Ode an Claudius Seidl
München, 30. Juli 2026, 10:30 | von Josik2019 ist in der Edition Tiamat ein Band mit ausgewählten Texten von Claudius Seidl erschienen. Dieser Band trägt den Titel: »Die Kunst und das Nichts«. Und den Untertitel: »Nahezu klassisches Feuilleton«.
2024 ist in der Edition Tiamat ein Band mit weiteren ausgewählten Texten von Claudius Seidl erschienen. Dieser Band trägt den Titel: »Anstiftung zum Bürgerkrieg«. Und den Untertitel: »Überwiegend politisches Feuilleton«.
In beiden Bänden wird der Autor jeweils auf Seite 2 kurz vorgestellt. In dem Band von 2019 wird Claudius Seidls Geburtsjahr genannt. In dem Band von 2024 wird Claudius Seidls Geburtsjahr nicht genannt.
In dem Band von 2019 heißt es, Claudius Seidl »schrieb in den Achtzigern vor allem Filmkritiken für die ›Süddeutsche Zeitung‹, dann auch für die ›Zeit‹ und ›Tempo‹«. In dem Band von 2024 entfallen in der Kurzbiographie die 1980er. »Tempo« wird gar nicht mehr erwähnt, auch die »Zeit« kommt an dieser Stelle nicht mehr vor.
In dem Band von 2019 heißt es über Claudius Seidl weiter: »Leitete in den frühen Neunzigern ein kleines Ressort beim ›Spiegel‹«. Fünf Jahre später sind das Leiten, die Kleinheit und das Ressort allesamt verschwunden; mit etwas Understatement heißt es nun: Claudius Seidl »arbeitete in den frühen Neunzigern beim ›Spiegel‹«.
In dem Band von 2019 heißt es weiter: Claudius Seidl »war in den späten Neunzigern stellvertretender Feuilletonchef der ›Süddeutschen Zeitung‹«. Diese Angabe ist identisch mit der Angabe aus dem Band von 2024: Claudius Seidl »war in den späten Neunzigern stellvertretender Feuilletonchef der ›Süddeutschen Zeitung‹«.
Am Ende der Kurzbiographie von 2024 gibt es im Vergleich zum Ende der Kurzbiographie von 2019 noch ein Update und eine leichte Abweichung. In dem Band von 2019 steht, »[s]eit 2001« leite Claudius Seidl das Feuilleton der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. In dem Band von 2024 wird auf eine solch präzise Angabe verzichtet und es heißt nurmehr, »lange Zeit« habe Claudius Seidl das Feuilleton der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« geleitet.
Auf der vierten Umschlagseite des Bandes von 2019 stehen drei Blurbs. Der erste Blurb stammt von Maxim Biller, der zweite von Jörg Thadeusz, der dritte von Carolin Emcke. Maxim Biller vergleicht Claudius Seidl mit Walter Benjamin, Jörg Thadeusz vergleicht Claudius Seidl mit James Brown, Carolin Emcke vergleicht Claudius Seidl mit namentlich nicht genannten »wenige[n] Autoren in Deutschland«. Auf der vierten Umschlagseite des Bandes von 2024 steht überhaupt kein Blurb; stattdessen ein Zitat von Claudius Seidl.
Dieses Zitat beginnt so: »Wenn junge Deutsche sich vorstellen, es habe einst ein glückliches Palästina gegeben, in dem irgendwann böse jüdische Kolonisatoren gelandet seien und den Indigenen das Land und alle Rechte geraubt hätten: Dann haben nicht nur die Schüler versagt, sondern auch ihre Lehrer und Eltern, die von der Gründungsgeschichte Israels schon deshalb möglichst wenig wissen wollen, weil sie so deutlich auf die Verbrechensgeschichte der Deutschen verweist.«
Die Funktion dieses Zitats ist es, Claudius Seidls stilistische Signatur herauszuheben: den Seidlschen Doppelpunkt. Es ist dies kein konventioneller Doppelpunkt, sondern eine bewusst eingesetzte Stilbruchinvertierung, in der Claudius Seidls Methode kongenial komprimiert ist. Alle anderen Journalisten würden an der entsprechenden Stelle ein Komma setzen (nur Marlene Streeruwitz würde unsinnigerweise einen Punkt setzen) und den nachfolgenden Satzteil in Kleinschreibung beginnen, Claudius Seidl hingegen setzt statt eines Kommas einen Doppelpunkt: Damit man Atem holen kann, doch nach dem Doppelpunkt geht der nachfolgende Satzteil in Großschreibung weiter, nach dem Atemholen, nachdem man Claudius Seidls Argumenteabwägungen pro und contra gefolgt ist und man, sich in falscher Sicherheit wiegend, schon kurz wähnte, dass er seinen Gegnern doch in mindestens einem Punkt auch Anerkennung zollt, folgt Claudius Seidls unvergleichlich elegantes Carpetbombing im Namen des Humanismus, das argumentative Fallbeil saust hernieder, Claudius Seidls Gegner müssen sich restlos geschlagen geben, sie können einpacken und nachhause gehen.
