Die Wahrheit

Berlin, 8. Mai 2012, 22:02 | von Josik

Ungefähr bei Minute 3 Sekunde 3 ihrer aufgezeichneten Nobelpreis­rede sagt Elfriede Jelinek laut und deutlich: »Wie soll der Dichter die Wahrheit kennen«, obwohl im österreichischen Originaltyposkript der Nobelpreisrede hier ganz klar steht: »Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen« (›reality‹, in den englischen Untertiteln des Videos). Elfriede Jelinek hat sich also in ihrer Nobelpreisrede an dieser Stelle einfach ein bisschen verhaspelt, und warum auch nicht.
 

W Punkt

Berlin, 1. Mai 2012, 23:29 | von Austin

Neue Nationalgalerie, 1. Mai, später Nachmittag. Gerhard-Richter-Ausstellung. Vor dem Bild »Wiesental«.

Sie: Das ist ja ein ganz idyllisches Bild.
Er: –
Sie: Ganz idyllisch.
Er: Das kommt aus dem MoMA.
Sie: Ach. Ja!
Er: –
Sie: Haben wir das da gesehen?
Er: Weiß nicht.
Sie: –
Er: Weißt du, für was das W. in Theodor W. Adorno steht?
Sie: Nein.
Er: Wiesental.
Sie: Ach. Dann ist da ja auch schon wieder ein doppelter Boden.
 

Der oder die Ponte Molle? —
Erneute Schlacht an der Milvischen Brücke

Konstanz, 29. April 2012, 19:30 | von Marcuccio

Letzte Woche in Frankfurt, das Städel ist auch an einem stinknormalen Werktag bestens besucht und gebucht: Kinderkreativklassen, Klapp­hockerseniorinnen und bejeansrockte Kunstgeschichtsstudentinnen. Und plötzlich diese ungeheuerliche Entdeckung: Haarscharf an der Grenze zwischen Sachbeschädigung und Wandfriedensbruch hat irgendjemand in einen Exponattext der großartigen Claude-Lorrain-Ausstellung hineinredigiert.

Genauer gesagt: Am Gemälde »Hirtenlandschaft mit der Ponte Molle« hat er oder sie mit einem Kugelschreiber handschriftlich Korrekturen in die Exponatbeschriftung eingebracht:

Das ›der‹ vor »Ponte Molle« wurde mit blauer Kuli-Farbe durch­gestrichen, darüber steht jetzt besserwisserisch ›dem‹. Also: »Hirtenlandschaft mit dem Ponte Molle«.

Trotz der geringen Differenz zwischen Kuli- und Exponattafelblau sticht die Geschlechtsumwandlung der Milvischen Brücke ziemlich deutlich ins Auge. Grammatikalisch übrigens korrekt, denn italienisch ponte ist Maskulinum. Nur: Diese Genus-Diskrepanz zu bemerken ist das eine. Sie handschriftlich am Objekt zu vermerken das andere. Daher die Frage:

Wer macht sowas?

Wer trägt, 1700 Jahre danach, eine Genus-Schlacht an der Milvischen Brücke aus? Und kritzelt in die Exponatbeschriftung im Städel hinein?! Hier einige mögliche Täterprofile (aus gegebenem Anlass bitte keine Variante vorschnell ausschließen):

1) Man könnte graphologisch anfangen: Die Kuli-Striche wirken ziemlich krakelig – das ließe auf betagtere Hände schließen. Womöglich ein Altphilologe, der jede ihm unterkommende Nicht-Kongruenz von Genus, Numerus und Kasus zwar schon zitternd, aber immer noch reflexartig mit dem Korrekturstift ahndet? Und sich als Bekennerslogan ein in hoc signo vinces in den Bart murmelt?

