»Lassen Sie das!«
- Auflistung aller No-Gos aus »Baywatch Berlin«, 2022–2026.
- Transkription so philologisch genau wie möglich.
- Korrekturen, Ergänzungen bitte an Paco, umblaetterer(at)gmail.com.
- Die Timecodes weichen etwas ab, abhängig von der eingespielten Werbung.
- »Diese Rubrik erzählt mehr über Deutschland und seine Mitbürger*innen als so manche Dokumentation.« (JL, 18.10.2024)
- »Warum machen wir das?« (TS) – »Das machen wir eigentlich, um das gesellschaftliche Zusammenleben zu erleichtern.« (JL, 10.10.2025)
- »Ich glaube, wir müssen da irgendwann mal ein Buch draus machen.« (KHL, 12.08.2022)
Inhalt
22.07.2022 Ausrufung der Rubrik
29.07.2022 Streifenpolizist, Tierarzthelferin, Urologe
05.08.2022 Restaurant, Eiskauf
12.08.2022 Rollstuhlfahrer, Italienurlaub
19.08.2022 Moderatoren am Set, Berufssoldat
26.08.2022 DJ
02.09.2022 Internetforen
09.09.2022 Lieferservice
30.09.2022 23-jährige Büroangestellte
07.10.2022 Flugbegleiterin
04.10.2024 Wiederbelebung der Rubrik
18.10.2024 Physiotherapeutin
25.10.2024 Flugbegleiterin
10.10.2025 Apothekerin
28.11.2025 Security-Mitarbeiter
22.07.2022: Der Shampoo-Gigolo
(ab ca. 00:37:20)
Ausrufung der Rubrik »Lassen Sie das!«
- »Es macht mich sicherer im Alltag, wenn ich aus verschiedenen Berufsgruppen weiß, was die jeweiligen No-Gos sind.« (Thomas Schmitt)
- »Wir wollen klare Regeln, am besten 10 Regeln […], 10 Sachen […], wo keiner aus der jeweiligen Berufsgruppe Bock drauf hat.« (Klaas Heufer-Umlauf)
29.07.2022: Zerurlaubt in der Gala (feat. Joko Winterscheidt)
ab ca. 00:48:15
No-Gos aus dem Alltag eines Streifenpolizisten
- »Bürger teilt im Rahmen der Unfallaufnahme oder Sachverhaltsaufnahme mit, dass er einen Cousin, Onkel, Vetter dritten Grades habe, der auch bei der Polizei ist«
- »Bürger teilt im gleichen Szenario mit, dass er früher auch mal zur Polizei wollte«
- »Bürger witzelt bei Erblicken der Polizei, dass er es nicht gewesen sei, und reißt die Arme nach oben«
- »Bürger zeigt im gleichen Szenario wie zuvor auf seinen Begleiter und ruft dem Beamten zu, dass er es gewesen sei und er festgenommen werden soll«
- »Bürger fährt bei einer Straßensperrung bis ganz nach vorne zum sperrenden Beamten und fragt diesen, ob man hier etwa nicht durchfahren dürfe«
- »Bürger tritt im Suff an den Streifenpolizisten heran, macht auf Kumpel und verwickelt ihn in ein Suffgespräch«
- »heranwachsender Autofahrer lässt bei Erblicken der am Straßenrand stehenden Beamten sein Fahrzeug aufheulen«
- »Bürger zeigt den Beamten bei 35 Grad auf dessen Schutzweste und fragt, ob man darunter nicht warm habe«
- »Verkehrsteilnehmer verliert bei Erblicken des Blaulichts sämtliche motorische Funktionen und bleibt mitten auf der Fahrbahn stehen«
- »Bürger weist bei Anruf auf der Dienststelle den telefonierenden Beamten an, was die Polizei zur Lösung des Problems des Bürgers zu tun habe«
ab ca. 00:52:09
No-Gos aus Sicht einer Tierarzthelferin (Ronja)
- »die Antwort auf die Frage nach dem Nachnamen bei der Anmeldung; dann sagen die Leute meistens immer: ›meinen oder der von dem Hund?‹«
- »Tierbesitzer*innen, die die verordneten Medikamente nur ab und zu geben, weil es kann ja nicht gut sein, dem Tier so viel unnatürliches Gift zu geben; aber sie sagt, wenn dein Hund Diabetes hat, macht das schon Sinn, dass der täglich Insulin kriegt und nicht nur ab und zu«
- »Besitzer*innen, die anrufen und in einem Wasserfall an Erzählungen immer nur ihren Chico erwähnen, aber man kommt überhaupt nicht dazwischen, um mal zu fragen, um welches Tier es überhaupt geht; der Chico, der Chico, aber man weiß nicht, ist es ein Hamster oder ein Pferd?«
