Zur FAS vom 21. September 2014:
Besuch in der Redaktion!

Berlin, 26. September 2014, 19:07 | von Paco

Wir saßen oben in der Kantine vom Deutschlandradio Kultur am Hans-Rosenthal-Platz, es gab einmal Pommes Weltkrieg für alle (Ketchup, Mayo, Senf) und Göttke sagte, dass ihr schlecht werde vom SZ lesen. Also jetzt nicht schlecht wegen der Inhalte oder Schreibe, sondern wegen der kleinen Schrift und dem geringen Durchschuss, das ergebe so Moiré-Effekte beim Draufkucken und davon werde ihr eben schlecht und deshalb lese sie wieder mehr FAZ im Besonderen und die FAS im Speziellen.

Diese Einzelmeinung ließen wir alle nicht unkommentiert und sprachen dann doch auch weiter über die SZ und da jetzt auch über Nico Fried, denn der schreibt doch super Sachen in letzter Zeit und wahrscheinlich auch schon davor, und Montúfar meinte, er wolle bald einen schwärmerischen Aufsatz über Nico Fried verfassen, und darauf müssen wir nun eben warten.

Eigentlich wollte ich aber etwas anderes erzählen. Nämlich ich war am Wochenende auf eine Hochzeit in Weimar eingeladen, Weimar-Blankenese sozusagen, und in der Zubringerregionalbahn hatte nun wiederum ich mal wieder zwei Stunden Zeit, das FAS-Feuilleton als integralen Gesamttext komplett zu textminen. Wobei ich in dieser Bahn aus Platzgründen neben einer stark tätowierten Internetbloggerin sitzen musste, die auf ihrem 18"-Laptop Blogeinträge las, die sie für den Offlinegebrauch gespeichert hatte und nun einzeln in den Firefox reinlud. Die nicht geladenen Grafiken und JavaScripte erzeugten diese typischen Fehlerartefakte, bei deren Anblick man sofort erschrickt, weil man denkt, dass plötzlich das Internet wieder abgeschafft wurde, und ich musste aber auch aus beruflichen Gründen ständig wieder heimlich auf ihren Screen lugen und versuchte dabei, ihre verschiedenen Special Interests zu erraten.

Nach einer Weile schlug ich dann doch lieber vorsichtig die FAS auf. Das ging trotz der Kleinraumbüroatmosphäre ganz gut und dann ging es auch für mich los. Und passenderweise wurden Josik und ich gerade für diese Woche in die Berliner Mittelstraße eingeladen, um bei der FAS Blattkritik zu üben, also umkreiste ich auch Stellen mit einem Stift, den mir die Internetbloggerin dankenswerterweise auslieh. Inzwischen schaute sie auch rüber zu mir und freute sich so über die Bilder in der FAS, dass ich ihr am Ende die Zeitung einfach komplett und inklusive meiner weiträumigen Anstreichungen da ließ. Die maßgeblichen Stellen hatten sich sowieso in mein Hirn gebrannt.

Tigersprung von 99423 Weimar nach 10117 Berlin und in die Mittelstraße 2–4. Am Fahrstuhl, mit dem man dort nach oben und später wieder nach unten fährt, erwartete uns Volker Weidermann. Und das ist das Schöne, dass man gleich zum Beispiel begeistert über die dreibändige Ausgabe des Briefwechsels zwischen Rudolf und Marie Luise Borchardt reden kann. Dies ist ein guter Ort, dachte ich sofort, im selben Tonfall dachte ich das, wie Joachim Gauck einmal sagte: »Dies ist ein gutes Deutschland.«

Und so ging es weiter, zumindest am Anfang der Redaktionssitzung. Claudius Seidl äußerte sich angenehm aufgebracht zur angeblich letzten Raddatz-Kolumne in der »Literarischen Welt« und verriet uns dann noch die geheimen Entstehungsbedingungen der »Suada« (vgl. »Die Suada der FAS ist so was wie Der Umblätterer in gut.«), die natürlich wieder in der aufkommenden Buchmessenbeilage erscheinen wird. Dann lachten wir mit Cord Riechelmann über eine Stelle aus der Wochenzeitung »der Freitag«, über die wir bald noch Näheres berichten werden. Und dann wurden wir gebeten, Blattkritik zu üben, und da Claudius Seidl ein Exemplar des aktuellen Feuilletons via Volker Weidermann und Harald Staun zu mir spielte, war ich nun dran, und das klang ungefähr so:

Okay, der Opener, Helene Hegemann über »Romeo & Julia« am Hamburger Thalia Theater mit der boah-ey-Überschrift: »Warum haut mich dieser Abend so um?« Als Nächstes schreibt die Hegemannfrau wahrscheinlich für heftig.co, aber das soll gar nicht kritisch gemeint sein, denn das liest sich trotzdem schön weg, und wenn die Textstelle kommt »Fortsetzung auf Seite 42«, dann liest man sofort am angegebenen Ort weiter!

