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	<title>Der Umblätterer</title>
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	<description>In der Halbwelt des Feuilletons.</description>
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		<title>F&#228;uleton</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 18:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[FAS]]></category>

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		<description><![CDATA[An Schrecklichkeit, ich wiederhole: SCHRECKLICHKEIT, nicht zu &#252;berbieten ist das Hinschreiben des Wortes: »F&#246;jetong«. Was in dieser Schreibweise mitgeschwemmt kommt, sind die furchtbarsten Abfallprodukte menschlicher Kultur seit den H&#246;hlenmalereien von Altamira.
Eine ganz andere Variante haben vor ein paar Jahren die Absoluten Beginner ins Spiel gebracht, namentlich Denyo, der Rapper der Enterbten. In der FAS vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Schrecklichkeit, ich wiederhole: SCHRECKLICHKEIT, nicht zu &#252;berbieten ist das Hinschreiben des Wortes: »F&#246;jetong«. Was in dieser Schreibweise mitgeschwemmt kommt, sind die furchtbarsten Abfallprodukte menschlicher Kultur seit den H&#246;hlenmalereien von Altamira.</p>
<p>Eine ganz andere Variante haben vor ein paar Jahren die Absoluten Beginner ins Spiel gebracht, namentlich Denyo, der Rapper der Enterbten. In der <strong>FAS</strong> vom <strong>23. Juli 2003</strong> (S. 22) hat Johanna Adorján im, genau: Feuilleton ein Interview mit den Beginnern gef&#252;hrt, in dem es hei&#223;t:</p>
<blockquote><p><small><b>FAS:</b> Die erste Single der neuen Platte, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ej9VXm38VYw">»F&#228;ule«</a>, ist schon in den Charts. Was bedeutet das eigentlich: F&#228;ule?</p>
<p><b>Denyo:</b> Manchmal entstehen doch einfach neue W&#246;rter, wenn man den ganzen Tag mit denselben Leuten zusammen ist. In diesem Fall war es so, da&#223; ich den anderen beiden etwas erz&#228;hlen wollte, das ich im Feuilleton gelesen habe, und weil das so umst&#228;ndlich auszusprechen ist, habe ich <i>F&#228;uleton</i> dazu gesagt. Das haben wir dann abgek&#252;rzt: F&#228;ule. Steht f&#252;r alles, was uncool ist.</p>
<p><b>FAS:</b> Von Feuilletons halten Sie also nichts?</p>
<p><b>Denyo:</b> Ach, da stehen schon interessante Sachen drin, aber dieser ganze Theaterkram, geschrieben von Journalisten, die sich einen auf ihre Sprache abkeulen, ist nicht mein Ding.</small></p></blockquote>
<p>Soweit Denyo. Eine noch andere Variante geht so, dass man die Feuilletonseiten einfach <a href="http://www.neosushi.de/das-ende-des-feuilletons/">»KULTUR«</a> nennt.</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 7. Folge</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler!
Episode Title: »Dr. Linus«
Episode Number: 6.07 (#109)
First Aired: March 9, 2010 (Tuesday)
4: 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13/14
5: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16/17
6: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17/18
Macht und Machtverlust sind die Hauptthemen der gesamten Serie. In dieser 7. Folge der Finalstaffel hat dieses Themenpaar wieder mal einen sch&#246;nen Auftritt, und dass es eine auf Ben Linus zentrierte Folge ist, hilft diesem zum Lutscher degradierten einstigen &#220;berboss der Others [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Dr. Linus«<br />
Episode Number: 6.07 (#109)<br />
First Aired: March 9, 2010 (Tuesday)<br />
4: <a href="/2008/02/05/lost-4-staffel-1-folge/">1</a>-<a href="/2008/02/12/lost-4-staffel-2-folge/">2</a>-<a href="/2008/02/19/lost-4-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2008/02/26/lost-4-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2008/03/05/lost-4-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2008/03/12/lost-4-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2008/03/20/lost-4-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2008/03/25/lost-4-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2008/05/07/lost-4-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2008/05/14/lost-4-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2008/05/19/lost-4-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2008/06/09/lost-4-staffel-13-und-14-folge/">13/14</a><br />
5: <a href="/2009/01/30/lost-5-staffel-1-und-2-folge/">1/2</a>-<a href="/2009/02/06/lost-5-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2009/02/18/lost-5-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2009/02/25/lost-5-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2009/03/03/lost-5-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2009/03/14/lost-5-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2009/03/15/lost-5-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2009/03/22/lost-5-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2009/04/04/lost-5-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2009/04/11/lost-5-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2009/04/13/lost-5-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2009/04/19/lost-5-staffel-13-folge/">13</a>-<a href="/2009/05/06/lost-5-staffel-14-folge/">14</a>-<a href="/2009/05/16/lost-5-staffel-15-folge/">15</a>-<a href="/2009/05/21/lost-5-staffel-16-und-17-folge/">16/17</a><br />
6: <a href="/2010/02/25/lost_s06e01_s06e02/">1/2</a>-<a href="/2010/02/26/lost_s06e03/">3</a>-<a href="/2010/02/27/lost_s06e04/">4</a>-<a href="/2010/02/28/lost_s06e05/">5</a>-<a href="/2010/03/04/lost_s06e06/">6</a>-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17/18</small></p></blockquote>
<p>Macht und Machtverlust sind die Hauptthemen der gesamten Serie. In dieser 7. Folge der Finalstaffel hat dieses Themenpaar wieder mal einen sch&#246;nen Auftritt, und dass es eine auf Ben Linus zentrierte Folge ist, hilft diesem zum Lutscher degradierten einstigen &#220;berboss der Others wieder zu einigen Sympathiepunkten:</p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Nach dem &#220;berfall des Fake-Locke auf den Temple schlie&#223;t Ben in der Finsternis des Inseldschungels zu den anderen Jacobinern auf. Sie sind in deutlicher Unterzahl und wollen sich erst mal zum Strand zur&#252;ckziehen.</p>
<p>Miles, der ja als relativ plumper Deux ex machina in die Serie geschrieben wurde, soll anhand von Jacobs Asche (mitgeschleppt von Ilana) herauskriegen, wie der Inselg&#246;tze starb. Das bringt Ben in die Bredouille, denn nun wissen alle, dass er ihn abgestochen hat. Ilana ist auch ziemlich sauer &#252;ber den Verlust ihrer Vaterfigur Jacob.</p>
<p>Im Strandlager darf auch Sun mal wieder was sagen. Ok, von jetzt ab hei&#223;t sie nur noch <strong>Kulissen-Sun, weil sie nur noch dumm in den Kulissen steht</strong> und sie nur noch aus Mitleid ein paar S&#228;tze zugeschustert kriegt. Ilana jedenfalls erz&#228;hlt ihr, dass sie und/oder Jin <i>candidates</i> seien f&#252;r die &#220;bernahme von Jacobs Job.</p>
<p>Inzwischen findet Ben in den Zeltresten ein Schmuddelheft (»Booty babes«) und ein Buch von Disraeli, au&#223;erdem ein weiteres, das von ihm aber nicht beachtet wird, den 60er-Jahre-Bestseller »The Chosen« von Chaim Potok. Man f&#252;rchtet, dass das vielleicht sein letztes intellektuelles Erlebnis war, denn kurz darauf wird er von Ilana dazu gezwungen, sein eigenes Grab zu schaufeln.</p>
<p>Fake-Locke erscheint ihm, sprengt seine Fu&#223;fessel und l&#228;dt ihn auf die andere Insel ein, wo er sich angeblich mit den Ausreisewilligen versammelt hat. Ben flieht denn auch und hat die Chance, seinerseits Ilana umzunieten. Aber ein kl&#228;rendes Gespr&#228;ch mit viel Sentiment verhindert das. Ilana vertraut ihm wieder, und statt Fake-Locke zu folgen, kehrt Ben mit ins Strandcamp zur&#252;ck.</p>
<p>Soweit die Haupthandlung auf der Insel. Ansonsten haben wir auch Jack und Hurley wiedergetroffen. Letzterer erwacht im Dschungelgras mit den Worten »cheese carrots« auf den Lippen. Aber ohne Dusche und Fr&#252;hst&#252;ck will Jack gleich weiter zum Temple. Die beiden werden aber von Richard abgepasst, der sie stattdessen <strong>zur Black Rock</strong> f&#252;hrt, <strong>diesem stylischen alten Britenschiff</strong>, das zu einem Lieblingsgimmick der Zuschauer geworden und nun endlich einmal wieder zu sehen ist.</p>
<p>&#220;brigens gab es bei Richards Auftauchen noch einen dieser typischen Langweilerdialoge, buuuaah:</p>