- »Besitzer*innen, die die Tierarzthelferin am Telefon oder bei der Anmeldung, also ihren Job total herabwürdigend behandeln; aber wenn sie dann kommen und mit der Tierärztin im Sprechzimmer sind, immer ganz lieb immer sagen, ja, Frau Doktor, natürlich, Frau Doktor«
- »Besitzer*innen von Hunden und Tieren, die nicht Bescheid sagen, wenn das Tier ins Wartezimmer gekackt hat und probieren, das praktisch zu verheimelichen […] oder sich dann weigern, das wegzumachen«
- »dann gibt es welche, die Freitagabend fünf Minuten vor Sprechstundenende aufschlagen, weil der Hund seit einer Woche Durchfall hat und man jetzt schon gerne noch ein Röntgen- oder Blutbild machen lassen würde«
- »dann gibt es Katzenbesitzer*innen, die sich wundern, dass sie von ihrer ausflippenden Katze gebissen werden, von der sie nicht die Finger lassen können, während der oder die Helferin mit Schweißerhandschuh versucht, bei der Blutabnahme zu assistieren«
- »dann gibt’s noch welche, die Tabletten bestellen und auf die Frage, welche sie denn bräuchten, nur antworten: ›na die kleinen weißen«
- »Besitzer*innen, die den Vorgang des Fiebermessens im Hintern ihres Tieres mit ›ja, das magst du nicht, ich weiß, das mag die Mami auch nicht‹ kommentieren«
- »wenn Besitzer*innen schon vorgegoogelt haben, was ihr Tier hat und eh schon wissen, wie man es behandeln muss«
ab ca. 00:55:22
No-Gos beim Urologen (Teaser)
- »nennen Sie Ihren Penis nicht ›mein kleiner Kamerad‹ oder ›kleiner Mann‹«
- »verzichten Sie darauf, Urinproben in halb ausgewaschenen Nutella- oder Marmeladengläsern mitzubringen«
05.08.2022: Das Wut-Kotelett von der Costa Smeralda
ab ca. 00:56:02
No-Gos als Gast im Restaurant (Elias)
- »schnipsen, um auf sich aufmerksam zu machen; nicht wundern, wenn wir Kellner sie bewusst ignorieren, wenn sie sowas tun«
- »uns Kellner anhalten, wenn wir ein Tablett oder Teller in der Hand haben, um noch eine Kleinigkeit zu bestellen; warten, bis der Kellner seine Hände frei hat, um sich ihren Wunsch aufzuschreiben«
- »unterlassen Sie es, den Kellner nach 15 Minuten zu fragen, wo denn das Essen bleibt; vor allem nicht aus der Ferne auf die Uhr zeigen und das Fehlen des Essens gestikulieren; […] bei einem vollen Lokal ist eine Wartezeit von 30 bis 40 Minuten nicht unüblich«
- [fehlt]
- »uns mit ›Meister‹ ansprechen«
- »Trinkgeld über die Karte zahlen wollen; wir wissen, es ist nett gemeint, aber es landet auf dem Geschäftskonto, der Chef weiß nicht, wie viel vom eingezahlten Trinkgeld ist, und darüber hinaus wird das Trinkgeld versteuert; lieber bar auf die Kralle oder gar nicht«
- »wenn Sie in einem griechischen, italienischen oder in irgendeinem anderen Restaurant fremdländischer Küche sind […], unterlassen Sie es, die Kellner mit ihren drei, vier Wörtern der jeweiligen Sprache zu nerven; wir sind höflich und loben Sie für Ihr buongiorno und Ihr καλημέρα, aber innerlich wollen wir Sie erwürgen«
- »wegen paar Pommes und drei Krümel Fleisch müssen Sie sich Ihr Essen nicht einpacken lassen«
- »eigene Getränke mitbringen, sollte eigentlich selbstverständlich sein«
- »nicht einfach hinsetzen, wenn Sie keine Reservierung haben; auf den Kellner warten und fragen, ob noch Platz ist; das Fehlen eines ›Reserviert‹-Schildes ist kein Argument«
ab ca. 01:02:35
No-Gos beim Eiskauf
- »ganz wichtig ist es, dass man, bevor man mit der Bestellung, also der Sorten anfängt, sagt, ob man es in einem Hörnchen oder im Becher haben will«