Auf Feuilletonseite 2 hier dann also Harald Stauns Interview mit diesen vier ost-west-südlichen Schriftstellern: mit Junot Díaz, Pankaj Mishra, Priya Basil und Dinaw Mengestu, von denen Ersterer den längsten Wikipedia-Artikel hat. Es geht in dem Zehn-Augen-Gespräch ja um den Westen, meinen und deinen Westen, um den problematischen Ruf dieser kapitalistischen Himmelsrichtung, na ja, aber super.

Dann nächste Seite Andreas Kilb über Christian Petzolds »Phoenix«, super. Und Volker Weidermann über Botho Strauß’ neuen Hundertseiter »Herkunft«, in dem es so offen um dessen Vater zu gehen scheint, dass man sich wie ein »Leser-Stalker« vorkomme, super. Und Antonia Baum über Celo & Abdi, ähnlich angelegt wie neulich Olli Schulz’ Besuch bei Haftbefehl, aber in der poetischen Ausführung viel besser als Schulz.

(Antonia Baum hat auch mal eine Reportage gemacht: »Der Kampf gegen Paco«, deswegen wollte ich mit meinem Lob vorsichtig sein, konnte dann aber nicht mehr an mich halten.)

Weiter, Boris Pofallas Bericht von der Berlin Art Week, genau so muss so was klingen, das konkrete Ungefähre so eines Rundgangs summt an jeder Stelle aus dem Text, super. Und ich hab dann sogar die Anzeigen-Sonderveröffentlichung mitgelesen, wo hier ein Interview drin ist über Selfpublishing, mit Wolfgang Tischer, den ich noch von ganz früher kenne, Neunziger, Mailingliste Netzliteratur. Oh, hab ich da gedacht, aha. Dann hier Julia Enckes Interview mit Ulrich Raulff über die Siebziger, und alles, was Raulff da so gesagt hat, hat sich aufs Schönste mit all dem vermischt, was ich während der letzten 15 oder so Jahre noch so alles von Raulff gelesen und gehört habe.

Dann Cord Riechelmanns Text über die jüngsten Bewegtbilder von Michel Houellebecq, wo ja der schöne Satz drinsteht: »In Frankreich hat man einfach mehr Erfahrungen im Umgang mit den derangierten Körpern von Intellektuellen.«

(Und ich erwähnte noch das Tom-Schilling-Interview von Julia Schaaf, das aber im Ressort »Leben« stattgefunden hat. Jedenfalls lässt dort der bekannte Schauspieler seinem Hass auf Comics jeglicher Art freien Lauf, was auch sofort eine DPA-Meldung nach sich zog, super.)

Und jedenfalls lobten und affirmierten wir, wie es der Grundsatz des Umblätterers immer gewesen ist, und dann waren wir fertig und alle konsterniert. Das war wahrscheinlich keine Blattkritik, sondern eine Blattaffirmation.

Und wo Danilo Scholz neulich in Sachen FAS schrieb: »Der Sommer ist vorbei, das tut dem Feuilleton gut«, da müssen wir natürlich widersprechen, denn wie der Umblätterer ja seit Jahren nachweist, ist das deutschsprachige Feuilleton immer genau gleich gut. Aber das half jetzt hier niemandem weiter, und die Ödön-von-Horváth’sche Stille, die da eintrat, wurde dankenswerterweise irgendwann durchbrochen, als Johanna Adorján souverän das Thema wechselte und Josik fragte, ob er aus dem Kosovo stammt (was ich selbst seit langem vermute).

Und da wir anlässlich der Fernsehprogrammseite nach Stefan Niggemeier gefragt hatten, wurde uns noch angeboten, ihm etwas auszurichten, was wir aber sofort und unmissverständlich ablehnten. »Richten Sie bitte Stefan Niggemeier nichts aus!« Das sollte wie die Sympathiebekundung klingen, als die sie gemeint war, denn wieso sollte man jemanden, den man so gut findet, mit ausgerichteten Nachrichten nerven wollen. Es kam aber möglicherweise sehr falsch rüber.

Also, um das alles mal zusammenzufassen: Ich glaube nicht, dass wir jemals wieder zu einer FAS-Redaktionssitzung eingeladen werden.
 

Hommage an Marcel Reich-Ranicki (1920–2013)
»Er war ein nicht ganz schlechter Dichter«

Berlin, 18. September 2014, 07:54 | von Guest Star

(Gastbeitrag von cehaem)

Er war ein hochbegabter russischer Poet. Ja, er war ein nicht ganz schlechter Dichter. Er hat auch Geschichten und Romane geschrieben, die allerdings nicht von literarischer Bedeutung waren. Ein Kritiker hat ihn damals sehr gelobt.