Es ist beinahe vollkommen egal, welchen der beiden Bände man wo aufschlägt, auf fast jeder Seite findet sich der Seidlsche Doppelpunkt. Hier ein paar willkürlich ausgewählte Beispiele:
»Wenn Politiker einer Partei, die sich christlich nennt, vom christlichen Abendland sprächen, von christlichen Werten, ja von einem christlichen Wahrheitsanspruch, der sich Kompromisse nicht leisten kann: Dann wäre das nicht nur ihr gutes Recht. Es wäre womöglich auch Anlass für« usw. (2019, S. 29).
»Dass eine Gesellschaft, der man das Ressentiment komplett ausgetrieben oder wegtherapiert hätte, eine sterile Gesellschaft wäre: Das ist vielleicht nur eine Ahnung, ein Gefühl – und wenn man dafür nach Argumenten sucht, empfiehlt es sich« usw. (2019, S. 32).
»Dass der Terror, als er dann herrschte im Hochstift Bamberg, nach denselben Gesetzen funktionierte wie später der terreur unter Robespierre und die Herrschaft Stalins in dessen schrecklichsten Jahren; dass also einer den anderen schon deshalb denunzierte, weil er fürchtete, andernfalls von ihm denunziert zu werden; dass, wer seine Unschuld beteuerte und der Folter eine Weile widerstand, nur als besonders perfider Gegner der herrschenden Verhältnisse wahrgenommen wurde: Das ist, einerseits, vielleicht keine Überraschung. Aber andererseits bleibt es erschreckend, wie die Menschen, wenn der Wahnsinn herrscht, sich ihm lieber unterwerfen, als seine Grundlagen anzuzweifeln« (2019, S. 98).
Manchmal, wenn man besonders viel Glück hat, taucht der Seidlsche Doppelpunkt sogar zweimal direkt hintereinander auf:
»Dass Texte ihren Leser nicht kalt lassen, dass sie ihn berühren und erschüttern: Das sind natürlich, einerseits, die Floskeln, die man braucht, wenn einem die Arbeit am analytischen Gedanken zu mühsam oder auch nicht populär genug ist. Dass es aber bei Rainald Goetz einen sinnlichen Überschuss gibt, eine Leidenschaft, eine Energie, welche die Fesseln analytischer Begriffe jederzeit sprengen kann: Das ist eine Erfahrung, die man« usw. (2019, S. 152).
In dem Band von 2024 findet sich der Seidlsche Doppelpunkt insgesamt sogar noch häufiger als in dem Band von 2019:
»Wer einigermaßen verstehen will, was für politisch interessierte Europäer eigentlich unverständlich ist, warum nämlich arme Amerikaner, die in verwahrlosenden Vorstädten von fettem Fastfood leben, die Raten für ihr Haus kaum zahlen können und sich mit opioidhaltigen Schmerzmitteln darüber trösten, trotzdem bereit sind, einen Mann zum Präsidenten zu wählen, der seine Wohnungen mit Gold tapeziert und in dessen Amtszeit die Reichen reicher geworden sind, die Armen aber nicht: Der sollte, für den Anfang jedenfalls, die politischen Kriterien vergessen, auch wenn das schwerfällt bei Donald Trump, der die Demokratie, die Gewaltenteilung und die freie Presse verachtet und bekämpft« (2024, S. 21).
