Fühlen Sie sich wie zu Hause.«

Bevor ich hier aber alle Artikel abrolle, lasse ich das so stehen. »Manolo for the Men« ist nicht nur lesbar, sondern eine seriöse Empfehlung im Namen des Umblätteres.


Die Karnickelzüchter

Leipzig, 4. Januar 2009, 03:35 | von Austin

Ein Jahr geht, das neue Jahr kommt. Und gleich nach den von der FAS noch schnell am 28. 12. ins Rennen geschickten apokalyp­tischen Reitern und Reiterinnen – übrigens, liebe FAS, bitten wir an dieser Stelle und vor diesem Hintergrund um Hilfe, die uns der Duden nicht geben kann, die aber nützlich sein könnte, um das Jahr mit der FAS verfolgen zu können, und die uns, nebenbei, auch ganz persönlich betrifft: Gesucht wird so langsam mal die kanzlerinnenkompatible Äquivalenz zum ›Herrenreiter‹ … Herrenreiterin? – gleich nach diesem Aufmarsch lässt die S-Zeitung am 2. 1. die apokalyptischen Rammler frei, mit einem Text von Holger Gertz über den Karnickelzüchterverein W152 Dortmund–Oespel, bzw. mittlerweile: Kaninchenzüchterverein W152 Dortmund–Oespel–Kley.

Ein »Seite 3«-Artikel, der sich, das Jahr ist zwar noch jung, schon jetzt als Anwärter für die Top-Ten 2009 nominiert sehen darf. Nicht nur wegen des gabrielhaften Headliners »Zucht ist Ordnung«, sondern wegen der minutiösen Sozialrecherche in einem Milieu, das über aller Lehman-Brothers-Apokalypse schon fast vergessen ist: Ja, auch das war die BRD. Der Hammersatz:

»Wenn die Namen ihrer Klubs immer länger werden, ist das kein gutes Zeichen für die Kaninchenzüchter.«

Dennoch gibt uns der Sektionschef W152 dann noch als Lösung für alle eventuellen Apokalypsen den guten alten Selbstversorger­gedanken mit auf den Weg. Seine Hasen jedenfalls haben keine Namen.

Ansonsten? Im April ist die große Anja Silja, eben noch in Covent Garden, an der Oper der Umblätterer-Homebase Leipzig. Nicht als Rosina Leckermaul (und auch nicht als Gräfin in »Pique Dame«), sondern in der dritten Rolle ihres nun schon länger währenden Altersrepertoires, in Schönbergs »Erwartung«, wo sie die ebenso große Deborah Polaski ersetzt, die letztes Jahr diese Sache sensationell über die Bühne gebracht hat. Mit Marcuccio also ist an diesem Punkt zu sagen: 1:1 in und für Leipzig. Bezüglich der »Erwartung«. Und bezüglich London.


Wildes Gefecht

Zürich, 29. Dezember 2008, 16:03 | von Paco

In Dresden haben zum Jahresende alle erleichtert ihre Uwe-Tellkamp-Schinken ins Bücherregal des Vergessens gestellt, das Lesezeichen irgendwo zwischen Seite 30 und 40. Das Jahr 2008 geht zu Ende, niemand muss mehr Tellkamp lesen.

Ansonsten hat wirklich jeder, den ich kenne, zu Weihnachten die Marx-DVDs von Alexander Kluge geschenkt bekommen oder diese verschenkt. Die Gabentische müssen in diesem Jahr also in diesem etwas krank aussehenden Suhrkamp-Orange geleuchtet haben.

Und dann gab es im Dezember noch eine der besten Überschriften des Jahres, in der SZ natürlich (Ausgabe vom 16. 12.). Es ging um das Römer-Schlachtfeld aus der Commodus-Zeit, das bei Kalefeld im Kreis Northeim entdeckt wurde und eigentlich gar nicht hätte da sein dürfen. In der SZ war der Artikel von Harald Eggebrecht so überschrieben:

»Ein wildes Gefecht an der A7«

Das ist so hervorragend gut wie es ahistorischen Benennungen oft eben sind. Wenn etwa Hannibal durch Frankreich Richtung Alpen zieht. Oder wenn der Museumsmann von Lützen sagt: »Das protestantische Heer stand südlich der B87.«

Wie auch immer. Hier beim Umblätterer geht es ab jetzt um unser Hauptprodukt, die Jahresendliste, den Feuilleton-Reader mit den »angeblich zehn besten Feuilletonartikeln des Jahres«, wie es der Perlentaucher wahrheitsgemäß formulierte. (Hier die Top-10 der Jahre 2005, 2006, 2007, demnächst dann die für 2008.)

Dieses Jahr war ein sehr gutes Jahr, die Ausbeute ist unvorhersehbar riesig gewesen. Wir warten jetzt noch die Silvesterausgaben ab und zerfetzen uns dann sicher wieder wildes-gefecht-mäßig über das Ranking, von dem wir öffentlich immer behaupten, dass es in der Liste gar keine Rolle spielt.


Bionade-Biedermeier jetzt auch als Kaffee-Remix

Konstanz, 12. Oktober 2008, 08:54 | von Marcuccio

Das Schöne am Feuilleton ist ja, dass es das doppelte Privileg hat, »die Krise« (seit Wochen der neue Beiname für den Wirtschaftsteil der FAS)

a) unterhaltsamer als alle anderen Ressorts zum Thema zu machen oder

b) eben auch gar nicht – und stattdessen weiter abgetaucht zu berichten über wirklich wichtige Dinge wie zum Beispiel: Kaffee.