Ihn zu charakterisieren fällt mir schwer. Für seine Dichtung waren die Frauen und sein Judentum von großer Bedeutung. Ob das eine wichtiger als das andere war, vermag ich nicht zu beurteilen. Er hat zwar keine bedeutenden Werke geschrieben, dafür aber zahlreiche. Für die Älteren waren diese Erzählungen damals lustig.

Er hat keine Ahnung von Literatur, nun gut, aber muß man das lauthals verkünden? Er hat sich in allen seinen Romanen die größte Mühe gegeben, seine Leser eben nicht zu langweilen, sondern zu amüsieren. Die Romane, die er nach dem Ersten Weltkrieg geschrieben hat, sind allesamt ziemlich schlecht.

Seine zahlreichen Essays und Rezensionen waren zwar anspruchsvoll, haben aber viele seiner Leser gelangweilt. Einige seiner Biographien sind beinahe so lesenswert wie die Werke der Autoren, mit denen sie sich befassen. Es sind dankbar zu lesende und zugleich vergessene Bücher. Wer Lust hat, mag sich von diesen Büchern weiterhin anregen lassen.

Es sind inzwischen mehrere Romane von ihm erschienen, und wenn ich mich recht entsinne, wurden die meisten von den Lesern sehr gelobt. Jeder dieser Romane hat den Lesern der Unterhaltungsliteratur offenbar viel Vergnügen verschafft. Seine Bücher sind mir immer wieder empfohlen worden, ich solle sie unbedingt lesen, sie wären hochinteressant. Das mag alles stimmen, aber ich bin nie dazu gekommen.

Hierüber ist viel zu sagen, aber doch bei anderer Gelegenheit.

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2003–2013)
 

Vossianische Antonomasie (Teil 87)

Berlin, 15. September 2014, 12:55 | von Josik

 

  1. der Rick Wakeman der Tastatur
  2. der Usain Bolt des Krimis
  3. der Helmut Rahn des 21. Jahrhunderts
  4. die russische Paris Hilton
  5. der europäische Putin

 

Vossianische Antonomasie (Teil 86)

Berlin, 14. September 2014, 15:56 | von Josik

 

  1. der John Connor der Intellektuellen
  2. der verstorbene Bernd Eichinger des deutschen Schreiberwesens
  3. eine Art kalifornischer Heinrich Böll
  4. der Hegel unserer Zeit
  5. der amerikanische James Joyce

 

Vossianische Antonomasie (Teil 85)

Berlin, 13. September 2014, 22:42 | von Josik

 

  1. der Francis Ford Coppola des amerikanischen Gesellschaftsromans
  2. der Justin Bieber der CDU
  3. eine Art an die Macht gekommener H. C. Strache
  4. eine Art Berliner Florence Nightingale
  5. der weibliche Jamie Oliver

 

GKM

São Paulo, 9. September 2014, 12:34 | von Dique

GKM, Gerhard Kurt Müller, ist ein Maler und Bildhauer aus Leipzig. Er war auch Professor an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Die schönen Wörter Bildhauer und Maler passen besser zur Kunst von GKM, als ihn einfach als Künstler zu bezeichnen. Das ist zu leise für seine Skulpturen und Bilder. Sie verlangen nach Hauen und nach echtem Farbauftrag. Das heißt nicht, dass ihnen Feinheit oder Fragilität fehlen.

GKM ist weit über 80 Jahre alt. Noch immer verschwindet er jeden Tag in seinem Atelier und arbeitet. Seine Kunst ist groß, auch physisch. Die Skulpturen schwer und mächtig, die Gemälde dicht und voll, gewaltige Textur, kein filigraner Einhaarpinsel, aber auch keine einfallslose breite Bürste, die nur an einer aufregenden Oberfläche interessiert ist. Die Farbe wird mit Kraft aufgetragen und verteilt, bei aller Mächtigkeit bleiben die gründlich durchdachten Sujets aber elegant und figürlich. Keine Nuance ist Zufall.

Ich hatte das Glück, GKM zweimal in den Räumen der Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung in Leipzig zu treffen. Beide Gespräche waren reine Inspiration für mich, wie solche Momente im Schatten einer großen Energiequelle eben sind, unbesiegbar erscheinender Eifer ist ansteckend. Beide Male verließ ich die Räume voller Tatendrang und Schaffenskraft und voller neuer Perspektive, mit dem Wunsch nach Gestaltung und Perfektion.

Die Arbeitsweise von GKM ist dem Erfolg nicht immer zuträglich, aber er trennt sich auch nicht gern von seinen Werken. Verkauft wird selten. Deshalb sieht man seine Werke auch nicht so oft, ein paar Museen haben Exemplare, aber man muss schon das Glück haben, eine Ausstellung oder Retrospektive zu erwischen oder einen seltenen Moment, wenn die Stiftungsräume anlassweise zu besuchen sind.