<blockquote><p><b>Jack:</b> Where did you come from.<br />
<b>Richard:</b> You wouldn&#8217;t believe me if I told you.<br />
<b>Jack:</b> Try me.</p></blockquote>
<p>Richard, der offenbar mit dem altehrw&#252;rdigen Schiff auf die Insel gelangt ist, sagt aber auch gute Sachen, etwa: <strong>»I&#8217;m not a cyborg.«</strong> Er erkl&#228;rt auch seinen komischen Nichtalterungsprozess: <b>Jacob habe ihn ber&#252;hrt, deshalb.</b> Die Unsterblichkeit sei aber nat&#252;rlich mehr Fluch als Segen (g&#228;&#228;&#228;hn). Richard k&#246;nne sich auch nicht selber um die Ecke bringen, jemand anderes m&#252;sse es tun. Jack vergisst seinen hippokratischen Eid und erkl&#228;rt sich dazu bereit. Er setzt sich neben Richard, w&#228;hrend in der Black Rock die Lunte abbrennt. Jack ist sich sicher, dass nichts passieren werde, und es passiert auch nichts.</p>
<p>Zusammen mit Hurley ziehen sie zum Strand, wo es ein Wiedersehen mit den anderen Jacobinern gibt. Als Cliffhanger fungiert ein Periskop, das vor der Insel den Ozean durchpfl&#252;gt. Es geh&#246;rt zu einem U-Boot, in dem Widmore sitzt. Der alte Zausel nimmt nun also endlich wieder am Kampf um die Insel teil.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Lehrer Linus)</big></b></p>
<p>Dr. Ben Linus, in Studienratsoutfit mit Studienratsnickelbrille, referiert in seiner Klasse &#252;ber Napoleons Elba-Aufenthalt und &#252;ber dessen tragischen »loss of power«. Genau darum geht es auch im alternativen L.A.-Plot, und weil das »Lost«-Thema auch hier im Kleinen so gekonnt bespielt wird, kann man diese Folge als sehr gelungen bezeichnen.</p>
<p>Ben ist ja in dieser Parallelwelt Lehrer an derselben Schule, an die es auch Locke als <a href="/2010/02/27/lost_s06e04/">Substitute</a> verschlagen hat. Und Locke schl&#228;gt ihm im Lehrerzimmer vor, doch nach dem Amt des Schuldirektors zu streben, da er sich so f&#252;r die Schule und die Sch&#252;ler einsetze. Ben bekommt auch bald die M&#246;glichkeit dazu. Es stellt sich heraus, dass Alex, seine adopierte Inseltochter, hier in L.A. seine Lieblingssch&#252;lerin ist. Und Alex hat nun mitbekommen, dass Principle Reynolds nun also mit einer Krankenschwester usw. und auch noch auf dem Schulgel&#228;nde!</p>
<p>Bens Erpressungsversuch scheitert jedoch, da Reynolds ihn vor die Wahl stellt: Wenn er seinen Posten tats&#228;chlich r&#228;umt, dann werde er auch Alex&#8217; Yale-Empfehlung versemmeln. In diesem Machtspiel entscheidet sich Ben f&#252;r Alex&#8217; Fortkommen und handelt damit anders als <a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">in Folge 4.09</a>, als er Alex geopfert hat.</p>
<p>In einer Einzelszene sehen wir noch, wie sich Ben um seinen kranken Vater k&#252;mmert. In diesem Gespr&#228;ch erw&#228;hnt der Vater auch seine Beteiligung an der Dharma-Initiative. Er war also mit seinem Sohn damals auf der Insel, hat sie aber offenbar wieder rechtzeitig verlassen und bedauert das jetzt gegen&#252;ber seinem Sohn: <strong>»Who knows what you would have become?«</strong></p>
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		<title>Faserland-Allergie</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcuccio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Neon]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Popliteratur fasten m&#252;sste, wo w&#252;rde, k&#246;nnte sie anfangen? Genau, wohl bei den Markennamen.
»– nichts sollte mehr daran erinnern, dass man mir einst vorwarf, bereits auf der allerersten Seite von ›Faserland‹ tauchten zehn bis zw&#246;lf Markennamen auf.«
—Christian Kracht im Gespr&#228;ch mit Ingo Mocek (»Ich denke immer an den Krieg«, NEON, Okt. 2008)
Die Philologie hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Popliteratur fasten m&#252;sste, wo w&#252;rde, k&#246;nnte sie anfangen? Genau, wohl bei den Markennamen.</p>
<blockquote><p><small>»– nichts sollte mehr daran erinnern, dass man mir einst vorwarf, bereits auf der allerersten Seite von ›Faserland‹ tauchten zehn bis zw&#246;lf Markennamen auf.«</small></p></blockquote>
<blockquote style="text-align:right;"><p><span STYLE="font-variant:small-caps;">—Christian Kracht im Gespr&#228;ch mit Ingo Mocek <br />(<a href="http://www.neon.de/kat/freie_zeit/literatur/248373.html">»Ich denke immer an den Krieg«</a>, NEON, Okt. 2008)</span></p></blockquote>
<p>Die Philologie hat das ja wirklich ausgez&#228;hlt, die Markennamen jetzt, und zwar Olaf Grabienski, und er kommt auf ein gut gef&#252;lltes S&#252;nden&shy;register (siehe S. 6 <a href="http://www.olafski.de/archiv/arbeiten/kracht.pdf">im PDF</a>).</p>
<p>Eigentlich h&#228;tte es im letzten Buch von Kracht – »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten« – ja noch ein allerletztes Marken&shy;namenzitat geben sollen, und zwar eine Parisienne-Zigarette, aber, so Kracht (<a href="http://www.neon.de/kat/freie_zeit/literatur/248373.html">a. a. O.</a>): »Ich habe es zum Gl&#252;ck herausgestrichen«.</p>
<p>Und er hat den NEON-Lesern vor zwei Jahren verschwiegen, dass zeitgleich tats&#228;chlich eine markennamenfreie Version von »Faserland« auf den Markt gekommen ist, zumindest das Exposé dazu:</p>
<blockquote><p><small>»Also, es f&#228;ngt damit an, da&#223; ich bei einer Fischbude in List auf Sylt und ein Bier aus der Flasche trinke. (&#8230;) Weil es ein bisschen kalt ist und Westwind weht, trage ich eine gewachste Regenjacke mit Innenfutter. (&#8230;) Vorhin habe ich Karin wiedergetroffen. Wir kennen uns noch aus dem Internat, obwohl wir damals nicht miteinander geredet haben, und ich habe sie ein paar mal in einer Disko in Hamburg und M&#252;nchen gesehen. (&#8230;) Au&#223;erdem hat sie mindestens schon zwei Gl&#228;ser Wei&#223;wein getrunken.«</small></p></blockquote>
<p>Ein Coup? Naja, eher ein germanistisches Experiment im Sinne der von Paco erw&#228;hnten <a href="/2010/02/01/vorwort-zum-laufenden-feuilletonjahr-nr-1-2010/">Tendenz zur prim&#228;ren Sekund&#228;rliteratur</a>, realisiert durch Frank Degler und Ute Paulokat in ihrer richtig sch&#246;n lesbaren UTB-Fibel <a href="http://www.utb-shop.de/details.php?p_id=97048">»Neue Deutsche Popliteratur«</a> (S. 38). Vielleicht aber auch ein Statement in Richtung der Markenver&#228;chter und Namedropping-N&#246;rgler der eigenen Disziplin. Schaut her, das ist »Faserland« f&#252;r Markenallergiker.</p>
<p>Dankbar ist man dem Duo Degler/Paulokat auch mal f&#252;r ein kl&#228;rendes Wort dahingehend, dass die Markennamenallergie ja immer nur genau bei den Rezensenten und Germanisten auftritt, »die eventuell nicht &#252;ber das trendsichere Hintergrundwissen verf&#252;gen, um die ihnen gebotenen Reizw&#246;rter richtig deuten zu k&#246;nnen«.</p>
<p>Vorstellbar ist so eine produktnamenfreie »Faserland«-Ausgabe aber nicht nur f&#252;r zeitgen&#246;ssische Markenallergiker, sondern auch Markenlegastheniker zuk&#252;nftiger Generationen. Die »Gro&#223;e E-Book-Ausgabe« 2020 (25 Jahre »Faserland«) mit Live-Streams zu Fisch-Gosch nach Sylt, ins Bordbistro der Deutschen Bahn (Matthias Horx!) und zum kackenden Hund auf dem eindunkelnden Friedhof von Kilchberg wird das Markenged&#228;chtnis wahrscheinlich lebendiger halten als wir uns das im Moment noch ausmalen k&#246;nnen.</p>
<p>Moritz Ba&#223;ler hat schon fr&#252;h auf diese Zukunftsaufgaben der Literatur&shy;wissenschaft aufmerksam gemacht – sein legend&#228;rer Hinweis auf den Crunchip-Clip in der kommentierten Stuckrad-Barre-Gesamtausgabe in 100 Jahren (<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/10511.html">Ba&#223;ler 2002</a>, S. 105) gilt heute noch als Running Gag unter progressiven Editionsphilologen.</p>
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		<title>Deleuze und Wittgenstein</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/03/06/deleuze-und-wittgenstein/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 09:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbuch]]></category>
		<category><![CDATA[FAS]]></category>

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		<description><![CDATA[Die einzigen leidenschaftlichen Wittgensteiner, die ich kenne, sind ein paar Bekannte aus der ENS, Trotzkisten. Diese Typen, die ernstlich die KPF eine »ruse de la bourgeoisie« nennen. Manchmal sehr am&#252;sant, alte Folklore aus dem Quartier Latin, aber auf die Dauer ein bisschen schwer auszuhalten.