- »nicht über die Vitrine legen und auf die Eissorten direkt zeigen; es ist mit Absicht eine Glasscheibe da«
- »dann wollen die Eisverkäufer*innen nicht gefragt werden, welche Sorte lecker ist; das hassen die richtig wie die Pest«
- »man soll die italienischen Sorten nicht so aussprechen, so ultra-italienisch, weil es macht die todesaggressiv; wenn man da sagt so, ich hätte gern einmal Pfefferminz und einmal Stra–ccia–tel–la, da flippen die aus«
- »als letztes bittet sie darum, den Witz nicht zu machen: ›gibt es hier auch warmes Eis?‹«
12.08.2022: Bumspromis mit Hungerast
ab ca. 00:31:53
No-Gos bei Rollstuhlfahrern
- »nicht ungefragt schieben«
- »nicht der Begleitung danken, dass sie sich um mich kümmert«
- »auf Festivals nicht antatschen wie ein Glücksbärchen«
- »keine dummen Fragen, wenn man sich nicht kennt, z. B. ›kannst du noch Sex haben?‹«
- »alte Bekannte sollten einen nicht ignorieren, weil sie unsicher sind, man ist ja noch Derselbe wie vorher, man kann also Hallo sagen«
- »wenn man offensichtlich Probleme hat, dann darf man durchaus fragen, ob man helfen kann«
- »wir können meistens normal reden, verstehen und antworten; man muss nicht die Begleitung fragen, wie es mir geht«
- »Behindertenparkplätze und Behindertentoiletten nutzen, bitte nicht; es gibt sehr wenige und gerade bei den Toiletten gibt es noch weniger und es ist oft sehr eilig«
ab ca. 00:39:20
No-Gos im Italienurlaub (Ori)
- »keinen Espresso bestellen, sondern einfach einen […] caffè; […] damit verbunden, bitte keine Beschwerden darüber, dass das nur so eine kleine Pfütze ist; das muss so, alles andere wird als gefärbtes Wasser bezeichnet; wenn man solches will, bitte einen caffè lungo bestellen, ist dann aber auch nur eine Espressotasse mit einer etwas größeren Pfütze«
- »nackt baden oder nackt am Strand liegen ist ein absolutes Tabu in Italien; das höchste der Gefühle ist oben ohne für Frauen, aber selbst das ist nicht überall gern gesehen«
- »bitte nicht über die Fahrweise der Italiener*innen beschweren; das hat sein System und funktioniert alles wunderbar, auch ohne die Almanhinweise; jedes Hupen hat seinen Sinn; jeder rechnet mit allem beim Fahren und jeder hat Reflexe wie ein Chamäleon«
- »nach zwölf Uhr mittags ein Cappuccino bestellen, macht man nicht«
- »zwischen den Mahlzeiten essen; in Italien gibt’s feste Zeiten zum Essen, mittags zwischen eins und zwei und abends zwischen acht und zehn, dazwischen gibt es höchstens mal einen Snack, also nicht wundern und vor allem nicht beschweren, wenn die Pizzeria um 17 Uhr zu hat«
- »tagsüber kein Bier in der Öffentlichkeit trinken, außer zum Mittagessen, das ist okay; eine gute Gelegenheit zum Daydrinking ist der Aperitivo, circa eine Stunde vor den oben genannten Mahlzeiten«
- »kein Wein zu Pizza trinken, zu Pizza trinkt man Bier, Cola oder Wasser, sonst nichts«
- »in Bekleidung durch die Stadt laufen, nicht in Badebekleidung«
- »bitte keine Beschwerden, dass es kein deutsches Frühstück im Hotel oder Café gibt; Frühstück hat in Italien nicht so einen hohen Stellenwert wie in Deutschland und es gibt nur einen mit Caffè oder Cappuchino mit Keksen oder einem Cornetto (Croissant); beim Gedanken, am Morgen ein Wurst- oder Käsebrot oder ein Ei zu essen, dreht sich Italienier*innen der Magen um«
- »gehen Freunde in Italien gemeinsam etwas essen oder trinken, wird sich immer darum gestritten, wer zahlen darf, und es gehört sich nicht schnell nachzugeben; wenn geteilt wird, weil es zum Beispiel eine größere Gruppe ist, wird der Betrag gleichmäßig aufgeteilt und fertig«