Ich will diesem Antikommerziellen aber nicht den Charme eines idealisierten Gegenpols entgegenstellen, der sich diametral von der Flamboyanz eines Image- oder Medienkünstler unterschiede. Schließlich bin ich auch Riesenfan von Selbstdarstellern wie Jeff Koons und Damien Hirst. Die Begeisterung für GKM ist einfach eine andere. Seine Werke sind genauso zeitgenössische und in jeder Hinsicht modern und Kinder ihrer Zeit. Vielleicht sieht das GKM selbst nicht so. Er ist ein Verarbeiter, unschwer zu erkennen, er ist ein Kind des Krieges. Es ist für mich unbegreiflich, wie ein Mensch über so viele Jahre so intensiv um ein Thema kreisen kann. Es ist eben nie vorbei.

Ich erschließe mir Kunstwerke, auch die von GKM, weniger über die Inhalte, eher über die Ästhetik, über Farbe und Form und über die Textur. Die Oberfläche spielt eine große Rolle bei ihm, es geht nicht nur um visuelle Effekte, sondern auch um Haptik. Man möchte die Bronzen berühren, da ergeht es einem so wie vor einem der Vögel von Brâncuși. Das gilt auch für die Gemälde, schon nach kurzem Hinsehen verspürt man den Drang, die Leinwand anfühlen zu wollen, mit der Hand dem Brushstroke zu folgen.

Diagnostizierte Abhängigkeiten sind für jeden lebenden Künstler meist ein Grauen. Ich stelle es mir jedenfalls schlimm vor, wenn ich mir anhören müsste, dass meine Werke so aussehen wie von X, in der Tradition von Y stehen und die Farben von Z verwenden. Andererseits funktioniert Kunstgeschichte ja genauso. In Pontormo erkennt man seinen Lehrer del Sarto, in Bronzino wiederrum Pontormo, aber irgendwie auch noch einen Hauch von del Sarto. Bei GKM dachte ich wegen seiner Skulpturen anfangs schnell an Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, auf den zweiten Blick aber auch an Brâncuși, bei den Bildern an eine sehr eigene Fortsetzung des italienischen Futurismus, als wäre Boccioni 1916 nicht vom Pferd gefallen, aber auch an den manieristischen Teil der Renaissance, überlängte Gliedmaßen, das kalkweiße Hellblau von Bronzinos »Allegorie der Liebe« aus der Londoner National Gallery. Aber es geht noch weiter zurück, die genaue Abgemessenheit in den Gemälden des Mathematikers/Malers Piero della Francesca kommt mir in den Sinn und natürlich Jean Fouquet, besonders seine Madonna mit Kind aus dem Königlichen Museum in Antwerpen. Von letzterer weiß ich mittlerweile, dass sie für GKM von besonderer Bedeutung ist.

GKM ist auch ein großer Zeichner und Holzschneider. Bei meinem letzten Besuch Mitte dieses Jahres konnte ich mir die 44 Zeichnungen ansehen, die von dem Roman von Henri Barbusse »Das Feuer. Tagebuch einer Korporalschaft« inspiriert wurden und die er über einen Zeitraum von über zehn Jahren geschaffen hat. Sie sind im Frühjahr im Leipziger Passage-Verlag auch als Buch erschienen:

Gerhard Kurt Müller: La Grande Guerre (2014 book cover), ISBN ISBN 978-3-95415-024-3

Er verwendete für die Zeichnungen eine seltene Technik, die Aquarell und Wachsmalstift kombiniert, sehr ähnlich der, die Henry Moore für seine Shelter Drawings benutzt hat. Wieder eine dieser wilden Assoziationen, aber diese wurde mir von GKM selbst zugespielt, als ich ihn fragte, wie er denn solche Effekte in diese wunderbaren Zeichnungen bekommen hat.
 

Neues von Jakob Augsteins Schirrmacher-Porträt

Berlin, 7. September 2014, 18:15 | von Josik

Hm, jetzt ist Jakob Augstein bzw. »der Freitag« unserer Bitte immer noch nicht nachgekommen, machen wir also weiter.

Zwar schwirrt Augsteins Schirrmacher-Porträt mittlerweile wieder im Google-Cache herum und so offenbart sich also der ganze Dilettantismus dieser Löschaktion bei freitag.de aufs Neue. Aber wir würden wirklich gern mal erklärt bekommen, wie die Arbeitsabläufe bei einem oh-so-netzaffinen Medium sein müssen, damit so was 1.) passiert und 2.) dann noch in dieser denkbar dilettantischsten Weise weitergeht.

Und es geht weiter.