»Dass diese grammatische Geschlechterkonfusion ihre Ursache im allgemeinen Gendern habe; dass also der Versuch, mit Sternchen, Majuskeln oder Doppelpunkten den Wörtern zwei bis drei Geschlechter zuzuweisen, wo es vorher nur eines gab, die allgemeine Verwirrung gestiftet habe: Das ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil unter den Verwirrten auch solche Leute sind, die sämtliche Zeitungen, Radiosendungen und Hauptseminare, in denen gegendert wird, konsequent zu ignorieren versuchen« (2024, S. 35).
»Wenn Deutsch eine Sprache ist, die selbst Deutschen so schwerfällt, dass es, von den Radionachrichten bis zu den Erklärtafeln im Museum, meistens noch eine Zweitschrift in sogenannter einfacher Sprache geben muss; wenn man, was ja in jeder Hinsicht dringend nötig ist, auch jene ansprechen will, deren Muttersprache nicht das Deutsche ist: Dann muss es doch darum gehen, dass das öffentliche Sprechen, wenn schon nicht einfacher, dann aber klarer, verständlicher und vor allem anschaulicher werde – ein Ziel, welches das genaue Gegenteil der komplizierten sogenannten Inklusionsregeln ist, jener Schreib- und Sprechgebote, die nicht mal jene, die ihnen folgen wollen, so ganz verstehen können« (2024, S. 36).
»Wer absolut nichts für das Sonneberger Wahlergebnis (und die hohen Umfragewerte) kann: Das sind die Menschen, die die AfD gewählt haben (oder angeben, sie wählen zu wollen)« (2024, S. 96).
»Wer jetzt aber am meisten zu befürchten hat: Das sind die Drehbuchautoren, deren Schwäche, ja Verzweiflung sich schon in ihren Argumenten offenbart« (2024, S. 240).
In sehr seltenen Fällen vergisst Claudius Seidl, den Seidlschen Doppelpunkt zu setzen. Beispielsweise hier:
»Dass er gut zurechtkam mit den Inszenierungen und Insignien der Macht, das offenbarte sich spätestens in ›The Apprentice‹, jener Reality-Serie, in der Trump eine vergrößerte und unterhaltsamere Version seiner selbst spielte« (2024, S. 25).
Ich löse solche Fälle mittlerweile recht pragmatisch. Wenn ich bei der Lektüre eines Textes von Claudius Seidl auf einen Satz stoße, in dem er ausnahmsweise vergessen hat, den Seidlschen Doppelpunkt zu setzen, dann streiche ich diesen Satz durch und schreibe ihn noch mal korrekt daneben:
»Dass er gut zurechtkam mit den Inszenierungen und Insignien der Macht: Das offenbarte sich spätestens in ›The Apprentice‹, jener Reality-Serie, in der Trump eine vergrößerte und unterhaltsamere Version seiner selbst spielte.«
Am Ende des Bandes von 2019 gibt es ein Personenregister. Wie jedem Personenregister, so eignet auch diesem eine gewisse Willkür. Es kann in praxi ohnehin nur die Annäherung an das Ideal eines Personenregisters geben, doch ist es niemals möglich, das Ideal eines Personenregisters zu erreichen. Sich dessen bewusst zu sein, reicht für die Wissenschaftlichkeit eines Personenregisters – darauf hat man sich jedenfalls geeinigt – vollkommen aus.
Hier in diesem Personenregister aus dem Band von 2019 steht z. B. einerseits: »Hitler, Adolf 19, 126f, 215«, andererseits: »Stalin 19«. Hitler wird mit Vornamen angeführt, Stalin ohne Vornamen. Das gehört zu jenen Einzelfallentscheidungen, die man bei der Erstellung eines Personenregisters permanent treffen muss und die man in der Regel auch immer gut begründen kann, falls mal jemand danach fragt. Hitler und Stalin gehören ja auch streng genommen nicht in ein Personenregister, sondern in ein Unpersonenregister, aber man will auch nicht allzu viele Register hintereinander haben. Eigentlich stellt mehr als eines schon eine Überforderung dar, deshalb kommen Hitler und Stalin dann eben doch ins Personenregister.