2) Man könnte auch medienverhaltenskundlich argumentieren (etwa mit Kittler: die Medien programmieren die Menschen) und das Ganze als Übersprunghandlung eines digital native interpretieren, der Museen bislang nur von Google Art kannte und nun seine ersten Gehversuche in analoger Umgebung unternahm. Für ihn wäre es völlig legitimes User-Verhalten, den Hinweis auf das falsche Geschlecht von Ponte Molle sofort an Ort und Stelle anzubringen. Und ja, die ostentative Fehlerkultur vieler Blogger würde es sogar direkt vorsehen, dass das Städel sein Exponat-Schildchen für die letzten Lorrain-Ausstellungstage jetzt nochmal neu bedruckt, und zwar so:

»Claude Lorrain (1600 oder 1604/05–1682): Hirtenlandschaft mit der dem Ponte Molle (1645).«

3) Man könnte einen translationswissenschaftlich motivierten Triebtäter vermuten: Bei Übernahmen fremdsprachlicher Begriffe in die Zielsprache wäre das grammatische Geschlecht in der Ausgangs­sprache zu belassen. Man hat im Städel bei der ursprünglichen Exponatbeschriftung eben tatsächlich bigott gehandelt: endonymisch ›Ponte Molle‹ geschrieben, aber (siehe falsches Genus) offensichtlich exonymisch ›Milvische Brücke‹ gedacht. Eventuell wurde hier also ein in seiner Ehre gekränkter Übersetzer exponattafelübergriffig, weil er auf ein echtes Problem seines Berufsstandes aufmerksam machen wollte? Über die Filmbranche spricht jeder. Von den Synchronisationsproble­men deutscher Exponatbeschriftungen hört man wenig.

4) Last but not least könnte man den handschriftlichen Eingriff in die Bildlegende als performativen Akt lesen, ja vielleicht sogar als Gruß zum 50. Geburtstag von »How to Do Things With Words« (das Buch von J. L. Austin, 1962)? Dann wäre ein simpler Sympathisant der Sprechakttheorie am Werk gewesen: Schau her, wie meine Worte Taten sind.

Im Grunde aber ist, um auf die Sachebene zurückzukommen, die Frage nach dem richtigen oder falschen Genus von Ponte Molle im Deutschen ähnlich gelagert wie:

Das Latte-Macchiato-Problem

Trink ich jetzt Milchkaffee oder Kaffeemilch, fragt sich der Hipster angesichts seines Heißgetränks im Glas, dessen Image hierzulande ein wenig arg in die Rucola-Bärlauch-Bionade-Falle abgerutscht ist. Auf Italienisch wäre der Fall eindeutig; man trinkt eine mit Kaffee befleckte Milch. (Ein caffè macchiato hingegen käme in einer Espressotasse daher und enthielte maximal einen Teelöffel Milchschaum, wäre also ein mit Milch bekleckster Kaffee.) Auf Deutsch bestellen die meisten Latte-Macchiato-Trinker vom Genus her trotzdem eher einen Kaffee mit Milch als eine Milch mit Kaffee. Das muss man als Mehrheitssprech genauso tolerieren wie das so genannte Deppenapostroph, das übrigens auch im Städel zuhause ist: Vgl. das Holbein’s. Am Ende lebt Sprache demokratisch, der Rest ist Distinktion.

Und zum Schluss doch noch ein Geständnis:

»›Euch darf ich’s wohl gestehen‹, sagte er, – ›seit ich über den Ponte molle heimwärts fuhr, habe ich keinen rein glücklichen Tag mehr gehabt.‹« – Goethe (angeblich)

Goethe, genau, hätte im Grunde ein astreines Täterprofil: Er verwendet Ponte Molle im Maskulinum! Er ist bezeugter Claude-Lorrain-Fan (»die Bilder haben die höchste Wahrheit, aber keine Spur von Wirklichkeit«), hätte die Ausstellung also bestimmt besucht. Und er war zur Tatzeit sogar im Haus. Aber das ist zugleich sein Alibi: Mit seinen zwei linken Füßen konnte er vom Städel-Saal mit der Ordnungsnummer 1 unmöglich den ganzen weiten Weg in die Sonderausstellung herübergehinkt sein!
 