Solange also Augsteins Schirrmacher-Porträt nicht wieder auf freitag.de zu lesen ist, sehen wir uns genötigt, die Mitglieder der »Freitag«-Community und andere Leute weiterhin mit Jakob Augsteins bewährter Schirrmacher-Porträtierkunst vertraut zu machen – oder doch wenigstens mit jenen Stellen, die ein übereifriger Deletionist nicht so mühelos sperren kann. Hier also schon mal zwei neue Passagen:

*

»Immer mal wieder drängt sich Schirrmacher der öffentlichen Debatte auf, treibt sie in seine Richtung. Das war so, als er im Jahr 2000 auf sechs Seiten den Quellcode der DNS in seinem Feuilleton abdruckte, als unlesbaren Text des Lebens, vollkommen sinnlos und unendlich bedeutungsvoll. Ein dramatischer und anarchischer Akt [...].«

(Jakob Augstein: Frank Schirrmacher – Der Aufreger.
In: Stephan Weichert / Christian Zabel (Hg.):
Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im
Porträt. Köln: Herbert von Halem Verlag 2007, S. 325)

»Als er auf sechs Seiten seines Feuilletons einen Teil der DNA-Sequenz abdruckte, da war das damals zugleich vollkommen sinnlos und unendlich bedeutungsvoll. Ein dramatischer und anarchischer Akt.«

(Jakob Augstein im »Spiegel« vom 16. Juni 2014, S. 115)

*

»Das vorige Buch hatte das Altern der Gesellschaft behandelt und war das zweiterfolgreichste Sachbuch des Jahres 2004 [...]. Im Erscheinungsjahr 2004 des Methusalem-Buches war er allen Ernstes fünfmal der ›Gewinner des Tages‹ der Bild-Zeitung [...]. In der Bild-zeitungstauglich gemachten Kurzfassung seines Methusalem-Buches hatte er geschrieben: ›Wie oft berichten Menschen von der Plötzlichkeit, mit der das Alter sie wach rüttelt. Ungläubig schlägt man die Augen auf – und plötzlich ist man alt!‹ Das ist keine zufällige Formulierung [...]. ›Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt‹ – der Kafka-Bewunderer Schirrmacher hat in seinen Texten mehr als einmal diesen berühmten ersten Satz aus der Verwandlung zitiert. Am Grund liegt da das problematisch gewordene Selbstbewusstsein.«

(Jakob Augstein: Frank Schirrmacher – Der Aufreger.
In: Stephan Weichert / Christian Zabel (Hg.):
Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im
Porträt. Köln: Herbert von Halem Verlag 2007, S. 325–329)

»›Das Methusalem-Komplott‹, sein erster Bestseller, war im Jahr 2004 der zweitbestverkaufte Sachbuchtitel [...]. Im Erscheinungsjahr des ›Methusalem-Komplotts‹ war er fünfmal der ›Gewinner des Tages‹ der Bild-Zeitung [...]. Im Jahr 2004 schrieb er in der Bild-Zeitungs-tauglich gemachten Kurzfassung seines ›Methusalem‹-Buches: ›Wie oft berichten Menschen von der Plötzlichkeit, mit der das Alter sie wachrüttelt. Ungläubig schlägt man die Augen auf – und plötzlich ist man alt!‹ Das ist für Schirrmacher, der über den Schriftsteller Franz Kafka promoviert hatte, keine zufällige Formulierung. Kafkas ›Verwandlung‹ beginnt mit den Worten: ›Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.‹ Hier ist es wieder, Schirrmachers Thema [...], das problematisch gewordene Selbstbewusstsein [...].«

(Jakob Augstein im »Spiegel« vom 16. Juni 2014, S. 114f.)


 

Vierfachrufe der Kulturgeschichte

Leipzig, 4. September 2014, 10:14 | von Paco

ICH. ICH. ICH. ICH.   (Witold Gombrowicz)
Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!   (Herbert Zimmermann)
So! So! So! So!   (Kleist)
Hossa! Hossa! Hossa! Hossa!   (Rex Gildo)
L’Azur ! L’Azur ! L’Azur ! L’Azur !   (Mallarmé)

Нет!.. Нет!.. Нет!.. Нет!..   (Tschaikowski, Eugen Onegin)
Well, well, well, well   (A Clockwork Orange)
É devagar, é devagar, é devagar, é devagar   (Martinho da Vila)
wo, wo? wo, wo?   (Omar Khayyam)
du! Du, du, du!   (Martin Buber)

Der Schwan! Der Schwan! Der Schwan! Der Schwan!   (Lohengrin)
Dr. Lecter? … Dr. Lecter? … Dr. Lecter? … Dr. Lecter? …   (Jodie Foster)
Lachend, lachend, lachend, lachend   (kommt der Sommer)
stille! stille! stille! stille!   (Schikaneder/Mozart)
Mai, mai, mai, mai   (Fritz da Cat)

Who, who, who who?   (The Who)
Wafna! Wafna! Wafna! Wafna!   (Carmina Burana)
Ça va? Ça va. Ça va? Ça va.   (The Flight of the Conchords)
Sophie! Sophie! Sophie! Sophie!   (Frances am Ende von »Frances Ha«)
That’s all, that’s all, that’s all, that’s all   (T. S. Eliot)

 
(Vgl. auch die Doppel- und Dreifachrufe.)