19.08.2022: Grand Theft Blümchen-Crocs
ab ca. 00:32:55
No-Gos für Moderatoren auf Drehs für Film und Fernsehen (ungenannte TV-Redakteurin)
- »unvorbereitet zum Dreh kommen, ich schick ja das Treatment nicht zum Spaß«
- »genervt sein beim Schnibis-Filmen; Schnibis sind Schnittbilder, ist eine Notwendigkeit, gerade bei TV-Beiträgen«
- »in der Totale bei Gesprächen irgendwas anderes reden als davor, das kann man nicht verwenden im Schnitt«
- »drei Stunden vor Drehschluss anfangen zu fragen: ›wann sind wir endlich fertig?‹«
- »spontan sagen ›das brauchen wir eh nicht‹, der Redakteur hat einen Plan, welche Bilder und Sätze er für den Beitrag braucht«
- »in Drehpausen am Handy hängen, wenn der oder die Redakteurin die nächsten Drehelemente besprechen wollen«
- »der Satz: ›also was soll ich jetzt nochmal sagen?‹«
- »›das ist ja blöd, wer hat das denn recherchiert?‹ – und dann steht hier nur dabei: ›ich, immer ich‹«
ab ca. 00:45:14
No-Go bei Berufssoldaten
- »was er sich von seinen Kunden wünscht, ist, dass sie nicht auf ihn schießen, das sollen die lassen, dann ist er schon glücklich«
26.08.2022: Der Wumbo vom Knobelbecher
ab ca. 00:48:11
No-Gos bei DJs? (Thomas)
- »hinters DJ-Pult kommen, um ein Selfie zu machen«
- »den DJ fragen, ein Lied direkt noch mal zu spielen, weil man gerade rauchen war«
- »in einen Club kommen und, bevor man was zum Trinken bestellt hat, direkt zum DJ laufen, sich etwas wünschen«
- »Lieder wünschen mit dem Kommentar ›wenn du das spielst, gehen alle ab‹; oder: ›wenn du das spielst, gewinne ich eine Wette‹; oder: ›wenn du das spielst, bekomm ich eine Alte rum‹«
- »wenn man sich etwas wünscht, dann sagt einfach einen Titel und einen Interpreten; Wünsche wie: ›spiel mal was, wo alle abgehen‹ oder ›spiel mal was Cooles‹ oder ›was hast du denn so für Lieder?‹ bringen uns nicht weiter«
- »den DJ fragen, ob er Drogen dabei hat«
- »beim DJ Getränke bestellen«
- »den DJ fragen, ob man seine Jacke, Handtasche etc. bei ihm abgeben kann«
- »dem DJ erklären, dass man selber DJ ist und ob man für eine halbe Stunde auflegen könnte«
- »den DJ fragen, ob man sein Handy am Mischpult anschließen kann, weil da ein geiles Lied drauf ist«
02.09.2022: »Isch hab den Thomas fallen lassen!«
ab ca. 01:01:01
No-Gos in Internetforen
- »ich ekel mich, während ich den Satz lese, den man da immer wieder in diversen Foren, in den Untiefen des Internets findet; der eine [Satz]: ›der hat sich eine Kaffeemaschine auf dem großen Fluss geangelt‹« (gemeint: Amazon)
- »hier die zweite Redewendung, die euch zum Kotzen bringt, die ist sogar ein bisschen geläufiger; […] zum Beispiel: ›eine Kaffeemühle, die habe ich in der Bucht geschossen‹« (gemeint: eBay)
09.09.2022: AUF DER FLUCHT! (vor Böhmis Asis)
ab ca. 00:46:11
No-Gos beim Lieferservice
- »in Unterhose die Tür öffnen, leider nur ein Männerproblem; Boxershots sind noch okay, aber Speedoschlüpfer sind eine Zumutung«
- »kein Trinkgeld geben, […] weil der Ausfahrer ja nicht die Pizza backt«
- »bei Regen sich zu lange Zeit lassen, um die Tür zu öffnen«
- »betrifft vor allen Dingen Einfamilienhäuser: Außenbeleuchtung nicht anmachen, wenn es dunkel ist, da man sonst die Hausnummer nicht erkennen kann«
- »keine Hausnummer am Gebäude«
- »immer wieder Dad-Jokes, […] hier gibt es den Witz, der Fahrerinnen und Fahrern von Pizza oder Lieferservices oft ans Ohr getackert wird […]: die Wärmebox doch wieder mitnehmen, die Wärmebox hat man ja nicht bestellt«
- »Tür öffnen, ohne über die Sprecheinrichtung zu sagen, welchen Stock«