Vossianische Antonomasie (Teil 24)

Konstanz, 26. April 2012, 08:24 | von Marcuccio

 

  1. der Homer der Insekten
  2. der Luke Skywalker des Islam
  3. der Marcel Reich-Ranicki der Kleingärtner
  4. der David Hasselhoff des politischen Raums
  5. der Rimbaud der Tour de France

 

Was ist nur aus der NZZ geworden!

Berlin, 21. April 2012, 15:46 | von Josik

Wenn es einen Ort auf der Welt gibt, an dem auch nicht das allerwinzigste Druckfehlerchen sich einschleichen darf, dann sind es natürlich Anagramme, da ja andernfalls der ganze Witz krepiert. Vorgestern hat die NZZ in einer kurzen und sehr launigen Sammelrezension einen ganzen Haufen Anagramme zitiert bzw. gelobt:

Barry Heck / Harry Beck und Hyde Park Corner / Prerecord Hanky sind tatsächlich sehr lustig, Lichtenrade / Hitler Dance ist unfassbar großartig, Europa anagrammiert / an Ego-Primärtrauma ist eine Spitzenleistung und Le marquis de Sade / démasqua le désir ist wirklich der absolute Hammer. Sogar Charlottenburg / Burg Rattenloch ist, obwohl die Burg unverändert bleibt, noch sehr originell.

Bei Lancester Gate / Castrate Angel aber gehen die Schwierigkeiten schon los. Offensichtlich lassen die Abschreibequalitäten der NZZ hier zu wünschen übrig: Aus Lancester Gate könnte logischerweise allenfalls Castrate Engel werden, aber zum Glück heißt es ja im Original: Lancaster Gate.

Gleich einen ganzen Zacken problematischer wird es nun bei diesem Anagramm, so wie die NZZ es zitiert: La gravitation universelle / La vitale régnant sur la vie. Man sieht auf den ersten Blick, dass in La gravitation universelle nur drei Mal der Buchstabe A vorkommt, hingegen in La vitale régnant sur la vie vier Mal. Hier wird also einfach ein A eingeschmuggelt, wo doch eigentlich noch die Buchstaben I und O übrigbleiben. Selbstverständlich hätte das Anagramm zu lauten: Loi vitale régnant sur la vie.

Geradezu hanebüchen wird es nun bei dem folgenden Anagramm: Französische Strasse / Nazi-Ressortchef. Ok, es ist klar, wie das Anagramm eigentlich gebaut wurde: Der Umlaut Ö wurde in OE umgewandelt und Strasse wurde abgekürzt zu Str. Das freilich ergibt das katastrophale Resultat: Franzoesische Str. / Nazi-Ressortchef. Auch hier sieht man natürlich auf den ersten Blick: In Franzoesische Str. kommt der Buchstabe S drei Mal vor, in Nazi-Ressortchef nur zwei Mal. Das korrekte Anagramm müsste also im Plural stehen: Nazi-Ressortchefs.

Zuerst dachte ich, dass die NZZ es hier einfach nur verabsäumt hat, ruchlosen Anagrammschwindlern das Handwerk zu legen. Aber der Fehler ist abermals bei der NZZ selbst zu suchen, wie ein Blick ins Original zeigt.

Ach, ach! Als ich vor Jahren die NZZ noch abonniert hatte, habe ich einmal irgendwo gelesen, dass dort 17 festangestellte Korrekturleser inklusive eines Anagrammredakteurs arbeiten. Wo ist dieser Mensch heute? Wo war hier der, hehe: Ressortchef? Mir ist auch völlig schleierhaft, wie die NZZ-Leserschaft nach diesem himmelschreienden Anagrammskandal so gelassen in ihren Alltagsgeschäften fortfahren kann, als wäre nichts gewesen.
 

Lass uns wandern, lass uns schiffen!