 

Café-com-leite mit »Economist«

São Paulo, 2. September 2014, 09:00 | von Dique

Nach zwei Wochen in São Paulo sehne ich mich nach vertrauten Printmedien. Leider gibt es hier an den sehr, sehr vielen blechverkleideten Zeitungskiosken nicht einfach mal so die FAZ zu kaufen. An manchen bekommt man immerhin sehr billige Pocketausgaben von Nietzsche, Schopenhauer oder de Sade.

Auf Angloinfo werden einige Buchhandlungen erwähnt, in denen es internationale Presse geben soll. Also auf zur Livraria Saraiva und zwar der Filiale in der Mall am Parque Ibirapuera. Die Erwartungen sind groß. Der Laden ist in der dritten Etage.

Die Hoffnung auf eine ausgewiesene internationale Rubrik wird nicht erfüllt und inmitten der ganzen lokalen Titel sticht auf den ersten Blick nichts Schönes heraus. Ich frage also einen Verkäufer, der auch gleich mit mir in die Magazinabteilung kommt, Tagespresse gibt es sowieso nicht.

Brasilianer gehören übrigens, wie Jonathan Meese, zu den »freundlichsten Menschen überhaupt«. Der Verkäufer sucht ein bisschen und findet dann ein paar »TIME«-Specials, über Imperien, den Zweiten Weltkrieg etc. Falls es noch andere ausländische, am ehesten englischsprachige Titel gibt, befinden sie sich inmitten der anderen, lokalen Magazine. Ich erwähne den »Economist«, meine Hoffnungen auf alles andere haben sich längst zerschlagen, und der junge Verkäufer hat keine direkte Ahnung.

Ich sifte noch ein bisschen durch die Reihen und irgendwann finde ich dann tatsächlich auch die ungefähr aktuelle »TIME« und daneben den »Economist«, gleich drei Ausgaben, die jüngste ist die vorletzte und die kaufe ich dann auch für schlaffe 31,90 Reais. Von der Kasse aus sehe ich dann in der Ferne den Verkäufer wieder, ich winke ihm mit dem Heft zu, er sieht richtig glücklich aus. Und ich kann endlich mal wieder ohne Kindle ins Café gehen.

Den ersten Café-com-leite mit »Economist« trinke ich dann bei Starbucks auf der Avenida Paulista, direkt gegenüber dem MASP. Das Museu de Arte de São Paulo ist ein Spitzenmuseum. Beim Skat ist ›Aus jedem Dorf einen Bauern‹ nicht gerade das Idealblatt, bei einem Museum kann das Trumpf sein. Wie das Thyssen-Bornemisza in Madrid hat auch das MASP aus den meisten Epochen und von den meisten wichtigen Künstlern ca. ein gutes Beispiel (Raffael, Bosch, Velázquez, Turner, Constable etc.). Von Frans Hals immerhin gleich mal drei seiner herrlichen Portraits. Eine weitere Ausnahme ist Modigliani, das ist aber auch kein Wunder, denn der ist ja auch der meistgefälschte Künstler aller Zeiten und auf ihn passt sowieso der Spruch (den es auch mal für Rembrandt gab, bevor das Rembrandt Research Project begann, mit den Zuschreibungen aufzuräumen), dass es ca. 800 Modiglianis gibt und davon ungefähr 1.000 allein in Amerika, oder so ähnlich. Eine weitere Ausnahme bzgl. Anzahl im MASP bildet Toulouse-Lautrec, aber der gilt ja auch nicht als Künstler, sondern als Dekorateur.
 

Software & Erinnerung (Teil 9)

Leipzig, 1. September 2014, 17:08 | von Paco

Das Motto dieser Sammlung, seit eh und je dasselbe:
»Et tout d’un coup le souvenir m’est apparu.« (Proust, Combray)

(Die vorigen Teile, teilweise mit längeren Vorworten, sind hier: 1. Sept. 2007, 1. Sept. 2008, 1. Sept. 2009, 1. Sept. 2010, 1. Sept. 2011, 1. Sept. 2012, 1. Sept. 2013. Die Versionsnummern der aktuellen stabilen Releases stehen zuerst, dahinter dann die Versionsnummern, die vor genau einem, zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben Jahren aktuell waren. Es handelt sich um Software, die wir auch zu Beginn dieser jährlichen Sofwareversionsquerschnitte schon benutzt haben (einige Programme sind natürlich obsolet geworden). Neue Programme wurden nicht aufgenommen, obwohl man diese Versionsnummern­poesie z. B. auch auf Apps erweitern sollte. Ansonsten fallen als erstes die Versionsprünge der Browser auf: Chrome in einem Jahr von 29 auf 37, Firefox von 23 auf 31, Opera von 16 auf 23.)