Eben bin ich einem von ihnen &#252;ber den Weg gelaufen, und w&#228;hrend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die einzigen leidenschaftlichen Wittgensteiner, die ich kenne, sind ein paar Bekannte aus der ENS, Trotzkisten. Diese Typen, die ernstlich die KPF eine »ruse de la bourgeoisie« nennen. Manchmal sehr am&#252;sant, alte Folklore aus dem Quartier Latin, aber auf die Dauer ein bisschen schwer auszuhalten.</p>
<p>Eben bin ich einem von ihnen &#252;ber den Weg gelaufen, und w&#228;hrend unseres kurzen stop-and-chat fiel mir ein Artikel aus der letzten FAS von 2009 wieder ein, Anlass war das Erscheinen der eingedeutschten Version von Gilles Deleuzes gro&#223;em »Abécédaire«, fast acht Stunden frei delirierender Deleuze auf Video, ganz hervorragend gro&#223;artig.</p>
<p>Ich hatte eben jenen <a href="http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~E2D43C1CE0211472AA7CC38D4DB4418F2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Artikel von Cord Riechelmann</a> erst vor kurzem wiedergelesen und immer noch ziemlich gutgefunden, wie Riechelmann ein IMHO treffendes Bild der Deleuze&#8217;schen Philosophie liefert und sich gleichzeitig allm&#228;hlich verliert und am Ende Satz auf Satz ganz ohne Bez&#252;ge folgen l&#228;sst. Irgendwie macht das Deleuze im »Abécédaire« ja auch. Er scheint manchmal auf ziemlich komische Ideen zu kommen, die nur f&#252;r eingeweihte und eingeschworene Fans noch irgendeine Logik haben. Also ersetzt Riechelmann langsam, vielleicht ohne es selber wirklich zu bemerken, Zusammenfassung durch Mimesis, und bei Deleuze ist es wahrscheinlich das einzig Machbare.</p>
<p>Aber nun zum tieferen Zusammenhang zwischen Deleuze und Wittgenstein, zu einer dieser zelebrierbaren Anekdoten der j&#252;ngeren, j&#252;ngsten Philosophiegeschichte. Deleuze war der totale Wittgenstein-Hasser, er nannte ihn gern den »Gro&#223;inquisitor« (in einer <a href="http://www.webdeleuze.com/php/texte.php?cle=139&#038;groupe=Leibniz&#038;langue=1">Vorlesung &#252;ber Leibniz</a>). Im »Abécédaire« weigert er sich glatt, irgendwas zu »W wie Wittgenstein« zu sagen, und wird, auf seine gutm&#252;tige Art, w&#252;tend. Die Szene gibt es <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NgG00VZGP0E">bei YouTube</a>, kurzes Zitat:</p>
<blockquote><p>»Pour moi c&#8217;est une catastrophe philosophique, (&#8230;) c&#8217;est une régression massive de toute la philosophie.«</p></blockquote>
<p>Man versteht auch sehr schnell, wieso Deleuze die Wittgensteiner nicht ab konnte. Wenn es einem darum geht, neue Begriffe zu sch&#246;pfen, concepts, die das Undenkbare, das eigentlich Nur-noch-nicht-Gedachte, denkbar machen sollen, dann ist ein »wovon man nicht sprechen kann, dar&#252;ber muss man schweigen« das genaue Gegenteil und tats&#228;chlich der ultimative Schlag ins Gesicht des Gilles Deleuze.</p>
<p>Und daran dachte ich eben gerade ganz kurz, aber ich musste Deleuze nicht einmal erw&#228;hnen, unser stop-and-chat war auch so schnell vorbei, und ich ging meiner Wege.</p>
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		<title>S&#252;ddeutsche Zeitung: Action-Feuilleton in Sachen Michelangelo</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/03/05/action-feuilleton-in-sachen-michelangelo/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstkunst]]></category>
		<category><![CDATA[S-Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Danke, Kia Vahland! Letztes Jahr gab es eine feuilletonistische Actionszene, die wir hier noch nicht erw&#228;hnt haben. Sie spielte sich im Frankfurter St&#228;del ab und wurde gl&#252;cklicherweise f&#252;r die SZ eingefangen:
Kia Vahland: Ein Feuer, das nicht sein durfte. Das Frankfurter St&#228;del zeigt fragw&#252;rdige Michelangelo-Zeichnungen, um ein eigenes Blatt dem Meister zuzuordnen. In: S&#252;ddeutsche Zeitung, 21. 4. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Danke, Kia Vahland!</b> Letztes Jahr gab es eine feuilletonistische Actionszene, die wir hier noch nicht erw&#228;hnt haben. Sie spielte sich im Frankfurter St&#228;del ab und wurde gl&#252;cklicherweise f&#252;r die SZ eingefangen:</p>
<blockquote><p>Kia Vahland: <b>Ein Feuer, das nicht sein durfte.</b> <i>Das Frankfurter St&#228;del zeigt fragw&#252;rdige Michelangelo-Zeichnungen, um ein eigenes Blatt dem Meister zuzuordnen.</i> In: S&#252;ddeutsche Zeitung, 21. 4. 2009.</p></blockquote>
<p>(And don&#8217;t ask me why, der Artikel ist im Moment nur noch als PDF auf der Website der, h&#228;?, Frankfurter Rundschau <a href="http://www.fr-online.de/_em_daten/_hermes/2009/04/22/090422_1321_sz_artikel.pdf">zug&#228;nglich</a>.)</p>
<p>Und zwar hatte das St&#228;del von M&#228;rz bis Juni die Schau <a href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=598">»Michelangelo. Zeichnungen und Zuschreibungen«</a> veranstaltet. In deren Mittelpunkt stand ein Blatt mit Skizzen von mehreren grotesken K&#246;pfen, das nun offenbar endlich offiziell dem Meister pers&#246;nlich zugeschrieben werden sollte, nachdem britische Kunsthistoriker sich schon positiv dazu ge&#228;u&#223;ert hatten.</p>
<p>Vahland beschreibt ein bisschen die Kontroversen, aber schon der Teasertext des Artikels zeigt, dass sie eher zu einer reduktionistischen Sicht neigt, was Michelangelo-Zuschreibungen angeht. Ihr Kronzeuge dabei ist Alexander Perrig, der sich auch eines Tages in das Museum begeben haben muss. Vor Ort glaubt er dann auch sofort, in der zur Disposition stehenden Zeichnung eine Arbeit des Michelangelo-Sch&#252;lers Antonio Mini zu erkennen. Eine derart apodiktische Aussage w&#252;rde nat&#252;rlich den Frankfurtern komplett die Show stehlen. Aber da wird Perrig vom zust&#228;ndigen Kurator Martin Sonnabend gesichtet, der rasch herbeigeeilt kommt.</p>
<p>Normalerweise, wenn nicht gerade die Mona Lisa oder ein paar Munch-Gem&#228;lde eingesackt werden, geschieht in Museen nicht sehr viel. Menschen stehen herum, schauen, gehen weiter, bis sie irgendwann den Ausgang oder den Museumsshop erreicht haben. Alles nicht der Rede wert. Aber hier treffen mitten auf dem Terrain der Kurator und der sch&#228;rfste Kritiker direkt aufeinander, tourismusfreundliche Gro&#223;&shy;z&#252;gigkeit bei der Zuschreibung trifft auf den radikalen Glauben an die Schmalheit des &#252;berlieferten Werks.</p>
<p>Und Kia Vahland war dabei und berichtet uns davon. Auf einmal ist Action im Feuilleton, jeder Bericht &#252;ber eine Podiumsdiskussion ist dagegen toter Text. Das Streitgespr&#228;ch will ich hier nicht komplett zitieren, siehe Link oben, viertletzter Absatz. (Die sch&#246;nste Stelle darin ist Perrigs Frage: »Haben Sie selbst nie gezeichnet?«)</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 6. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/03/04/lost_s06e06/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler!