Auf Seite 83 werden in ein und demselben Satz »Tizian, Raffael, Caravaggio oder Feuerbach« erwähnt. Im Personenregister wird zwar »Caravaggio, Michelangelo Merisi da 221« angeführt, Tizian, Raffael und Feuerbach hingegen werden übergangen. Auch dafür wird es Gründe geben, Caravaggio war einfach der Beste.
Was ebenfalls sehr gut ist: »Althen, Michael 14f« wird im Personenregister angeführt. Zwar wird Michael Althen im Gesamtbuch eigentlich nicht nur auf den Seiten 14 und 15, sondern auch auf Seite 107 noch einmal erwähnt, aber in diesem Fall braucht man nicht auch noch die Seite 107 notwendigerweise ins Personenregister reinzutippen, denn dass Michael Althen nicht nur auf den Seiten 14 und 15, sondern auch auf Seite 107 erwähnt wird, merkt man ja schließlich selber, wenn man das Buch liest.
Problematisch sind fiktive Personen. Gehören fiktive Personen in ein Personenregister? Nun, auch das muss man im Einzelfall entscheiden. Hier im Personenregister taucht beispielsweise »Bond, James 105ff« auf. Was man im Personenregister jedoch vergeblich suchen wird, ist das Lemma »M«, für James Bonds Chefin M, die auf Seite 106 erwähnt wird. Gut, hier müsste man vielleicht tatsächlich noch mal beim Verlag nachfragen, wieso »Bond, James« im Personenregister vorkommt, »M« hingegen nicht. Es fehlen im Personenregister ja aber ohnehin die allermeisten der im Gesamtbuch erwähnten fiktiven Figuren. Wahrscheinlich ist es eine gute Idee, in einem Personenregister fiktive Figuren tendenziell wegzulassen. Aber die ein oder andere fiktive Figur, sofern sie sich von ihrem Bekanntheitsgrad her ungefähr auf einem Level mit James Bond bewegt, kann man natürlich schon reintun (und ohnehin ist M nicht ganz so berühmt wie James Bond).
Im Personenregister werden außerdem angeführt, in alphabetischer Reihenfolge: »Atlantic Monthly 106«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung 79, 88, 152«, »Frankfurter Rundschau 119«, »Guardian 220«, »Los Angeles Times 161«, »Merkur 32, 69f, 152«, »Neue Zürcher Zeitung 46«, »New Yorker 34, 118, 220«, »New York Times 220«, »Spiegel 150, 175, 210«, »Süddeutsche Zeitung 13, 150f«, »The Atlantic 100«, »Variety 223«, »Zeit 150f, 216«. Bei jedem anderen Autor wäre es befremdlich, Zeitungen und Zeitschriften als Personen zu bezeichnen und sie ins Personenregister aufzunehmen. Aber für Claudius Seidl sind Zeitungen und Zeitschriften, insbesondere »Atlantic Monthly« und »The Atlantic«, eben gute Freunde. Und gute Freunde sind zweifellos Personen. Nicht ins Personenregister aufgenommen ist etwa die auf Seite 113 erwähnte Tageszeitung »Christian Science Monitor«. Der »Christian Science Monitor« ist kein guter Freund von Claudius Seidl.
Ganz am Ende des Personenregisters ist noch Roberto Bolaños berühmtester Romantitel angeführt: »›2666‹ 118«. In Claudius Seidls Texten werden unzählige Buchtitel erwähnt, aber würdig, ins Personenregister aufgenommen zu werden, sind offensichtlich nur diejenigen Buchtitel, die ausschließlich aus Zahlen bestehen.
In dem Band von 2024 fehlt ein Personenregister. Um diesem fatalen Mangel abzuhelfen, habe ich nun der Einfachheit halber selber eines erstellt. Auch hier waren wieder zahlreiche Einzelfallentscheidungen zu treffen. Auf Seite 55 etwa ist von der »Bildungsstätte Anne Frank« die Rede. Soll man nun »Frank, Anne 55« ins Personenregister aufnehmen? Streng genommen ist ja nicht Anne Frank gemeint, sondern eben die Bildungsstätte. Aber die Bildungsstätte ist nun mal nach Anne Frank benannt, und Anne Frank war eine Person. Also rein damit ins Personenregister.