- »uns Fahrer anschreien, weil die Bestellung hat zu lang gedauert«
- »Fahrer in ein zu langes Gespräch verwickeln wollen«
- »uns in die Wohnung bitten und das Essen wie ein Kellner den Leuten am Tisch zu servieren«
30.09.2022: Die Heufer-Umlauf-Notfallsätze
ab ca. 00:52:41
No-Gos für Ü40-Kollegen gegenüber einer 23-jährigen Büroangestellten
- »die Frage: ›uhh, hast du heute noch ein Date?‹, muss nicht sein, nur weil man gut angezogen ist«
- »bitte behandelt einen nicht so, als hätte man ein ernsthaftes Alkoholproblem, nur weil man ein Wochenende noch gern feiern geht«
- »man muss am Vorabend nicht die gottlosesten Dinge getan haben, nur weil man müde aussieht«
- »einem zu sagen, dass man sich nicht immer schminken muss, weil man auch natürlich schön aussieht«
- »die Frage: ›bist du krank? du siehst sehr fertig aus‹, wenn man dann ungeschminkt kommt«
- »ja, ich bin Single, ja, da gibt es einen Kollegen in meinem Alter, nein, da läuft nichts zwischen uns, nur weil wir uns am Gang unterhalten haben«
- »bei technischen Problemen muss man nicht zwangsweise immer eine jüngere Person nach der Lösung fragen, man kann das Programm auch einfach selber schließen und neu starten«
07.10.2022: Leichensammler Schmitt
ab ca. 00:48:27
No-Gos bei Flugbegleiterinnen
- »drückt uns keinen Müll in die Hände, versteckt ihn unter dem Sitz oder sonst wo; [man] glaubt nicht, was Leute uns vor der Landung beim Aussteigen alles in die Hände drücken wollen und meinen, sie täten uns damit einen Gefallen; wir müssen den Flieger nicht reinigen; erst recht keine benutzten Kotztüten«
- »benutzt nicht den Rufknopf für eine Cola, […] kommt in die Küche für eure Getränkewünsche, […] haut danach aber auch bitte direkt ab, weil wir hassen Smalltalk; entweder existenzielle Gespräche oder Schnauze«
- »geht auf Toilette bevor oder nachdem wir mit den Trolleys durch sind; purer Hass, wenn ich den schweren Trolley zigmal vor- und zurückschieben muss, damit Leute vorbeikommen«
- »fragt uns an Bord niemals nach Anschlussflügen oder ob euer Gepäck beladen ist; wir lügen euch eh nur an, damit ihr nicht hysterisch werdet«
- »bedenkt beim Touchscreen, dass deine In-Seat-Videomonitore die Rückenlehne deines Vordermanns sind; bei jedem heftigen Drücken des Touchscreens sorgst du bei ihm für ein Schädel-Hirn-Trauma; oft entstehen so Bad Vibes, die dann an uns ausgelassen werden«
- »Herrgott, bleibt nach der Landung verdammt nochmal sitzen; die Fluggastbrücke muss noch rangefahren werden, die Tür muss geöffnet werden, du sitzt in der letzten Reihe, was ist dein Endgame hier?«
- »auf einer sehr kurzen Strecke, zum Beispiel Frankfurt–München, mehr als ein Getränk bestellen: Tomatensaft, Sekt, really? du hältst nur den Betrieb auf und gleich landen wir schon«
- »am unhöflichsten, wenn wir beim Service beim Gast mit den Kopfhörern im Ohr stehen, der uns mit den Fingern deutet, zu warten, bis er schnell den Pause-Button für seinen Film gefunden hat; nimm doch kurz die Kopfhörer raus, das Getränk und Essen entgegen und spul gleich die verpasste Szene zurück«
- »Flugzeuge sind in 33.000 Fuß Höhe arschkalt; egal, ob du in 40-Grad-Dubai oder sonst wo einsteigst, tragt warme Sachen an Bord, extra Kissen und Decken sind begrenzt«
- »bitte fühlt euch wohl, aber nicht so wohl, dass ihr euch die Zehennägel in der Kabine klippt, Pickel in der Küche ausdrückt, mit nackten Füßen die Flugzeugeinrichtung streichelt oder den Monitor-Touchscreen betätigt; seid einfach nicht eklig«
04.10.2024: Erst das T-Shirt, dann die Hose!