Episode Title: »Sundown«
Episode Number: 6.06 (#108)
First Aired: March 2, 2010 (Tuesday)
4: 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13/14
5: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16/17
6: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17/18
Okay, das k&#246;nnte alles doch noch irgendwie funktionieren. Fake-Locke wird systematisch zum mephistophelischen Verf&#252;hrungsk&#252;nstler aufgebaut. Er sucht, als schwarzer Rauch verkleidet, den Temple heim und rekrutiert sich weiter sein Team zusammen. Die Geschichte in der Nicht-Absturz-Welt (a.k.a. flash-sideways) ist dagegen wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Sundown«<br />
Episode Number: 6.06 (#108)<br />
First Aired: March 2, 2010 (Tuesday)<br />
4: <a href="/2008/02/05/lost-4-staffel-1-folge/">1</a>-<a href="/2008/02/12/lost-4-staffel-2-folge/">2</a>-<a href="/2008/02/19/lost-4-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2008/02/26/lost-4-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2008/03/05/lost-4-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2008/03/12/lost-4-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2008/03/20/lost-4-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2008/03/25/lost-4-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2008/05/07/lost-4-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2008/05/14/lost-4-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2008/05/19/lost-4-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2008/06/09/lost-4-staffel-13-und-14-folge/">13/14</a><br />
5: <a href="/2009/01/30/lost-5-staffel-1-und-2-folge/">1/2</a>-<a href="/2009/02/06/lost-5-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2009/02/18/lost-5-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2009/02/25/lost-5-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2009/03/03/lost-5-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2009/03/14/lost-5-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2009/03/15/lost-5-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2009/03/22/lost-5-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2009/04/04/lost-5-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2009/04/11/lost-5-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2009/04/13/lost-5-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2009/04/19/lost-5-staffel-13-folge/">13</a>-<a href="/2009/05/06/lost-5-staffel-14-folge/">14</a>-<a href="/2009/05/16/lost-5-staffel-15-folge/">15</a>-<a href="/2009/05/21/lost-5-staffel-16-und-17-folge/">16/17</a><br />
6: <a href="/2010/02/25/lost_s06e01_s06e02/">1/2</a>-<a href="/2010/02/26/lost_s06e03/">3</a>-<a href="/2010/02/27/lost_s06e04/">4</a>-<a href="/2010/02/28/lost_s06e05/">5</a>-6-<a href="/2010/03/10/lost_s06e07/">7</a>-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17/18</small></p></blockquote>
<p>Okay, das k&#246;nnte alles doch noch irgendwie funktionieren. Fake-Locke wird systematisch zum mephistophelischen Verf&#252;hrungsk&#252;nstler aufgebaut. Er sucht, als schwarzer Rauch verkleidet, den Temple heim und rekrutiert sich weiter sein Team zusammen. Die Geschichte in der Nicht-Absturz-Welt (a.k.a. <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Flash-sideways">flash-sideways</a>) ist dagegen wieder dr&#246;ge wie nur was, es geht um Sayid und seine Verflossene.</p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Jetzt aber! Sayid will Antworten von Dogen, der in seiner Privatkammer hockt und ein Buch liest (hoffentlich was Lustiges, es wird seine letzte Lekt&#252;re sein). Reichlich grundlos folgt eine Kampfszene, die beiden schmei&#223;en sich gegenseitig durch den dunklen Raum. Irgendwann f&#228;llt der Baseball, mit dem Dogen <a href="/2010/02/26/lost_s06e03/">in der vorvorletzten Folge</a> schon gespielt hatte, auf den Boden, von der »Lost«-Kamera signalartig inszeniert. Alea iacta est, so scheint es, und der japanische Tempelmensch raunt seinem irakischen Sparringspartner verschw&#246;rerisch zu: »Go! Leave this place! Never come back!«</p>
<p>Inzwischen sind Claire und ihr Kumpel Fake-Locke am idyllischen Tempelteich angekommen. Claire informiert Dogen dar&#252;ber, dass »er« ihn sehen wolle. Und auf einmal soll Sayid doch bleiben, verk&#252;ndet durch den <strong>wieder mal typisch &#252;berinszenierten Satz</strong> von Dogen: »Things have changed.« Jedenfalls sei der Typ, der mit Claire jetzt hier hergekommen sei, »evil incarnate« und wolle jetzt, da Jacob krepiert ist, alles Leben auf der Insel vernichten.</p>
<p>Es geht weiter mit klischiertem Unsinn: Sayid soll nun einfach mal so diesen allegorischen Brausep&#246;ter mit einer Art Stilett umbringen gehen. Wichtige Info: Er soll sein Opfer nicht zum Sprechen lassen kommen, dann sei es schon zu sp&#228;t. Sayid trifft dann kurz noch auf Kate, die beiden gehen aber in verschiedene Richtungen weiter, Kate zum Tempel, wo Claire wartet, das »Australian chick, (&#8230;) acting all weird, still hot, though« (Miles).</p>
<p>Sayid trifft dann auch wirklich gleich den gefakten Locke, der schafft es aber problemlos, »Hello, Sayid!« zu sagen, und zieht dann das Stilett einfach wieder aus seinem Leib: »Now why did you go and do that?!« Sayid l&#228;sst sich dann mehr oder weniger von Fake-Locke rekrutieren, <b>Mephistopheles at work</b>: »What if I told you that you could have anything you wanted?«</p>
<p>Sayid singt das Lied verlorener Liebe, aber selbst im Falle der dahingestorbenen Nadya ist das letzte Wort vielleicht noch nicht gesprochen, so jedenfalls der geschickte Verf&#252;hrer, und &#252;berhaupt ist ja die »Lost«-Insel mit ihren Auferstehungserscheinungen so was wie ein Friedhof der Kuscheltiere.</p>
<p>Doppelagent Sayid soll nun alle Tempelbewohner von ihrer Heimstatt weglocken, damit sie geschlossen die Insel verlassen k&#246;nnen. Entscheidung bitte bis Sonnenuntergang, sonst werden sie alle j&#228;mmerlich verrecken. Die Nachricht wird &#252;berbracht, ordnungsgem&#228;&#223; bricht Panik aus.</p>
<p>Nun ist es erst mal an Dogen, Sayid eine anr&#252;hrende Geschichte zu erz&#228;hlen. Sein Sohn sei nach einem Unfall in Lebensgefahr gewesen, aber ein Unbekannter, Jacob n&#228;mlich, habe ihn retten wollen unter der Bedingung, dass Dogen zur Insel komme und seinen Sohn niemals wiedersehe. Aber Sayid ist nat&#252;rlich kalt gegen so ein gef&#252;hliges Geschwurbel und ertr&#228;nkt Dogen kurzerhand. Dessen windiger und an Nervigkeit schwer zu &#252;berbietender &#220;bersetzer, <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/03/03/gedanken-zu-lost-6x06-sundown/">der »Holzperlenketten&shy;hippie«</a>, eilt zur Hilfe und wird auch abgemurkst. (<strong>Vielen Dank, Sayid!</strong>)</p>
<p>Es ist dunkel geworden. Sundown. Wie zu erwarten besucht nun das vor Lust quiekende Rauchmonster den Temple und zieht einen nach dem anderen aus dem Verkehr. Gleichzeitig trifft aber auch die mehr oder weniger Jacob-treue Strandtruppe ein: Ilana, Chopper-Frank, Ben und Sun. Ilana, Spitzname ab jetzt: Lara Croft, &#246;ffnet durch das Ber&#252;hren eines bestimmten Steins einen geheimen Gang, wohinein ihr die anderen nachfolgen und so dem Rauchmonster knapp entrinnen.</p>