Auch wenn es sich nicht um ein Namensregister, sondern um ein Personenregister handelt, bietet es sich an, nur jene Personen ins Personenregister aufzunehmen, die namentlich genannt sind. Auf Seite 68 steht: »Bonapartismus«, auf Seite 86 steht: »ein Verschwender von balzacschem Format«, auf Seite 151 steht: »gracekellymäßige Varianten«. Das sind nicht wirklich Grenzfälle, denn Bonaparte, Balzac und Grace Kelly werden eindeutig genannt. Also rein damit ins Personenregister.
Bonaparte aber bitte nicht unter B suchen, sondern unter N, unter N wie »Natürlich«!
Schwieriger wird es auf Seite 147, in einem Text, dessen Erstveröffentlichung im Jahr 2019 stattgefunden hat: »Der Generalsekretär der Vereinten Nationen sagte [bla bla]. Die deutsche Bundeskanzlerin sagt [bla bla]«. Niemand wird bestreiten, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen und die deutsche Bundeskanzlerin Personen sind. Deshalb gehören sie eigentlich ins Personenregister. Nun hat aber auch niemand Lust, nachzuschlagen, wie denn jener UN-Generalsekretär hieß, der damals, 2019, am Ruder war, und wie jene deutsche Bundeskanzlerin hieß, die 2019 am Ruder war. Also doch lieber weglassen.
Richtig blöd sind Markennamen. Auf Seite 230 steht: »ein paar schlichte Bellini-Stühle, ein Pierre-Paulin-Sessel oder die herrlich schwebenden Dieter-Rams-Regale«. Im Prinzip ist dies zwar genauso ein Fall wie die Anne-Frank-Bildungsstätte. Die Stühle sind nach Mario Bellini benannt, der Sessel ist nach Pierre Paulin benannt, die Ramschregale sind nach Dieter Rams benannt. Aber irgendwie sträubt sich das an Claudius Seidls Texten geschulte ästhetische Empfinden dagegen, diese Fälle ebenso zu behandeln wie die Anne-Frank-Bildungsstätte. Also lieber weglassen.
Ähnlich verhält es sich mit dem auf Seite 255 erwähnten »Palais Lobkowitz«.
Die Marke »Alter Fritz« (Seite 13) wird man hoffentlich nicht unter A suchen, sondern unter F.
Ein echter Grenzfall ist Axel Springer. In manchen Texten ist nämlich der Konzern Axel Springer gemeint, in anderen Texten ist aber ganz konkret der Verleger, der Mensch, die Person Axel Springer gemeint. Hier liegt die Lösung auf der Hand. Wenn das Unternehmen gemeint ist: weglassen. Wenn die Person gemeint ist: aufnehmen. Aus genau diesem Grund bleibt übrigens Marco Polo drin. Auf Seite 197 ist von den »Aufzeichnungen Marco Polos« die Rede, also es ist schon der echte Marco Polo gemeint, nicht das Shirt.
Falls noch jemand weitere Fragen zum Personenregister hat, bitte jederzeit gerne.
Im Folgenden also das
Personenregister zu Claudius Seidl: Anstiftung zum Bürgerkrieg, Edition Tiamat: Berlin 2024.
Sollte in diesem Band der »Christian Science Monitor« erwähnt sein, ist er im folgenden Personenregister nicht angeführt.