Dessen Konsum fällt wohl spätestens seit Carl Gottlieb Hering in die Allzuständigkeit des Ressorts, behauptete aber erst in den letzten Jahren Eigenständigkeit. Zur Crema des noch jungen Genres würde ich (neben unserer Google-Earth-Datei natürlich) auf jeden Fall mal Martin Reichert und Christopher Schmidt zählen:

Reichert mit seinem legendären Legalize-it-Beitrag in der taz (»Konsensdroge Nummer eins«). Schmidt, der uns das Soundsystem einer Espressomaschine mit Wolfgang Petersen erklärte: »Unter dem extremen Druck stöhnt und ächzt das Material, bevor der Ka-Leu die erlösenden Worte spricht: ›Das muss das Boot abkönnen!‹«

In der taz vom vorletzten Samstag geht Jan Feddersen den notwendigen nächsten Schritt. Sein Porträt der Coffee-Shop-Kette Aran macht klar, dass es nach der Grundversorgung zunehmend um Diversifizierung geht, um die feinen Unterschiede zwischen Starbuck’s, McCafé & Co einerseits und Aran-Lifestyle andererseits.

Feddersens Idee ist die einer Milieuskizze: Aran als die bessere Kaffeehauskette für die besseren Menschen. Doch ein Heißgetränk und ein paar aufgebrühte Allgemeinplätze über die Selbstveredler in den Slowfood-Städten des reichen deutschen Südens machen noch keine gute Cover-Version des »Bionade-Biedermeier«. Umso mehr noch mal Glückwunsch an Hennig Sußebach, dessen Original demnach schon jetzt das Zeug zum Klassiker hat.


SZ från igår och FAS från idag

Leipzig, 7. September 2008, 23:49 | von Paco

für Hans Dahl, unseren Schwedischlehrer,
gern auch ›Hans Fru‹ genannt :-)

Dique och jag har redan från början av våra studier studerat svenska i fyra terminer. Vi har sjungit »Du gamla, du fria« och flera Luciasånger samt lyssnat på Kent och Petter. »Ska vi riva hela haket? Så klart!«

Idag, för att »subrayar nuestra vocación paneuropea«, skriver jag just därför på svenska om gårdagens utgåva av »Süddeutsche Zeitung« och dagens utgåva av »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«.

Jag satt alltså för bara en liten stund sedan på Telegraph och hittade dom här tre mycket bra artiklarna:

1. Werner Spies skrev om Max Ernst och upptäckten av »Dripping«-metoden (episoden med »Sauce Robert« var verkligen rolig);

2. Volker Weidermann skrev om Dietmar Daths nya bok »Die Abschaffung der Arten«, Weidermann beskriver den som en »roman för alla«;

3. Harald Staun skrev om storprojektet »24h Berlin« (filmades i förrgår, 5/9 2008, av mer än 80 kamerateam, resultatet kommer visas om exakt ett år, den 5/9 2009, på RBB, ARTE och finska digitalkanalen YLE Teema; mer på SvD).

Sedan läste jag också i gårdagens SZ, nämligen i bilagan »SZ am Wochenende«, det suveräna porträttet, som Marc Felix Serrao har skrivit, om Götz Kubitschek, hjärnan bakom det såkallade KSA (Konservativ-Subversiv Aktion).

Den lilla artikeln av Thomas Steinfeld om Alaska som republikansk utopi (»Das Lied von Anchorage«) var också mycket bra, nämligen på grund av hans nya tolkning av sången »Anchorage« av Michelle Shocked.

Bää bää vita lamm, har du någon ull?
Ja ja kära barn, jag har säcken full.
Söndagsrock åt far och söndagskjol åt mor
och två små strumpor åt lille lille bror.


El destino del Umblätterer

Göttingen, 30. August 2008, 16:45 | von Paco

¡¡¡Henryk M. Broder en el »Frankfurter Allgemeine«!!! En realidad sólo responde, prudente como siempre, al texto de Patrick Bahners. Pero imaginarme que él podría escribir para el »FAZ«, como redactor, me emocionó.

En el diario »Die Welt« un tal Wolfgang Schuller escribe en contra de la genial traducción que Raoul Schrott hizo de la »Ilíada« de Homero. Schrott no usa el hexámetro y, sobre todo, juega tanto con el original que no le gusta a Schuller. Sea como sea, me gusta la idea que Helena y Paris se amaran »dass die Bettpfosten wackelten«. ¡Maravilloso!

Después de terminar todos los artículos en ambos diarios decidí comprar el »Süddeutsche« en el Tonollo, el mejor negocio de diarios en toda Baja Sajonia (digamos).

Valió la pena. Jörg Häntzschel vio los primeros episodios de la segunda temporada de »Mad Men« y escribió un buen texto sobre ésta. Absolutamente es acertada su observación de los años sesenta que muestra la serie: »noch tragen die Sekretärinnen Busen wie Atomraketen, die Moskau erreichen könnten«, jaja.

El destino del Umblätterer: Como ya leí los folletines del 30 de agosto de 2008, hay que esperar hasta mañana que se publique el »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«.