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	<title>Der Umblätterer &#187; Lost</title>
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	<description>In der Halbwelt des Feuilletons.</description>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 17. und 18. Folge</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 16:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »The End (1+2)« Episode Number: 6.17/6.18 (#119+#120) First Aired: May 23, 2010 (Sunday) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Ein steinerner Riesenkorken wird gehoben. Eine Insel rüttelt und schüttelt sich. Ein Mann in Schwarz wird wieder menschlich. Ein Flugzeug wird repariert. Das Neue Testament wird plagiiert. Und die unabgestürzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »The End (1+2)«<br />
Episode Number: 6.17/6.18 (#119+#120)<br />
First Aired: May 23, 2010 (Sunday)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Ein steinerner Riesenkorken wird gehoben. Eine Insel rüttelt und schüttelt sich. Ein Mann in Schwarz wird wieder menschlich. Ein Flugzeug wird repariert. Das Neue Testament wird plagiiert. Und die unabgestürzte L.A.-Welt entpuppt sich als Fegefeuer für Arme. »Lost« ist vorbei und gewinnt den Sonderpreis für esotherische Serienfinals.</p>
<p><span id="more-5864"></span></p>
<p><b><big>1. L.A.-Plot</big></b></p>
<p>In der L.A.-Anderswelt läuft zunächst alles auf das abendliche Konzert zu, später auf eine Vergebungsorgie in dieser komischen Eloise-Hawking-Kirche, bekannt aus einer der furchtbarsten Szenen der gesamten Serie, <a href="/2009/03/03/lost-5-staffel-6-folge/">der SciFi-Schrott-Suada in Folge 5.06</a>. Vorher kriegen alle Charaktere der unabgestürzten Fegefeuer-Welt Erinnerungsflashs. Szenen ihrer Inselabenteuer ziehen an ihnen vorrüber, wie im Moment des Todes, und ganz so falsch liegt man damit ja nicht.</p>
<p>Desmond als Organisator des L.A.-Finales nimmt den Sarg von Christian Shephard entgegen, bei der Nennung des Namens macht sich Kate darüber lustig: <strong>»<em>Christian Shephard</em>? Seriously?«</strong> Und tatsächlich, mir fiel diese billige Offensichtlichkeit in ihrer billigen Offensichtlichkeit zum ersten Mal auf. Danke, Freckles!</p>
<p>Sayid und Hurley, die ja <a href="/2010/05/21/lost_s06e16/">in der vorangegangenen Folge</a> von Desmond gepaart wurden, wollen inzwischen »Drive Shaft«-Charlie zum bevorstehenden Konzert abholen, aber der will nicht. Hurley schießt ihn mit einer riesigen Betäubungspistole um und lädt ihn in den Truck, eine schöne Szene.</p>
<p>Cop Miles sieht Sayid beim Konzert ankommen, äh, wird der nicht grad hochsicherheitsmäßig verlegt? Er ruft also Cop Sawyer an, der sich darauf ins KKH begibt, um für Sun Personenschutz zu leisten, da sie eventuell Gefahr laufe, von Sayid aufgesucht zu werden, da sie die einzige überlebende Zeugin seiner Metzelorgie in Sachen Keamy &#038; Co. gewesen sei.</p>
<p>Bei Sun und Jin im Spital kreuzt Juliet auf und zeigt ihnen per Ultraschall ihre werdende Tochter Ji Yeon, eine Parallelszene zu Folge 3.19, als auf der Insel genau dasselbe passierte. Sun wird geflasht von Inselerinnerungen: »I &#8230; remember!« – und jetzt hat auch Jin Halluzinationen, wir kriegen die komplette Sun-&#038;-Jin-Story noch mal daumenkinoartig vorgespielt (ist wie immer grenzwertig). Und auf einmal können die Beiden auch wieder Englisch sprechen. »Congratulations!«, sagt Juliet, was soll man sonst auch sagen, wenn jemand plötzlich einfach so Englisch sprechen kann, hehe.</p>