<p>Sayid sehen wir das Schlachtfeld abwandern, Leichen &#252;berall, dazu fast weihnachtlich anmutende Musik. Kate, die sich zu Claire in die Grube gefl&#252;chtet hatte, wird nun von dieser mit nach drau&#223;en gezogen. Dort wartet Fake-Locke mit einem guten Dutzend von &#252;berlebenden Temple-Others, die auf seine Seite gewechselt sind. Diese Szene ist so unheimlich und endlich wieder mal exciting wie eine &#228;hnliche Situation in Folge 2.11 (<a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/The_Hunting_Party">»The Hunting Party«</a>), als um die Lostianer herum aus dem n&#228;chtlichen Nichts heraus pl&#246;tzlich dutzende Others-Fackeln aufleuchten.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Sayid)</big></b></p>
<p>Sayid hat sich fein gemacht, Besuch bei Nadya, seiner Traumfrau. Aber dann springen da Kinder herum und reden den Ank&#246;mmling mit »Uncle Sayid« an, und dann kreuzt Nadyas Ehemann auf, der nun also nicht Sayid ist, sondern dessen Bruder Omar. Ein Businesstyp, der in finanziellen N&#246;ten steckt, wie er Sayid schnell offenbart. Er habe sich Geld von einem Mann geborgt, das inzwischen auch zur&#252;ckgezahlt wurde, aber jetzt wolle der Geldgeber jeden Monat frische Zinsen. Foltermeister Sayid soll nun »convince these people to leave me alone«.</p>
<p>Omar landet bald im Krankenhaus, Sayid k&#252;mmert sich um die Kinder, die den sympathischen Ex-Folterer abg&#246;ttisch zu lieben scheinen. Es gibt ein »Why?!«-Gespr&#228;ch zwischen Nadya und Sayid, er habe sie damals verlassen weil (der Klassiker!): »Because I don&#8217;t deserve you!«</p>
<p>Sp&#228;ter erscheinen M&#228;nner in einem schwarzen SUV und nehmen Sayid darin mit. In einer d&#252;steren Gro&#223;k&#252;che wartet Keamy auf sie, der ja eigentlich <a href="/2008/06/09/lost-4-staffel-13-und-14-folge/">am Ende der 4. Staffel</a> von Richard abgestochen wurde. Nun br&#228;t er in der Parallelwelt <strong>fr&#246;hlich wie Mutter Beimer</strong> ein paar Eier und bietet sie Sayid an, »I make good eggs!«</p>
<p>Wie bei Ethan vor zwei Folgen ist auch dies ein interessanter Charakterwechsel, der aber nicht lange f&#252;r was gut ist. Denn erst macht Sayid die beiden Bodyguards klar, Keamy will daraufhin beschwichtigen, aber Sayid erschie&#223;t auch ihn, so eiskalt wie Keamy damals <a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">in Folge 4.09</a> Alex hingerichtet hat.</p>
<p>Und dann, uff!, entdeckt Sayid im K&#252;hlraum eine Inselbekanntschaft, und zwar Jin, der auf Koreanisch vor sich hin flucht.</p>
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		<title>Sueton, Claudius, H. P. Lovecraft</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Suetonius: »The Lives of the Caesars«, gerade gelesen, und das rief mir wieder »I, Claudius« von Robert Graves ins Ged&#228;chtnis und ebenso zwei Bilder von Lawrence Alma-Tadema.
1. »A Roman Emperor« zeigt Claudius in den Schatten eines Vorhangs gelehnt:

Der Arme tr&#228;gt eine wei&#223;e Tunika und rote Pantoffeln und will sicher nicht, dass dieser Praetur ihm da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Suetonius: »The Lives of the Caesars«, gerade gelesen, und das rief mir wieder »I, Claudius« von Robert Graves ins Ged&#228;chtnis und ebenso zwei Bilder von Lawrence Alma-Tadema.</p>
<p>1. »A Roman Emperor« zeigt Claudius in den Schatten eines Vorhangs gelehnt:</p>
<div ALIGN="left"><img SRC="/wp-content/uploads/2010/03/alma-tadema_-_a_roman_emperor.jpg" ALT="Alma-Tadema, A Roman Emperor (source: Wikimedia Commons)" BORDER="1" /></div>
<p>Der Arme tr&#228;gt eine wei&#223;e Tunika und rote Pantoffeln und will sicher nicht, dass dieser Praetur ihm da jetzt huldigt. Neben ihm liegt die frische Leiche des Caligula, dahinter steht eine blutbeschmierte Stele, die in einer Augustusb&#252;ste endet. Alles gemalt in Breitbandformat, im Hintergrund prangt das untere Drittel eines Gem&#228;ldes der Schlacht bei Actium, auf dem Bildausschnitt oben leider nicht zu sehen.</p>
<p>2. »Proclaiming Claudius Emperor« zeigt den zuk&#252;nftigen Kaiser auf Knien vor dem Praetur, der ihm an Ort und Stelle sein neues Amt aufdr&#228;ngt:</p>
<div ALIGN="left"><img SRC="/wp-content/uploads/2010/03/alma-tadema_-_proclaiming_claudius_emperor.jpg" ALT="Alma-Tadema, Proclaiming Claudius Emperor (source: Wikimedia Commons)" BORDER="1" /></div>
<p>Claudius h&#228;lt die H&#228;nde bettelnd gefaltet, bitte verschont mich von diesem Amt, so schaut es aus, und so hei&#223;t es bei Graves: »Put me down! I don&#8217;t want to be Emperor. I refuse to be Emperor. Long live the Republic!« (S. 395 in meiner Penguin-Ausgabe)</p>
<p>Aber der Praetur verbeugt sich, und die Legion&#228;re bejubeln den neuen Kaiser, den einst verspotteten Claudius, von dessen mitleidigem Zustand Sueton ausf&#252;hrlich berichtet, von seinen schwachen Knien, seinem zitternden Kopf, seinem konfusen Stottern und davon, dass ihm bei Aufregung die Nase lief und er zu sabbern begann.</p>
<p>Die Mutter des Claudius, Antonia, sprach von ihrem Sohn als »eine Missgeburt von Menschen«, »die Natur h&#228;tte ihn nur skizziert, nicht vollendet«. <strong>Parallelen zu Lovecraft sind nat&#252;rlich an den Haaren herbeigezogen</strong>, schlie&#223;lich wurde HPL in seiner Jugend nicht geh&#228;nselt und war auch keine »Missgeburt«, jedenfalls nicht per se.</p>
<p>Allerdings bezeichnete seine Mutter ihn offiziell als h&#228;sslich, er sei so h&#228;sslich, dass er sich nicht gern auf die Stra&#223;e wage, weil ihn die Leute anstarren. Dabei war Lovecraft zwar keine Sch&#246;nheit, aber so h&#228;sslich nun auch wieder nicht, hehe. Angestarrt wurde er maximal, weil der arme Mensch in den fr&#252;hen 1930er Jahren mit einem Mantel von 1909 und einem v&#246;llig durchgeriebenen Anzug herumlief.</p>
<p>Wie auch immer, das Beste am Claudius-Buch von Graves ist dieser herrliche Anfang, der ebenso von Derek Jacobi in der Er&#246;ffnung <a href="/2008/02/27/wuerdiger-vorlaeufer-von-rome-i-claudius-bbc-1976/">der gleichnamigen Serie</a> aufgesagt wurde:</p>
<blockquote><p><small>»I, Tiberius Claudius Drusus Nero Germanicus This-that-and-the-other (for I shall not trouble you yet with all my titles) who was once, and not so long ago either, known to my friends and relatives and associates as ›Claudius the Idiot‹, or ›That Claudius‹, or ›Claudius the Stammerer‹, or ›Clau-Clau-Claudius‹, &#8230;«</small></p></blockquote>
<p>Das ist nat&#252;rlich v&#246;llig bl&#246;dsinnig, diese Passage hier einfach so als die beste des Buches auszurufen, aber vielleicht finde ich bei der Zweitlek&shy;t&#252;re noch eine bessere Stelle.</p>