München, 20. April 2012, 08:58 | von Guest Star

 

Liebe Umblätterer,

warum nehmt Ihr euch nicht einmal Friederike Kempners, der »schlesischen Nachtigall«, an, deretwegen Alfred Kerr seinen Geburtsnamen Kempner änderte, weil sie »die schlechtesten je auf diesem Planeten bekanntgewordenen Verse« geschrieben habe (Wikipedia)?

    Während dort der Wolkensturm
    Über Meer und Länder fährt,
    Pickt ganz leis der Totenwurm –
    Wer ihn wohl das Picken lehrt?

Viele Grüße aus München
Euer Claudio

 

Erzählen

Düsseldorf, 18. April 2012, 17:35 | von Luisa

Im Feuilleton der Samstags-FAZ hat Rainer Hank sehr schön erzählt, welche Erzählungen wirklich zählen und wie ein erfolgreicher Erzähler arbeitet. Der erfolgreiche Erzähler ist PR-Mann und schreibt keine Bücher, sondern Leute. Wirkliche Leute im wirklichen Leben. Ihr Erzähler erfindet, wer sie sind und wie das, was sie tun, zu verstehen ist. Wie alle Erzähler arbeitet er zwar mit Worten, aber am Subjekt, denn das Objektive existiert nicht, alles ist Deutung. Der Erzähler hat gute Arbeit geleistet, wenn seine Erfindungen konsistent sind und der Erfundene sie überzeugend vertritt.

Um dies zu erreichen, muss der Erzähler geheim bleiben. In der FAZ aber gab es nicht nur eine halbe Seite Text über den Geschichten­erfinder Alexander Geiser, sondern auch sein Foto. Das Foto steht farbig und nicht besonders groß auf der Website der Agentur, für die er arbeitet. Schwarz-weiß aufgeblasen auf eine halbe Zeitungsseite wirkt das Gesicht wie eine Maske. »Ihn gibt es nicht« steht darunter. Ziemlich gruselig.

Während ich noch auf das Foto starre, denke ich darüber nach, was für ein Erzähler der FAZ-Redakteur Hank ist. Er hat eine spannende Story erzählt. Er hat Geiser gezeigt, dass er auf Augenhöhe mit ihm ist. Für die Leser, die nicht so genau wissen, wie die Wirtschaft funktioniert, hat er das Entlarvungsspiel gespielt. Und im Einklang mit dem Foto hat er eine fabelhafte Roman- oder Serienfigur geschaffen, die ich gern ein bisschen lesend begleiten würde. Die Seite ist ein Gesamtkunstwerk, eindeutig. Hoffentlich to be continued.
 

Die Cartoonage (3): Gagosian Gallery, Hongkong

sine loco, 17. April 2012, 18:04 | von Maltus


(Klick! Diese Cartoonage vergrößert.)
 

Cartoonage (3): Gagosian Gallery, Hongkong (Vorschaubild)

 

Neues von Novalis

Jena, 16. April 2012, 08:40 | von Montúfar

Novalis bleibt auch im Jahr 2012 für Überraschungen gut. In seiner vor kurzem erschienenen und demnächst als Standardwerk anerkannten Biografie zum Nachtschwärmer Friedrich von Hardenberg zeigt der in Australien lebende Germanist Gerhard Schulz, was Novalis nicht alles noch zu aktuellen Debatten beitragen kann.

Da wären zum Beispiel die Neurosciences: Bei seiner ständigen Suche nach Analogien kam Hardenberg zum Beispiel aufgrund einfacher äußerlicher Übereinstimmungen zu der Erkenntnis: »D[as] Gehirn gleicht den Hoden.« Das steht tatsächlich so da, in der HKA, Band 3, S. 444, bei Schulz wird es auf S. 113f. erwähnt, es ist ein heutzutage natürlich eher fragwürdiger anthropologischer Gedanke, der vom Biografen auch gleich ordnungsgemäß wegsortiert wird.

