Konstanz, 28. Juni 2007, 19:00 | von Marcuccio
Abbildung: Arbeit macht frei, letzte Woche auf der Kreuzung der Quattro Fontane in Rom.
Eigentlich schade, dass Pop zumindest insoweit fortgeschritten ist, als es die reinen Stilkritiken à la »Wie sehen Sie denn aus?« so nirgends mehr gibt. Nicht einmal Moritz von Uslar, erst kürzlich (Spiegel 23/2007) noch in der ihm eigenen Zuverlässigkeit mit Lang Langs adidas Y-3 beschäftigt, sah es als seine Aufgabe an, Priebkes Turnschuhe (dein Modell, Paco? ;-) mit den Slippern seines Avvocato zu vergleichen.
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Leipzig, 25. Juni 2007, 01:54 | von Paco
Ok, habe nach der FAS dann doch noch den »Spiegel« von morgen durchgezogen. Darin steht ein schlecht geschriebener Vanity-Fair-Totalverriss auf den Seiten 96-98.
Es ist vor allem sehr nervig, dass Markus Brauck, der eigentlich sehr gute Autor des Verrisses, ständig auf dieser »more or less«-Floskel herumreitet. Als das am Ende noch mal kam, als abgehangene Pointe, hab ich die entsprechenden Seiten Oliver-Gehrs-mäßig herausgetrennt und in die Ecke geworfen, wo auch schon der Immobilienteil der FAS herumlag.
Newsflash: Kritik an Denglisch sprechenden Leuten ist sowas von over (hehe). ›Denglisch-Kritiker‹ ist mittlerweile ein weithin bekanntes Synonym für Warmduscher.
So sieht’s aus.
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London, 1. Juni 2007, 15:48 | von Dique
Meine Lieblingsrandglosse »Neulich in meinem Cafe« war leider in den letzten paar FAS Ausgaben nicht so besonders, und der Spiegel ist immer noch oede, schon seit einiger Zeit, das kann doch nicht nur an mir selbst liegen? Im aktuellen ist der Kunstverschiebungsartikel sehr edel, zumindest dieser Kunstsammlerfreak Walter aus dem Saechsischen, schoenes Bild, wie er da in seinem »Museum fuer Morgenlandfahrer« – Museum fuer Morgenlandfahrer, was fuer ein Name, Der Umblaetterer, die offizielle Website fuer Morgenlandfahrer, hehe.
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London, 26. Mai 2007, 10:18 | von Dique
In den Zeitungslaeden deutscher Grossstadt-Bahnhoefe gibt es den »Spiegel« am Sonntagabend offiziell ab 20 Uhr zu kaufen. Obwohl der Spiegel dort schon deutlich frueher eintrifft, wird er keine Sekunde frueher verkauft. Um 19.45 stand ich auf dem Leipziger Hauptbahnhof und fragte nach dem Spiegel. Ich sah den Stapel der Magazine schon hinter der Verkaeuferin auf dem Regal liegen, wurde aber darauf hingewiesen, dass das aktuelle Heft erst in 15 Minuten zu haben sei. Meine Fresse. Ich habe nicht gewartet und ich habe auch nicht gebettelt. 15 Minuten!
Ich habe darueber viel nachgedacht, tue das noch heute. Die haben vernetzte Kassen, denke ich mir. Klar, und wenn die Verkaeuferin das Magazin ueber die Scannerkasse zieht, dann geht es ins Kassensystem, und man kann vielleicht tatsaechlich herausfinden, dass irgendwo, in diesem Fall in Leipzig, eine Zeitungsverkaeuferin einen »Spiegel« 15 Minuten zu frueh verkaufte. Diese Meldung geht sofort nach Hamburg in die »Spiegel«-Zentrale.
Was passiert dann? Am Sonntagabend wohl noch nichts, aber spaetestens am Montagmorgen in der Redaktionssitzung im »Spiegel«-Verlag in Hamburg bringt ein Praktikant dem Herrn Aust verschiedentliche Dokumente. Darunter befinden sich auch die Verkaufslisten der Bahnhofszeitungslaeden. Diese geht Aust dann persoenlich durch, er nennt die Gesamtsumme der illegalen Vorverkaeufe und geht dann jeden einzelnen Posten durch: »Leipzig, 19.45 Uhr, ein Exemplar.« Der Rest ist Standardprozedere, der Filialleiter von »Presse und Buch« erhaelt die Entlassungsurkunde von der »Spiegel«-Redaktion als Vordruck gemailt und braucht sie nur noch zu unterschreiben.
Laut Countdown auf der »Monocle«-Website sollte die erste Ausgabe des Blattes ab 9 Uhr morgens in den Zeitungslaeden in London erhaeltlich sein. Ich war am 15. Februar 2007 bereits um 8 Uhr morgens bei meinem Zeitungsmann und fragte nach »this new magazin called Monocle that is supposed to be coming out today«. Ohne ein Wort drehte er sich um und ging langsam nach hinten in den kleinen Lagerraum. Ueber seine Schulter sah ich auf dem Regal schon einen Stapel Monocles liegen, und er kommt strahlend zurueck, haelt mir das Heft mit beiden Haenden hin und sagt: »The best newsagent, hehh!?«
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London, 19. Mai 2007, 17:12 | von Dique
Der Spiegel kommt hier seit Wochen verspaetet, haben die, have they, wie mein Zeitungsmann sagt, das Datum geaendert, they have changed the date, sagt er immer, mhh, was soll der Quatsch, wer ist »they«, Aust, die Post, Yassin Musharbash, Air Berlin – wenn das Ding in Deutschland ab spaetestens 8 p.m. am Kioskl ist, dann kann ich es doch am naechsten Tag am Kioskl in London erwarten, aber was will man machen, they have changed the date, I hate them!
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