<p><small><em>(Bilder: Wikimedia Commons [<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:A_Roman_Emperor_AD41_detail1byAlmaTadema1871.jpg">1</a>] [<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Proclaiming_claudius_emperor.png">2</a>])</em></small></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kulinarische Literaturkritik</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/03/01/kulinarische-literaturkritik/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 07:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcuccio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[F-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[S-Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch schon vor J&#252;rgen Dollase gab es sensationelle Geschmacks&#173;erlebnisse im Feuilleton. Darauf weist Michaela K&#246;hler hin, in ihrer jetzt nicht neuen, aber immer noch einzigartigen Arbeit zur Sprache der Literaturkritik. Ihr Thema u.&#160;a.: die »Tradition der Syn&#228;sthesien von Geschmacksempfindung und Literatur«, also die »Anwendung des Begriffs Geschmack nicht nur auf die Wahrnehmung von Essen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch schon vor J&#252;rgen Dollase gab es sensationelle Geschmacks&shy;erlebnisse im Feuilleton. Darauf weist Michaela K&#246;hler hin, in ihrer jetzt nicht neuen, aber immer noch einzigartigen Arbeit zur Sprache der Literaturkritik. Ihr Thema u.&nbsp;a.: die »Tradition der Syn&#228;sthesien von Geschmacksempfindung und Literatur«, also die »Anwendung des Begriffs Geschmack nicht nur auf die Wahrnehmung von Essen und Trinken, sondern auch von &#228;sthetischen Objekten«.</p>
<p>Hier mal f&#252;r zwischendurch einige Gaumen-Hits des Literaturjahres 1988. Cocktails, Longdrinks, Feinschmeckersuppen. Festm&#228;hler, Braten und Pralinen:</p>
<p><small>
<ul>
<li>»Der Roman-Cocktail, mit Krimi- und Gesellschaftssatire-S&#228;tzen aufge&shy;peppt, mundet nicht (&#8230;)« (Walter Klier &#252;ber Karin Scholten, in: <em>Die Zeit</em>, 25. 3. 1988)</li>
<li>»Gegen dieses von Gerd-Peter Eigner vor drei Jahren ausgeschenkte hochprozentige Sprachelixier ist das Nachfolgeprodukt, ist ›Mitten entzwei‹ wohl eher ein Longdrink.« (Ulrich Horstmann &#252;ber Gerd-Peter Eigner, in: <em>Die Zeit</em>, 19. 8. 1988)</li>
<li>»Mir schmeckt diese Suppe. In den Gebr&#228;uchen des &#228;sthetischen Nihilis&shy;mus ein braves Eintopfgericht. Ihr gleichwohl unleugbarer Mangel an literarischer Delikatesse (&#8230;).« (Karl Heinz Kramberg &#252;ber Werner Kofler, in: <em>SZ</em>, 10. 2. 1988)</li>
<li>»Der ›Anhang‹: Ein Meisterst&#252;ck. Ein Festmahl des Geistes mit immer&shy;gr&#252;nen ewigfrischen Zutaten. Bi&#223; f&#252;r Bi&#223; ein Genu&#223;.« (Andreas Kilb &#252;ber Ulla Hahn, in: <em>Die Zeit</em>, 25. 3. 1988)</li>
<li>»›Barbarswila‹ ist ein epischer Brocken, wie er nicht alle Tage auf den Tisch kommt, ein deftiges, dampfendes St&#252;ck Literatur« (J&#252;rgen Jacobs &#252;ber Gerold Sp&#228;th, in: <em>FAZ</em>, 10. 9. 1988)</li>
<li>»eine schweizerische Prosapraline erster Wahl« (Friedhelm Rathjen &#252;ber J&#252;rg Laederach, in: <em>SZ</em>, 15. 11. 1988)</li>
</ul>
<p></small></p>
<p>(nach Michaela K&#246;hler: <i><a href="http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2004/921/">Wertung in der Literaturkritik. Bewertungs&shy;kriterien und sprachliche Ausdrucksm&#246;glichkeiten des Bewertens in journalistischen Rezensionen zeitgen&#246;ssischer Literatur.</a></i> W&#252;rzburg. Diss. 1999, S. 125–129.)<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 5. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/02/28/lost_s06e05/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 11:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler!
Episode Title: »Lighthouse«
Episode Number: 6.05 (#107)
First Aired: February 23, 2010 (Tuesday)
4: 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13/14
5: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16/17
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Fake-Locke hat erst am Ende dieser Folge einen Kurzauftritt. Ansonsten geht es diesmal in der Nicht-Absturz-Welt um Jack und seinen &#220;berraschungssohn, und auf der Insel sehen wir Hurley und Jack zu einer neuen Location marschieren, dem Leuchtturm. Und Jin ist zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Lighthouse«<br />
Episode Number: 6.05 (#107)<br />
First Aired: February 23, 2010 (Tuesday)<br />
4: <a href="/2008/02/05/lost-4-staffel-1-folge/">1</a>-<a href="/2008/02/12/lost-4-staffel-2-folge/">2</a>-<a href="/2008/02/19/lost-4-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2008/02/26/lost-4-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2008/03/05/lost-4-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2008/03/12/lost-4-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2008/03/20/lost-4-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2008/03/25/lost-4-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2008/05/07/lost-4-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2008/05/14/lost-4-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2008/05/19/lost-4-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2008/06/09/lost-4-staffel-13-und-14-folge/">13/14</a><br />
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<p>Fake-Locke hat erst am Ende dieser Folge einen Kurzauftritt. Ansonsten geht es diesmal in der Nicht-Absturz-Welt um Jack und seinen &#220;berraschungssohn, und auf der Insel sehen wir Hurley und Jack zu einer neuen Location marschieren, dem Leuchtturm. Und Jin ist zu Besuch in Claires Camp:</p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Hurley und Miles spielen Tic Tac Toe auf dem Inselboden und &#252;berbieten mit ihrer Gelangweiltheit locker die beiden Putten, die Raffael unter seine Sixtinische Madonna gesetzt hat. Dann will Hurley wissen, ob es im Temple eine K&#252;che gebe, hehe. Und wird stattdessen wieder mal von Jacob mit einem Auftrag versehen, »someone is coming to the island, I need you to help him find it«.</p>
<p>Hurley hat sich ein paar Anweisungen auf den Unterarm geschrieben und wird beim Umherlaufen im Temple von Dogen gestellt. W&#228;hrend&shy;dessen erscheint ihm wieder Jacob, der f&#252;r Dogen unsichtbar ist, der wiederum auf die Information hin, dass Hurley ein <i>candidate</i> sei, abgeht.</p>
<p>Hurley soll Jack mit auf den bevorstehenden Trip zum Leuchtturm nehmen, die &#220;berredung ist <b>ein typischer Zeitspieldialog</b>, erst will Jack nicht, dann sagt Hurley irgendwas, dann will Jack auf einmal nichts lieber als mitkommen, g&#228;&#228;&#228;hn.</p>
<p>Auf dem Weg treffen die beiden Wandersleut&#8217;, nat&#252;rlich, auf Kate, die ihrerseits auf der Suche nach Claire ist und das auch bleibt, und tsch&#252;ss. Zwischenstopp bei den Caves, dem Refugium aus Staffel 1. Dort sieht Jack auch wieder den zerbrochenen Sarg seines Vaters, in dem dessen Leiche damals ja nicht mehr drin gewesen war.</p>
<p>W&#228;hrend des weiteren Dschungelspaziergangs reflektiert Hurley, was sie da eigentlich gerade machen, und das k&#246;nnte auch als Tagline f&#252;r die gesamten Serie dienen: »This is cool, dude. Very old school, (&#8230;) you and me <b>trekking through the jungle, on our way to do something that we don&#8217;t quite understand</b>. Good times.«</p>
<p>Sie gelangen schlie&#223;lich zum Leuchtturm, wo Jack die d&#252;mmste Frage ever stellt: »How is it that we&#8217;ve never seen it before?« Hurley antwortet irgendwas darauf, aber liegt ganz falsch. Die Wahrheit ist nat&#252;rlich, dass wir den Leuchtturm erst jetzt sehen, weil er erst jetzt von den Schreibern da hingeschrieben wurde, als Ausweg f&#252;r die Gesamtstory, als Gimmick, was auch immer.</p>