Abbas, Basel 51
Abendzeitung 37
Abou-Rahme, Ruanne 51
Abu Hamdan, Lawrence 51
Achternbusch, Herbert 65
AD 235
Adorno, Theodor W. 134, 135, 136, 137, 138, 233, 254
Agee, James 242
Aiwanger, Hubert 9, 95
Alaïa, Azzedine 156
Allen, Woody 26
Altmaier, Peter 158
Aly, Götz 186
Amo, Anton Wilhelm 176
Arminius der Cherusker 136
Arnold, Fritz 124
Assad, Baschar al 141
Attia, Kader 51
Avenarius, Ferdinand 233, 234
Baader, Andreas 124
Baerbock, Annalena 14, 19, 20
Bahrani, Ramin 210
Balzac, Honoré de 86, 233, 259
Bär, Dorothee 64
Barrett, Rona 24
Bateman, Justine 240
Baudelaire, Charles 198
Becher, Johannes R. 123
Becker, Ben 109
Beethoven, Ludwig van 86, 87, 249, 250, 251, 252, 254, 255
Belton, Catherine 73
Bendikowski, Tillmann 226
Benjamin, Walter 236
Bennhold, Katrin 70
Biden, Joe 26
Biebricher, Thomas 98
Bild 197, 205, 207
bin Laden, Osama 217
Bismarck, Otto v. 223, 225
Blanchett, Cate 102, 128, 238, 239
Blanquer, Jean-Michel 39
Blome, Nikolaus 179
Bohlen, Dieter 25
Bohrer, Karl Heinz 11, 82, 85, 224
Borchmeyer, Dieter 83
brand eins 142
Brecht, Bertolt 183, 184
Burda, Hubert 202
Burgh, Chris de 196
Campion, Jane 105
Capote, Truman 195
Carter, Jimmy 30
Césaire, Aimé 31, 32, 189
Chapo, El 219
Chirico, Giorgio de 125
Chrupalla, Tino 96, 97
Cicero 194
Clark, Christopher 112, 228
Claussen, Jakob 212
Colomina, Beatriz 231
Costa-Gavras 49
Cruise, Tom 24
Czaja, Sebastian 180
Daumier, Honoré 198
Dieckmann, Friedrich 179
Dietl, Helmut 73, 121, 122, 123, 124, 215
Diller, Barry 101
Dobrindt, Alexander 64, 89
Döpfner, Mathias 16, 17, 19, 202, 203, 204, 205, 206, 207, 208
Driver, Adam 238
Du Bois, W. E. B. 31
Eilat, Galit 55
Elstermeyer, Tanja 79
Elturk, Melanie 150
Enzensberger, Hans Magnus 119
Erdoğan, Recep Tayyip 225
Escobar, Pablo 219
Esken, Saskia 71
Faulkner, William 261
Faust 82
Felbab-Brown, Vanda 218, 219
Ferch, Heino 212
Ferres, Veronica 73
Fichtner, Ullrich 256, 259, 260, 262
Fingscheidt, Nora 105
Finke, Kai 213
Fisser, Christoph 106
Fitzgerald, F. Scott 261
Foucault, Michel 120
Fox, James 168
Frank, Anne 55
Frank, Leonhard 123
Frankenstein, Doktor 259
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 256
Frankfurter Allgemeine Zeitung 179, 206
Frankfurter Rundschau 220
Freud, Sigmund 80
Friedmann, Anneliese 37
Friedrich II. 13, 16, 19, 180, 223
Furtwängler, Maria 202, 212
Furtwängler, Wilhelm 249, 250
Gauland, Alexander 15
Gautier, Théophile 197
George, Stefan 122
Gere, Richard 162
Gerwarth, Robert 32
Gerwig, Greta 241
Gessen, Masha 73, 248
Geyer, Matthias 259
Giffey, Franziska 180, 182, 183, 184
Glotz, Peter 120
Goebbels, Joseph 249, 250
Goethe, Johann Wolfgang v. 82, 83, 86
Göring-Eckardt, Katrin 158
Gottschalk, Thomas 25
Grafe, Frieda 121
Grillo, Beppe 195
Groebner, Valentin 226
Gruber, Monika 7, 191, 192, 193, 194, 195, 196
Grütters, Monika 173
Günther, Franziska 18
Habermas, Jürgen 119
Hadid, Gigi 155
Handler, Ruth 241
Hanusch, Frederic 90
Harrison, Robert Pogue 129, 130, 131