(Schema)

(Name) (V-Nr. 2014) | (V-Nr. 2013) | (V-Nr. 2012) | (V-Nr. 2011) | (V-Nr. 2010) | (V-Nr. 2009) | (V-Nr. 2008) | (V-Nr. 2007)

Browser & Aufsätze

Opera 23.0.1522.77 | 16.0 | 12.02 | 11.51 | 10.61 | 10.00 | 9.52 | 9.23
Firefox 31.0 | 23.0.1 | 15.0 | 6.0.1 | 3.6.8 | 3.5.2 | 3.0.1 | 2.0.0.6
SeaMonkey 2.26.1 | 2.20 | 2.12 | 2.3.2 | 2.0.6 | 1.1.17 | 1.1.11 | 1.1.4
Netscape Navigator (†) 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0.0.6 | 9.0b3
Konqueror 4.14.0 | 4.11.0 | 4.9.0 | 4.7.0 | 4.5.0 | 4.3.0 | 4.1.0 | 3.5.7
Safari 7.0.6 | 6.0.5 (für Windows eingestellt) | 6.0 (für Windows: 5.1.7 [7534.57.2]) | 5.1 (7534.50) | 5.0.1 (7533.17.8) | 4.0.3 (531.9.1) | 3.1.2 (525.21) | 3.0.3 (522.15.5)
Google Chrome 37.0.2062.102 | 29.0.1547.57 | 21.0.1180.89 | 13.0.782.218 | 5.0.375.127 | 2.0.172.43 | 0.2.149.27 [1583] | –
Amaya 11.4.7 | 11.4.7 | 11.4.4 | 11.3.1 | 11.3.1 | 11.2 | 10.0.1 | 9.55
Internet Explorer 11.0.9600.17239 | 10.0.9200.16521 | 10.0.9200.16384 | 9.0.8112.16421 | 8.0.6001.18943 | 8.0.6001.18813 | 8.0.6001.18241 | 7.0.5730.11
Maxthon 4.4.1.5000 | 4.1.2.3000 | 3.4.2.3000 | 3.1.6.1000 | 2.5.15.1000 | 2.5.6.350 | 2.1.4.238 | 2.0.3.4643

Server/Database/CMS

Apache 2.4.10 | 2.4.6 | 2.4.3 | 2.2.20 | 2.2.16 | 2.2.13 | 2.2.9 | 2.2.4
MySQL Community Server 5.6.20 | 5.6.13 | 5.5.27 | 5.5.15 | 5.1.50 | 5.1.37 | 5.0.67 | 5.0.45
PostgreSQL 9.3.5 | 9.2.4 | 9.1.5 | 9.0.4 | 8.4.4 | 8.4.0 | 8.3.3 | 8.2.4
MediaWiki 1.23.3 | 1.21.1 | 1.19.1 | 1.17.0 | 1.16.0 | 1.15.1 | 1.13.0 | 1.10.1
osCommerce v3.0.2 | v3.0.2 | v3.0.2 | v3.0.2 | v3.0 Alpha 5 | 3.0 Alpha 5 | 2.2 RC 2a | 2.2 RC1
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Trillian 5.4.0.16 | 5.3.0.16 | 5.2.0.12 | 5.0.0.34 | 4.2.0.22 | 4.0.0.117 | 3.1.10.0 | 3.1.7.0
mIRC 7.36 | 7.32 | 7.25 | 7.19 | 7.1 | 6.35 | 6.34 | 6.3
RapidSVN 0.12.1 | 0.12.1 | 0.12.1 | 0.12.0 | 0.12.0 | 0.10.0 | 0.9.6 | 0.9.4 / Subversion 1.8.10 | 1.8.3 | 1.7.6 | 1.6.17 | 1.6.5 | 1.6.3 | 1.5.2 | 1.4.2

Media Players

VLC media player 2.1.5 | 2.0.8 | 2.0.3 | 1.1.11 | 1.1.4 | 1.0.1 | 0.8.6i | 0.8.6c
Media Player Classic 1.7.6 | 1.6.8.7417 | 1.6.3.5818 | (neuer Fork: Media Player Classic Home Cinema, 1.5.2.3456) | 6.4.9.1 rev 107 | 6.4.9.1 rev 104 | 6.4.9.1 rev 72 | 6.4.9.0
Songbird 2.2.0 | 2.2.0 (eingestellt) | 2.0.0 | 1.9.3 | 1.7.3 | 1.2.0 | 0.7.0 | 0.2.5
Amarok 2.8 | 2.8 | 2.6 | 2.4.3 | 2.3.1 | 2.1.1 | 1.4.10 | 1.4.6
foobar2000 1.3.3 | 1.2.9 | 1.1.14a | 1.1.7 | 1.1 | 0.9.6.9 | 0.9.5.5 | 0.9.4.4
Winamp 5.666 | 5.65 | 5.63 | 5.621 | 5.58 | 5.56 | 5.541 | 5.35 (immer noch gut: 2.91)