<p>Sie drehen an dem Riesenkompass oben im Ausguck. Jedem Grad sind Namen zugeordnet, bei 23 Grad steht »Shephard« (vgl. <a href="/2010/02/27/lost_s06e04/">das »Lost«-Sudoku in der Vorg&#228;ngerfolge</a>). Jack dreht den Kompass an diese Stelle, und in den Spiegeln, die eigentlich vielleicht zur Verst&#228;rkung der Leuchtfeuer dienen, ist jetzt Jacks Haus seiner Kindheit zu sehen. »He&#8217;s been watching us! The whole time! All of us! He&#8217;s been watching us!« Diese Leuchtturmspiegel sind also ungef&#228;hr das, was Borges als »Aleph« bezeichnet hat.</p>
<p>Aber Jack ist jetzt nicht nach Literaturgeschichte zumute. Er rastet aus und zerkloppt den Wunderspiegel, zersplittertes Glas auf dem Boden, das klassische schlechte Omen, hehe.</p>
<p>Nach dieser Wutorgie sitzt Hurley allein vor dem Leuchtturm und hat wieder eine Jacob-Erscheinung. Das sei jetzt nicht so schlimm, dass die Spiegel kaputt seien. Die mysteri&#246;sen Leute, die zur Insel kommen, »will find some other way«. Jacob habe die beiden auch nur vom Temple weglocken wollen, denn jemand arg B&#246;ses komme da gerade zu Besuch, und er meint damit sicher <b>Fake-Locke, seinen gro&#223;en rauchmonsterigen Multi-Shape-Gegner</b>, der am Ende der Folge bei Claire und Jin reinschneit: »Am I interrupting?« Und Claire erl&#228;utert Jin: »This is not John, this is my friend.«</p>
<p>&#220;brigens Claire, sie hat Jin aus der B&#228;renfalle herausgeholfen. Sie ist da jetzt also seit drei Jahren im Dschungel unterwegs und sieht auch so aus und erinnert eben an die ebenso verwilderte und verst&#246;rte Rousseau. »Where are you hiding my son?«, fragt sie den einen &#252;berlebenden Others-Typen. Ihre Frage bleibt ohne Antwort, also will sie den Typen umhauen, aber Jin h&#228;lt sie zur&#252;ck, mit der Info, dass der kleine Aaron von Kate zu sich genommen wurde, als die Oceanic Six die Insel verlassen haben. Und dann drischt Claire trotzdem diesem Typen die Axt in den Leib.</p>
<p>Jin &#252;berschl&#228;gt kurz seine &#220;berlebenschancen und entscheidet sich daf&#252;r, die Aussage, Aaron sei mit Kate von der Insel gegangen und von ihr aufgezogen worden, zur&#252;ck. Nein, gar nicht, der Kleine sei bei den Others im Temple. Und dann schneit, wie gesagt, Fake-Locke herein, Claires »friend«.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot</big></b></p>
<p>Jack kommt nach Hause, zwischen zwei Familienfotos liegt unter einer Teetasse und B&#252;chern ungelesen das »Wall Street Journal« und wird wohl auch auf ewig ungelesen bleiben, bei all dem, was Jack sonst noch zu tun hat. Er ist n&#228;mlich, soweit einer der Twists dieser Folge, Vater eines pianobegabten Jungen, David. Wer die Mutter ist, von der Jack getrennt lebt, erfahren wir jetzt noch nicht, und das l&#228;sst darauf schlie&#223;en, dass das ein n&#228;chster Twist werden wird.</p>
<p><b>Die Vater-Sohn-Problemgeschichte ist an Klischees kaum zu &#252;berbieten:</b> Ein Gespr&#228;ch &#252;ber »Alice in Wonderland« verl&#228;uft im Sand, der Junge leidet unter der st&#228;ndigen Abwesenheit des Vaters, der Vater versucht das bei den raren Treffen zu &#252;berspielen, »I&#8217;m just trying to have a conversation with you, David« etc. etc.</p>
<p>Jack stattet au&#223;erdem seiner Mutter einen Besuch ab. Die Leiche von Christian Shephard ist gerade irgendwo in Berlin gelandet, egal, jedenfalls findet Jacks Mutter das Testament ihres Mannes. Darin wird eine Claire Littleton erw&#228;hnt, sie fragt Jack, ob er wisse, wer das sei.</p>
<p>Als Jack zur&#252;ck in seine Wohnung kommt, ist sein Sohn nicht mehr da. Er sp&#252;rt ihn schlie&#223;lich abends beim Vorspiel am Konservatorium auf. Dort begegnet er noch jemandem: Schon von hinten, am seidig gl&#228;nzenden Pferdeschwanz, erkennen wir den neuen Serienjapaner Dogen. Jetzt ist der Tempelboss eben auch am Konservatorium zugange und schw&#228;tzt ein bisschen doppeldeutig mit Jack herum.</p>
<p>Zum Abschluss des Nicht-Absturz-Plots gibt es noch einen sentimentalen Vater-Sohn-Dialog vor dem Konservatorium, in dem es um Versagensangst geht. Und dann ist alles wieder gut: »I&#8217;ve got some pizza back at the house. You hungry?«</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 4. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/02/27/lost_s06e04/</link>
		<comments>http://www.umblaetterer.de/2010/02/27/lost_s06e04/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:23:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler!
Episode Title: »The Substitute«
Episode Number: 6.04 (#106)
First Aired: February 16, 2010 (Tuesday)
4: 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13/14
5: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16/17
6: 1/2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17/18
Nachdem Fake-Locke, a.k.a. NotLocke, a.k.a. Jacobs Erzfeind, a.k.a. Der Antagonist, a.k.a. The Man in Black usw. in Folge 3 abgetaucht war, geht es in Folge 4 haupts&#228;chlich um dieses allegorische Mischwesen. Achtung, es wird mal wieder leicht l&#228;cherlich:
1. – Insel-Plot
Unser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »The Substitute«<br />
Episode Number: 6.04 (#106)<br />
First Aired: February 16, 2010 (Tuesday)<br />
4: <a href="/2008/02/05/lost-4-staffel-1-folge/">1</a>-<a href="/2008/02/12/lost-4-staffel-2-folge/">2</a>-<a href="/2008/02/19/lost-4-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2008/02/26/lost-4-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2008/03/05/lost-4-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2008/03/12/lost-4-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2008/03/20/lost-4-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2008/03/25/lost-4-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2008/05/07/lost-4-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2008/05/14/lost-4-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2008/05/19/lost-4-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2008/06/09/lost-4-staffel-13-und-14-folge/">13/14</a><br />
5: <a href="/2009/01/30/lost-5-staffel-1-und-2-folge/">1/2</a>-<a href="/2009/02/06/lost-5-staffel-3-folge/">3</a>-<a href="/2009/02/18/lost-5-staffel-4-folge/">4</a>-<a href="/2009/02/25/lost-5-staffel-5-folge/">5</a>-<a href="/2009/03/03/lost-5-staffel-6-folge/">6</a>-<a href="/2009/03/14/lost-5-staffel-7-folge/">7</a>-<a href="/2009/03/15/lost-5-staffel-8-folge/">8</a>-<a href="/2009/03/22/lost-5-staffel-9-folge/">9</a>-<a href="/2009/04/04/lost-5-staffel-10-folge/">10</a>-<a href="/2009/04/11/lost-5-staffel-11-folge/">11</a>-<a href="/2009/04/13/lost-5-staffel-12-folge/">12</a>-<a href="/2009/04/19/lost-5-staffel-13-folge/">13</a>-<a href="/2009/05/06/lost-5-staffel-14-folge/">14</a>-<a href="/2009/05/16/lost-5-staffel-15-folge/">15</a>-<a href="/2009/05/21/lost-5-staffel-16-und-17-folge/">16/17</a><br />