Haussmann, Georges-Eugène 162
Hawes, James 228
Hayek, Salma 239
Heidegger, Martin 233
Helm, Anne 180
Hidalgo, Anne 161
Hindenburg, Paul 19
Hitler, Adolf 19, 111, 125, 249
Höcke, Björn 97, 133, 135, 136, 137, 138, 139, 186
Hofmann, Nico 212
Hofmannsthal, Hugo v. 111
Ho Chi Minh 185
Hollywood Reporter 238
Holofernes, Judith 109
H.O.M.E. 235
Hussein, Saddam 246
Illies, Florian 111, 112
Ingraham, Laura 146
Jarasch, Bettina 180, 183, 184
Jauch, Günther 17, 19
Jay-Z 151
Johansson, Scarlett 104, 105
Joop, Wolfgang 16
Jüdische Allgemeine 177
Kahane, Leon 54
Kahlfeldt, Petra 183
Kandinskij, Wasilij 125
Kant, Immanuel 251
Karl der Große 135
Käßmann, Margot 247
Kean, Leslie 169
Kelly, Grace 151
Kelly, Natasha A. 80
Kennedy, John F. 24
Kessler, Harry Graf 110, 111
King, Stephen 146
Klee, Paul 125
Kleiner, Towje 121
Kling, Anja 109
Klum, Heidi 73
Kohl, Helmut 85
Konrad, Ulrich 251
Koolhaas, Rem 205, 206
Krah, Maximilian 186
Kraus, Peter 73
Kreisky, Bruno 68
Kubin, Alfred 125
Kubrick, Stanley 250
Kunstwart 233
Kunzelmann, Dieter 121
Kupfer, Alexander 198
Lampedusa, Giuseppe Tomasi di 98
Landauer, Gustav 124
Langhans, Rainer 119
Lanz, Markus 88
Laschet, Armin 64, 67
Laserstein, Lotte 16
Lawrence, Jennifer 102
Lebowitz, Fran 210
Lee, Bruce 103
Lemke, Klaus 120
Lenin 123
Leon, Donna 60
Letterman, David 23, 24
Lindner, Christian 147, 148
Linke, Oskar 167
Lobo, Sascha 180
Lodes, Birgit 255
Loren, Sophia 154
Ludendorff, Erich v. 19
Luther, Martin 82, 84, 144
Maher, Bill 187
Mahler, Horst 185
Malinowski, Stephan 32
Mann, Thomas 82, 83, 84, 85, 122, 124, 125, 126, 203, 204, 254
Mao Tse-Tung 185
Marc, Franz 125
Martell, Karl 135
Marx, Karl 86, 136
Maschmeyer, Carsten 25
Mayer, Herr [gemeint ist: Lenin] 123
Mbembe, Achille 29, 32, 175
McBride, Will 122
McCoy, Alfred W. 218, 219
McKay, Adam 105
Melville, Jean-Pierre 162
Mendel, Meron 55
Merkel, Angela 75, 147, 148, 149
Merkur 11, 12
Merz, Friedrich 7, 9, 95
Modiano, Patrick 162
Möllers, Christoph 92
Monaco Franze 215
Monk, Thelonious 254
Monroe, Marilyn 195
Moreno, Juan 256, 259, 261
Moshammer, Rudolph 123
Mozart, Wolfgang Amadeus 86
Mühsam, Erich 123, 124, 125
Müller, Michael 184
Murphy, Anne 239
Napoleon Bonaparte 68, 251
Naumann, Friedrich 208
Ndikung, Bonaventure Soh Bejeng 54, 57, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 188
Nerval, Gérard de 198
Neubauer, Luisa 91
Neue Zürcher Zeitung 9, 11, 94, 142
New Frame 174
New York Times 22, 70, 71, 73, 100, 101, 166
New Yorker 169, 244, 248
Niggemeier, Stefan 63
Obama, Barack 166, 170, 187
Oberender, Thomas 57
Obermaier, Uschi 122, 125
Onfray, Michel 147
Palma, Brain De [gemeint ist: Brian De Palma] 146
Palz, Norbert 77, 80
Parker, Charlie 253
Pastorius, Jaco 204
Patalas, Enno 49, 121
Pechstein, Claudia 95, 98
Pilcher, Rosamunde 59, 62
Plasberg, Frank 25
Plattner, Hasso 17, 18, 19
Playgirl 23
Podesta, John 166
Politkowskaja, Anna 75
Pollock, Jackson 92
Polo, Marco 197
Polt, Gerhard 196
