»Leipzig ist längst tot«

Konstanz, 3. August 2007, 13:03 | von Marcuccio

Und ich frage mich: War Juli Zeh literarisch je lebendig? Aber auf die Tagline, die der Konstanzer »Südkurier« aus der seit gestern 15:45 Uhr über den Ticker laufenden Meldung gemacht hat, bin ich natürlich trotzdem reingefallen. Interessant ist doch mal der letzte Satz. Wenn Juli Zehs neuer Roman tatsächlich am 12. 8. erscheint, kann das ja nur heißen, dass ihr Durchbruch im Bahnhofsbuchhandel unmittelbar bevorsteht. Wo sonst sollte man am Sonntag, dem 12. 8., Juli-Zeh-Bücher kaufen können, geschweige wollen?

3 Reaktionen zu “»Leipzig ist längst tot«”

  1. Cobalt

    hervorragend

  2. Paco

    Großartig, so ein Bull, die LVZ von heute bringt ja live-exklusiv das Großinterview mit Juli Zeh, da sagt sie, sie ziehe jetzt in »ein Dorf in Brandenburg. Wo es keine Straßen gibt, sondern erweiterte Feldwege, kein Internet, eigentlich gar keine Infrastruktur.«

    Dort ist es dann sicher literarisch untot, und wehe, das nächste Buch wird nicht besser als Karen Duves »Regenroman«!

    In dem Zwiegespräch mit Peter Korfmacher sagt sie auch: »Es ist eine Art kreativen Ausblutens der Stadt zu beobachten.« Begründung: »Die meisten meiner Freunde und Bekannten sind weg. Nach Berlin oder aufs Land.« – Auf so eine Schlussfolgerung muss man erst mal kommen, hehe.

    Und natürlich überbewertet die LVZ-Headline komplett den spontanen Juli-Zeh-Satz, aber er ist eben tickerfähig und erreicht so eben auch den »Südkurier«. Insofern: Gute Arbeit!

  3. gelblog » Literarisch war Leipzig nie lebendiger als seine Autoren: Leipzigs Sommerlochskandal um Juli Zehs groß angekündigten Weggang

    […] nicht klar. Am zwölften August startet vielleicht ihr großer Durchbruch im Bahnhofsbuchhandel, weiß Marcuccio, denn der in der LVZ angegebene Erscheinungstag ihres Buches ist ein Sonntag. Welche […]

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