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<p>Nachdem Fake-Locke, a.k.a. NotLocke, a.k.a. Jacobs Erzfeind, a.k.a. Der Antagonist, a.k.a. <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/The_Man_in_Black">The Man in Black</a> usw. in <a href="/2010/02/26/lost_s06e03/">Folge 3</a> abgetaucht war, geht es in Folge 4 haupts&#228;chlich um dieses allegorische Mischwesen. Achtung, es wird mal wieder leicht l&#228;cherlich:</p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Unser Inselaufenthalt beginnt mit einer Kamerafahrt aus dem Point of View des Rauchmonsters. Eigentlich ja mal eine gute Idee. Nach ein bisschen Achterbahnfahren verwandelt sich das Rauchvieh aber schon wieder in Fake-Locke und hebt eine verrostete Machete vom Boden auf.</p>
<p>Damit befreit er nun Richard, den er in der Zwischenzeit in einem Netz oben im Wipfelbereich zwischengelagert hatte: »time to talk«. Die Gestalt John Lockes habe sich Fake-Locke gegeben, da sie ihm Zugang zu Jacob erm&#246;glicht habe, da Locke ein what-so-ever <i>candidat</i> gewesen sei. Es folgt etwas <b>faustischer Schmus</b>, Fake-Locke zu Richard: »Come with me, and I promise, I&#8217;ll tell you everything!« Aber Richie Boy will nicht. Die Erscheinung eines blondschopfigen Jungen beunruhigt Fake-Locke, er macht sich von dannen.</p>
<p>Er sucht Sawyer im verlassenen Dharma-Dorf auf. Dieser wundert sich nicht &#252;ber die Pr&#228;senz von Locke: <b>»I don&#8217;t give a damn if you&#8217;re dead, or time-travelling, or the Ghost of Christmas Past.«</b> Das d&#252;rfte auch vielen Zuschauern aus dem Herzen sprechen, hehe. Dann verspricht mit Fake-Locke mal wieder jemand das Blaue vom »Lost«-Himmel, die Antwort auf die »most important question in the world«: »Why are you on this island?!«</p>
<p>Ok, Sawyer folgt dem gefakten Locke, und wieder begegnen wir dem blonden Jungen, der zun&#228;chst von Fake-Locke gejagt wird, ihn dann aber zurechtweist: »You know the rules! You can&#8217;t kill him!« Und der Fake-Locke antwortet lustigerweise mit dem Mantra des realen, jetzt toten Locke: »Don&#8217;t tell me what I can&#8217;t do!«</p>
<p>Zwischendurch trifft Sawyer auf dem weitl&#228;ufigen Inselgel&#228;nde ganz zuuuf&#228;llig noch auf Richard, der ihn zum Temple mitnehmen will. Aber er will nicht, und Richard tritt in dem Moment wieder ab, in dem Fake-Locke wieder auftritt. Ein ziemlich unmotiviertes Erscheinen und Verschwinden von Figuren, &#252;ber so was hat sich ja schon Lessing <a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Lessing,+Gotthold+Ephraim/&#196;sthetische+Schriften/Hamburgische+Dramaturgie/Erster+Band/F&#252;nf+und+vierzigstes+St&#252;ck">in der »Hamburgischen Dramaturgie«</a> kaputtgelacht, und zwar zu Recht, hehe.</p>
<p>Als N&#228;chstes gibt es ein wenig <strong>Bildungsfernsehen</strong>: Sawyer erz&#228;hlt Fake-Locke von <strong>Steinbecks »Of Mice And Men«</strong>, der Stelle am Schluss, als George dem armen Lennie ein Loch in den Hinterkopf schie&#223;t, um ihn vor der Lynchjustiz der heranr&#252;ckenden Menge zu bewahren. Sawyer h&#228;lt nun auch Fake-Locke <i>at gunpoint</i>, um Lennies Schicksal nicht zu teilen. Aber Fake-Locke spricht, zu Tr&#228;hnen r&#252;hrend, von seinem eigenen Problem: Er sei <i>trapped</i>, er sei auch mal ein Mensch gewesen, »like you«, und ist nun offenbar eine Art Geist in der Flasche. Sawyer l&#228;sst dann auch von ihm ab und folgt ihm zu einer Felsklippe.</p>
<p>Die beiden klettern eine Leiter hinab, direkt Richtung Hades, scheint&#8217;s. Es folgt nat&#252;rlich noch <strong>ein bisschen alpine Dramatik</strong>, Sawyer rutscht von der Leiter ab, Kampf am Berg, Mann gegen Leiter, und Fake-Locke rettet ihn. Sie gelangen unten in eine kleine H&#246;hle. Dort steht eine Waage mit ein paar Steinen als Gewichten. Fake-Locke nimmt einen wei&#223;en Stein vom einen Ende der Waage und wirft ihn ins Meer, ein »inside joke«, haha.</p>
<p>Dann wird es wieder halbwegs interessant: An der H&#246;hlendecke stehen die Namen der Oceanic-Abst&#252;rzler, einige davon sind durchgestrichen, jedenfalls: »that&#8217;s why you&#8217;re all here«. Jacob habe die Namen da hingeschrieben. Die Namen sind mit Zahlen kombiniert, einige Lostianer haben die bekannten »Lost«-Zahlen bei sich stehen, wohl ein Fingerzeig auf die nahende Aufl&#246;sung. <b>Dieses wohlfeile »Lost«-Sudoku l&#228;dt aber erst mal noch zum G&#228;hnen ein</b>: 4–LOCKE, 8–REYES, 15–FORD, 16–JARRAH, 23–SHEPHARD, 42–KWON.</p>
<p>Es gehe jedenfalls im gro&#223;en Ganzen um den Schutz der Insel. Es folgen weise Worte von Fake-Locke, die weisesten seit dutzenden Folgen: Die Insel m&#252;sse eigentlich vor niemandem gesch&#252;tzt werden, das sei eben der Witz. Und dass sie deshalb lieber allesamt nach Hause gehen sollten. Sawyer: »Hell, yes!«</p>
<p><b>Meanwhile, am Strand.</b> Ilana will Erkl&#228;rungen von Ben, der ihr sagt, Locke habe sich in das Monster verwandelt und habe Jacob und Ilanas Kumpel gekillt. Ilana ruft zum Aufbruch, sie kriegt auch Sun dazu, mit der Aussicht auf ein Wiedersehen mit Jin, sp&#228;ter, im Temple. Aber unser wallonischer Freund Tao von <i>Critik en séries</i> hat sicher Recht, wenn er <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-604-the-substitute.html">vermutet</a>: « Mais s&#8217;ils doivent se retrouver, j&#8217;ai l&#8217;impression que ce ne sera pas avant les ou le dernier épisode de la série. »</p>
<p>Vorher findet aber noch das Begr&#228;bnis des realen Locke statt. Das h&#228;tte der auch nicht gedacht, dass sein letztes Geleit mal aus Sun, Ilana, Chopper-Frank und Ben Linus bestehen w&#252;rde. Ben h&#228;lt die Grabrede auf den »man of faith«, darin der sch&#246;ne Halbsatz: »and I&#8217;m very sorry I murdered him«.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Nicht-Absturz-Welt)</big></b></p>
<p>Locke zu Hause bei seiner Frau Helen, die beiden stecken in Hochzeitsvorbereitungen. Helen findet die Visitenkarte von Jack, Locke findet seine Begegnung mit ihm eher wenig anschlussf&#228;hig, aber Helen sagt: »Maybe it&#8217;s destiny.«</p>
<p>Da Locke nicht auf der Konferenz in Sydney war, wird er nun gefeuert. Kurz darauf begegnet er Hurley, der gl&#252;cklicherweise der zust&#228;ndige Firmenchef ist und Mitleid mit ihm hat. Er verweist ihn an eine ihm geh&#246;rende Arbeitsvermittlung. Dort trifft Real-Locke nach einigen Umwegen bei der Jobberatung (»What kind of animal would you describe yourself as?«) auf Rose. Als Ergebnis landet er als Aushilfslehrer an einer Schule.</p>
<p>Im Lehrerzimmer begegnet er dann, *huch*, einem pseudobebrillten Ben Linus, Lehrer f&#252;r Europ&#228;ische Geschichte, der den Aushilfslehrer Locke herzlich willkommen hei&#223;t. Da fragen wir uns doch endlich mal folgsam, was sich auch Tao <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-604-the-substitute.html">fragt</a>: « Je me demande toujours quel est le but de ce monde parallèle. »</p>
<p>(Morgen folgt hier der <a href="/2010/02/28/lost_s06e05/">kulturhistorische Recap zu Folge 5</a>, dann sind wir wieder auf der H&#246;he und bleiben dann aktuell, soweit zumindest DER PLAN. Dienstagabend »Lost«, Mittwochmorgen <span STYLE="font-variant:small-caps;">Umbl</span>-Recap.)</p>
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