Poniewozik, James 22, 25
Prince 253
Putin, Wladimir 71, 72, 73, 74, 75, 141, 244, 245, 247, 248
Rabehl, Bernd 185
Rainer, Arnulf 92
Rajamouli, S. S. 44
Ramadan, Kida Khodr 110
Rand, Ayn 65
Raz, Udi 78
Reagan, Ronald 26
Reckwitz, Andreas 8, 9, 234, 235
Reichelt, Julian 205
Reid, Harry 166, 170
Relotius, Claas 256, 257, 258, 259, 260, 261
Reventlow, Franziska zu 125
Richter, Peter 233
Riefenstahl, Leni 25
Rilke, Rainer Maria 123
Ringelnatz, Joachim 123
Rogge, Bernhard 228
Rolland, Romain 251
Rothberg, Michael 30, 31, 32, 34
Rothmann [gemeint ist: Rothberg, Michael] 33
Rubio, Marco 166
Saarinen, Eero 232
S! A! U! 120
Schäfer, Peter 33
Scharf, Jan Martin 212
Schäuble, Wolfgang 74
Scheel, Kurt 11
Schiller, Friedrich 84, 251
Schirrmacher, Frank 114
Schlesinger, Patricia 58, 59, 63
Schlingensief, Christoph 61
Schlögel, Karl 186
Schmidt, Eckhart 120
Schmidt, Eric 206, 207
Schmidt, Harald 73
Schöllgen, Gregor 73, 75
Scholz, Olaf 14, 15, 16, 19, 20, 64
Schreiner, Manja 50
Schröder, Gerhard 70, 71, 72, 73, 74, 75
Schröder, Hiltrud [heute: Schwetje, Hiltrud] 73
Schröder-Kim, So-yeon 70
Schüle, Maja 14
Schulz, Charles M. 255
Schütz, Klaus 185
Schweich, Thomas 220
Scorsese, Martin 105, 210
Seehofer, Horst 140
Selenskij, Wolodymyr 195, 247
Sennett, Mack 242
Sesselmann, Robert 96, 97
Shelley, Mary 259
Siegel, Don 168
Sipher, John 74
Slimane, Hedi 156
Sloterdijk, Peter 119, 120
Söder, Markus 64, 65, 66, 67, 68, 140, 192, 193
Sorrentino, Paolo 105
Spacek, Sissy 146
Spacey, Kevin 102
Spiegel 15, 16, 116, 205, 206, 252, 256, 257, 259, 260
Spiegel online 179
Springer, Axel 202, 203
Springer, Friede 16, 202, 208, 209
Staël, Germaine de 83
Stauffenberg, Claus Schenk Graf v. 137
Steinaecker, Thomas v. 255
Stelling, Anke 15
Stockinger, Bernd 123
Stone, Oliver 72
Streep, Meryl 100, 102
Stuckrad-Barre, Benjamin v. 204
Süddeutsche Zeitung 16, 55, 173, 231
Süß, Rahel 90, 92
Swinton, Tilda 128
SZ-Magazin 256
Tagesspiegel 16
Tarantino, Quentin 103
taz 35, 256
Thunberg, Greta 89, 144, 145, 146, 147, 148, 149
Thurn und Taxis, Johannes v. 124
Tichys Einblick 191
Toller, Ernst 123, 124
Traven, B. 124
Trump, Donald 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 148, 170, 195, 225, 249, 257
Trump, Fred 23
Trump, Mary 22, 23
Tschechow, Anton 244
Uljanow, Wladimir Iljitsch 123
Van 255
Vogue 155
Wagenknecht, Sahra 140, 247, 248
Wagner, Richard 252
Wales Bonner, Grace 152, 157
Wallpaper 235
Warhol, Andy 23, 92
Washington Post 170
Webb, Amy 238
Wedekind, Frank 123, 124
Wegner, Kai 49, 180, 183, 184
Weinstein, Harvey 101
Welt 7, 95, 205, 208, 256
Wieland, Christoph Maria 82
Wilhelm, König von Preußen 225
Winehouse, Amy 253
Wondratschek, Wolf 119
Woolrich, Cornell 162
Wright, Robin 128
Zeit 57, 144, 255
Zeit online 16, 256
Zimmerer, Jürgen 32, 33
Zolghadr, Tirdad 78
»1870/71« 226
»1913« 111


Am 30. Juli 2026 um 14:21 Uhr
Wieso Ode an und nicht Ode auf?
Am 30. Juli 2026 um 14:52 Uhr
Darüber haben wir lange nachgedacht.