Editoren/Word Processors

OpenOffice 4.1.1 | 4.0.0 | 3.4.1 | 3.3.0 | 3.2.1 | 3.1.1 | 2.4.1 | 2.2.1 (neuer Fork: LibreOffice 4.3.1 | 4.1.1 | 3.6.1 | 3.4.3)
XMLmind 6.0.0 | 5.7.0 | 5.3.0 | 4.9.1 | 4.6.1 | 4.4.0 | 4.0.0 | 3.6.1
Notepad++ 6.6.8 | 6.4.5 | 6.1.6 | 5.9.3 | 5.7 | 5.4.5 | 5.0.3 | 4.2.2
UltraEdit 21.20 | 19.10 | 18.10 | 17.20 | 16.10 | 15.10 | 14.10 | 13.10a
Kate 3.13.3 | 3.11 | 3.7 | 3.6 | 3.4 | 3.3.0 | 3.1 | 2.5.4
XEmacs 21.4.22 | 21.4.22 | 21.4.22 | 21.4.22 | 21.4.22 | 21.4.22 | 21.4.21 | 21.4.20
JOE 3.7 | 3.7 | 3.7 | 3.7 | 3.7 | 3.7 | 3.5 | 3.5

Coding

Perl 5.20.0 | 5.18.1 | 5.16.1 | 5.14.1 | 5.12.1 | 5.10.1 | 5.10.0 | 5.8.8
PHP 5.6.0 | 5.5.3 | 5.4.6 | 5.3.8 | 5.3.3 | 5.3.0 | 5.2.6 | 5.2.4
Python 3.4.1 | 3.3.2 | 3.2.3 | 3.2.1 | 3.1.2 | 3.1.1 | 2.5.2 | 2.5.1
GCC 4.9.1 | 4.8.1 | 4.7.1 | 4.6.1 | 4.5.1 | 4.4.1 | 4.3.2 | 4.2.1
Ruby 2.1.2 | 2.0.0 | 1.9.3 | 1.9.2 | 1.9.2 | 1.9.1 | 1.9.0 | 1.8.6
Ruby on Rails 4.1.5 | 4.0.0 | 3.2.8 | 3.1.0 | 3.0.0 | 2.3.3 | 2.1.0 | 1.2.3
JDK 7 update 67 | 7 update 25 | 7 update 6 | 6 Update 27 | 6 Update 21 | 6 Update 16 | 6 Update 7 | 6 Update 2

Gfx/Pics/Print

Photoshop CC 2014 (15.0) | CS6 (neue Version nur im Abo: CC) | CS6 | CS5 | CS5 | CS4 | CS3 | CS3
GIMP 2.8.14 | 2.8.6 | 2.8.2 | 2.6.11 | 2.6.10 | 2.6.7 | 2.4.7 | 2.2.17
IrfanView 4.38 | 4.36 | 4.33 | 4.30 | 4.27 | 4.25 | 4.20 | 4.00g
Picasa 3.9 Build 137.81 | 3.9 Build 136.20 | 3.9 Build 136.07 | 3.8 Build 117.43 | 3.8 Build 115.45 | 3.1.0 Build 71.43 | 2.70 Build 37.36 | 2.7.0
ImageMagick 6.8.9-7 | 6.8.6-9 | 6.7.9-2 | 6.7.2-1 | 6.6.3-8 | 6.5.5-5 | 6.4.3-6 | 6.3.5-6
Ghostscript 9.14 | 9.10 | 9.06 | 9.04 | 8.71 | 8.70 | 8.63 | 8.60

Edu

LingoPad 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.6 (360) | 2.5.1 (325)
Google Earth 7.1.2.2041 | 7.1.1.1888 | 6.2.2.6613 | 6.0.3.2197 | 5.2.1.1547 | 5.0.11733.9347 | 4.3.7284.3916 | 4.2.0181.2634

Distros

Kubuntu 14.04 | 13.04 | 12.04 | 11.04 | 10.04 | 9.04 | 8.04 | 7.04
OpenSUSE 13.1 | 12.3 | 12.1 | 11.4 | 11.3 | 11.1 | 11.0 | 10.2
Slackware 14.1 | 14.0 | 13.37 | 13.37 | 13.1 | 13.0 | 12.1 | 12.0

Desktop/Command Line

KDE 4.14 | 4.11.0 | 4.9.0 | 4.7.0 | 4.5.0 | 4.3.0 | 4.1.0 | 3.5.7
Beagle (momentan gestoppt) 0.3.9 | 0.3.9 | 0.3.9 | 0.3.9 | 0.3.9 | 0.3.9 | 0.3.8 | 0.2.18
Bash 4.3 | 4.2 | 4.2 | 4.2 | 4.1.7 | 4.0.28 | 3.2.33 | 3.2.17