Auch zu nicht mehr ganz so frischen politischen Ereignissen kann ein Blick in das Leben von Novalis neue Einsichten bringen. Von Harden­bergs wissenschaftlicher Qualifikationsschrift, die dieser einreichte, um in den sächsischen Staatsdienst übernommen zu werden, weiß Schulz folgendes zu berichten:

»Das Kollegium könne nun seine Ernennung befürworten, wenn er erklärte, die Arbeit ohne fremde Hilfe angefertigt zu haben. So streng waren auch damals schon die Bräuche, über die Jahrhun­derte später noch ehrgeizige, aber unvorsichtige Staatsbeamte stolpern konnten.« (S. 271f.)

Schon vor über 200 Jahren haben kleine Landadlige also neben ihrer Abstammung gern noch ein zweites hochangesehenes Standbein in der Wissenschaft gesucht. Eines hat sich dabei nicht geändert. Die bürokratischen Mühlen mahlen immer noch langsam. Das Überprü­fungsverfahren dauerte bei Hardenberg so lang, dass dieser darüber verstarb. Immerhin gilt Hardenbergs Arbeit bis heute als eigenständige wissenschaftliche Leistung.
 

Schiffsmeldungen

München, 14. April 2012, 10:10 | von Guest Star

(Gastbeitrag von cehaem)

Lange Zeit dachte man ja, die Zeitung sei dazu erfunden worden, Dinge aufzuschreiben, die irgendwo in der Welt vorgefallen sind. Mittlerweile wissen wir, dass es auch darum geht, über sich selbst zu berichten.

Ein (letztens beim Aufräumen wiederentdecktes) Schmuckstück in dieser Hinsicht ist die »Chronik 2011« der F.A.Z. vom 24. Dezember 2011, die das Jahr anhand ausgewählter Seite-eins-Abbildungen nacherzählt. Der Eintrag zum bzw. das Titelbild vom 9. Juni (in der »Chronik« auf Seite J8) zeigt, wie Angela Merkel der US-Außenmini­sterin Hillary Clinton eine eingerahmte Titelseite der F.A.Z. vom 15. April als Geschenk überreicht. Diese hatte mit einem Bild der zufällig synchron gespreizten Hände der beiden Politikerinnen aufgemacht, das bei Clintons Berlin-Besuch entstanden war.

Anders gesagt: Die F.A.Z. erinnerte am 24. Dezember daran, dass die F.A.Z. am 9. Juni darüber berichtet hatte, dass Frau Merkel am 8. Juni Frau Clinton gezeigt hatte, dass die F.A.Z. am 15. April darüber berichtet hatte, dass Frau Merkel und Frau Clinton am 14. April ihre Hände irgendwie merkelsch gehalten hatten.

Die Clinton-Merkel-Story scheint erst mal an ihr Ende gekommen zu sein. Am vorletzten Mittwoch, 4. April 2012, war auf Seite eins der F.A.Z. nun immerhin dies zu sehen: Schiffe. Genauer gesagt, drei Schiffsmodelle. Sie stammen aus dem Bestand eines gewissen »Berliner Sammlers Günter Bannas«, der sich mit einem gewissen »einfachen Abgeordneten Peer Steinbrück« getroffen hatte, um ausgiebig über Modellbau und Schifffahrt zu fachsimpeln, wie in derselben Ausgabe auf Seite neun in absolut fabelhafter Anlass­losigkeit nachzulesen ist.

Dass der Hauptstadtbüroleiter der F.A.Z. eine Leidenschaft für Schiffsmodelle besitzt, ebenso wie Herr Steinbrück – ein wunderbares Zusammentreffen, und vielleicht der Beginn einer neuen F.A.Z.-Telenovela? Denn Angelas Hände sind Peers Schiffe, und sollte letzterer erstere tatsächlich im Kanzleramt beerben, ahnen wir schon, mit welcher Ikonografie die Frankfurter Titelredaktion ihn von nun an regelmäßig bedenken wird. Wie auch anders: Das Schachbrett haben sich schließlich schon die Kollegen von der »Zeit« gesichert.