ab ca. 00:57:20
Wiederbelebung der Rubrik »Lassen Sie das!«
- »Lassen Sie das!« war eigentlich gedacht für Menschen, die einen Beruf haben, der meistens mit Kunden oder mit Menschenkontakt zu tun hat, und wo es darum geht, dass es eine spezielle Etikette gibt, die definiert wird aus dem Beruf, also aus der Perspektive desjenigen, der den Beruf ausführt. Das heißt, bei einem Kellner oder bei einer Stewardess oder bei einem Steward, Flugbegleiter, Flugbegleiterin, da gibt es ein gewisses Regelwerk an Wünschen, die sie hätten an Kundinnen und Kunden im direkten Umgang oder in der Ausübung ihres eigenen Jobs. Dabei geht es nicht darum, sozusagen eigentlich einfach seine Kunden zu hassen und zu sagen, wie scheiße die alle sind sozusagen und so deutsch da irgendwelche Kleingärtnerregeln aufzustellen.« (Klaas Heufer-Umlauf)
18.10.2024: Grenzerfahrung im Nacktbereich
ab ca. 01:05:32
No-Gos bei einer Physiotherapeutin (Kirsten)
- »in manchen Praxen werden Patient*innen gebeten, ein eigenes Handtuch als Unterlage mitzubringen; wenn man 1,95 Meter groß ist, reicht ein Gästehandtuch nicht aus«
- »zu viel Parfüm im Halsbereich auflegen; manche Düfte hat man selbst nach häufigen Händewaschen abends immer noch an den Händen«
- »Kleidung/Schmuck anziehen, für die man sehr lange zum An- und Ausziehen braucht«
- »direkt bei der Terminvergabe zu sagen, dass man von einem Mann behandelt werden möchte, weil die einfach besser zupacken können«
- »Haustiere mitbringen, […] eine Patientin hatte mal ihre Taube in einem zum Käfig umfunktionierenden Tornister dabei, ihr Name war Kilian«
- »bei schönem sonnigen Wetter die fünf Kilometer zur Praxis endlich mal radeln und sich dann entschuldigen, dass man doch ganz schön ins Schwitzen gekommen ist«
- »fragen, ob einem abends nicht die Hände wehtun oder ungefragt in den Bizeps greifen, um zu prüfen, wie stark man ist«
- »sagen, dass man die Rückenschmerzen schon sehr lange hat und weiß, dass eine Massage immer besser getan hat als funktionelles Training«
- »Termine in die Mittagspause legen und dann fragen, ob man nebenher seine Quinoa-Bowl essen kann; […] ich behandle dann konsequent in Bauchlage, durch das Guckloch hat sich noch niemand getraut zu essen«
Zusatz von Kirsten: »Natürlich ist es manchen Patient*innen aufgrund ihrer Erkrankung oder Einschränkung nicht möglich, Hygienemaßnahmen oder ähnliches durchzuführen.«
25.10.2024: Was Gott so geknetet hat
ab ca. 01:15:49
No-Gos bei Flugbegleiterinnen
- »barfuß in der Kabine und in der Bordküche rumlaufen«
- »der Flugbegleiterin/dem Flugbegleiter Müll in die Hand drücken, während er*sie gerade die Kabine auf die Landung vorbereitet«
- »auf dem Flug sagen, dass man den Flugbegleiter, die Flugbegleiterin gestern am Strand noch gesehen hat, weil auf Langstreckenflügen kommt es so häufiger vor, dass Gäste und Flugbegleiter auch im selben Hotel vorher waren; aber dann wollen die Flugbegleiter offenbar lieber ihre Privatsphäre haben und da ein distanziertes Verhältnis bewahren«
- »auf die Frage, wie man seinen Kaffee möchte, ›blond und süß, so wie Sie‹ antworten«
- »auf die Frage, ob man was trinken möchte, ›was sind meine Optionen?‹ antworten; weil […] man hat diesen Wagen, […] alles, was es gibt, ist da oben drauf, das sieht man, und dann braucht man nicht fragen ›was sind meine Optionen?‹«
- »beim Ein- und Aussteigen nicht grüßen oder verabschieden oder wenigstens kurz lächeln; das ist Minimum«
- »volle Kotztüte in die Hand drücken«
10.10.2025: Ist der Prominente flutschig?
ab ca. 00:23:03
No-Gos bei Apothekerinnen (Franzi)
- »bei der Übergabe des Rezepts den Finger vorher ablecken, um es auseinander zu falten«
- »uns ins Gesicht husten«
- »mit der Hand den Tropfen von der Nase wischen und dann mit besagter Hand das Geld aus dem Portemonnaie an uns übergeben«
- »sagen, und das haben wir schon angesprochen, ›ich möchte nicht die ganze Apotheke kaufen‹«
- »auf die Frage, ob man sonst noch etwas für das Gegenüber tun könnte, antworten: ›nichts, was Sie mir erfüllen könnten, Zwinker, Zwinker‹«
- »das völlig blutige Blutzuckermessgerät mitbringen und fragen, ob man da mal eben die Batterie wechseln könnte«
- »Wunden, Ausschläge oder sonstiges unter der Brust, am Hodensack auf Fotos zeigen«
28.11.2025: Werner Machete, der Abgetastete
ab ca. 00:57:38
Wie verhält man sich gegenüber Security-Mitarbeitern?
- »beim Vorzeigen eines digitalen Tickets die Sicherheitskraft fragen, wie man sein eigenes Gerät bedient; also das habe ich auch schon super oft gesehen im Stadion, dass dann irgendwie so ein Opa da so sein Gerät rausholt, ›ja, wie geht das?‹«
- »mit erhobenen Armen durch Ticketkontrollen-Drehkreuze laufen und sowas rufen wie ›piep!‹«
- »beim Abtasten als männliche Person fragen, ob man nicht auch von einer weiblichen Kollegin abgetastet werden kann«
- »während oder kurz vor dem Abtastvorgang Gürtel oder Hosenstelle öffnen, um dann so anzudeuten, da muss ich auch kontrolliert werden«
- »Riesendiskussionen anfangen über Taschengrößen; […] eine riesen Terz machen und dann noch da so zusammenknautschen, drücken und sagen ›das passt doch‹ und so; nein, es passt nicht, es sind diese Maße und fertig«
- »sämtliche unlustigen Witze in Bezug auf verbotene Gegenstände wie Bomben, Messer, Schusswaffen sind ausdrücklich zu unterlassen; kein ›ich habe meine Bombe zu Hause gelassen‹, kein ›Werner, hast du deine Machete versteckt?‹, […] und auch kein Peng-Peng-Gerufe oder Knaller-Geräusche«
- »dann nächsten Punkt, lassen wir aus«
- »Gegenstände am Einlass zurücklassen und davon ausgehen, die Sicherheitskräfte würden darauf aufpassen«
- »Fragen, die nichts mit der Veranstaltung zu tun haben, stellen und erwarten, dass man sich als Sicherheitskraft umfassend über alles informiert hätte, was auch nur im Entfernsten mit der Stadt zu tun hat, in der man arbeitet, und dann verdutzt gucken, wenn man keine Antwort bekommt, ›nein, ich kann Ihnen nicht sagen, wann Ihr Anschlusszug in eine 200 Kilometer entfernte Stadt am Hauptbahnhof kommt, ich kümmere mich hier um die Sicherheit‹«