<p>Ebenfalls im Krankenhaus zugegen sind Patient Locke und Doc Jack. Locke fragt, ob das funktioniere mit der OP, darauf Jack: <strong>»Well, there&#8217;s always the chance that I could kill you.«</strong> Beide müssen sehr lachen, und durch diesen Kommentar wird schön der Insel-Antagonismus thematisiert, es ist eigentlich fast der beste Satz dieses Finales.</p>
<p>Dann erfolgt <a href="/2010/05/21/lost_s06e16/#comment-3918">die Bestätigung</a>: Juliet <i>ist</i> Jacks Ex-Frau und Mutter dieses Piano spielenden Sohnes, der dann übrigens später in der Folge nicht mehr existieren wird, zack.</p>
<p>Hurley hängt immer noch mit Sayid ab, er muntert ihn auf, er sei doch ein cooler Typ und solle sich nicht von anderen sagen lassen, wer er sei. Sehr unzufällig passiert dann vor einer Nebenstraßenkneipe eine Schlägerei, eine Blondine wird hart angepackt, Sayid rettet sie, es ist Shannon, in Folge 2.08 aus Versehen erschossen von Ana Lucia, und beide flashen und kennen auf einmal ihre Namen, und romantisch wird es. Boone, Shannons Bruder und ebenso wie sie Inselopfer, ist auch am Start und hat diese Szene irgendwie mit Hurley abgesprochen.</p>
<p>Redhead Charlotte kriegt noch einen Kurzauftritt spendiert, sie darf Charlie aufwecken. Auch Faraday taucht auf und gibt sich samt Künstlerhut und Künstlername (»Daniel Widmore«) als Pianist aus, begleitet wird er von »Drive Shaft«. Bei Konzertbeginn treffen sich Charlies und Claires Blicke, Claire steht auf und begibt sich auf der Suche nach sanitären Anlagen in den Backstage-Bereich.</p>
<p>Dort hilft ihr Kate bei der Geburt, so wie damals auf der Insel, und wieder zucken ihnen ein paar Erinnerungsbilder durch die Hirne. Auch Charlie kniet sich in die Szene hinein und flasht. Desmond fragt Kate dann rhetorisch: »Do you understand?« Eloise Hawking im typischen Oma-Look wiederum fragt den Schotten: »And once they know, what then?« Desmond: »Then? We&#8217;re leaving!«</p>
<p>Mittlerweile ist im Krankenhaus die Operation gelungen: <strong>»It wor&shy;ked!«</strong>, sagt Locke. Überhaupt ist diese Finalfolge wieder ein Fest der wiederkehrenden Wendungen (»dude«, »there are rules«, »and never look back«, »this is what I&#8217;m supposed to do«, »the island needs you«, »I believe in you«, »now you&#8217;re like me«, »I&#8217;ll see you in another life, brother« usw.). Jedenfalls kann Locke seine Beine wieder fühlen und auch bewegen. Nun hat auch er einen Erinnerungsblitz und verwirrt Jack mit seinen Aussagen: »You don&#8217;t remember?«</p>
<p>Sawyer ist ja auch im Haus und will sich am Automaten irgendeinen Candy-Riegel holen. Es folgt ein erst umständliches, dann herzliches Tête-à-tête genau in diesem sterilen Ambiente, Juliet und Sawyer kriegen Rückblicke auf ihre gemeinsame Zeit bei den Dharmas spendiert.</p>
<p>Inzwischen hat das Konzert unerwartet rasch geendet, Jack kommt zu spät und trifft nur noch Kate an. Auf geht&#8217;s zur Eloisenkirche. Dort, wo die L.A.-Welt ihrem Ende entgegengeht, rollt auch Locke an einem grübelnden Ben vorbei, der sich ganz generell für sein Tun entschuldigt. Locke vergibt ihm, hier spätestens beginnt die Vergebungsorgie. Locke steht dann aus seinem Rollstuhl auf und grinst und sagt: »Goodbye, Ben!«</p>
<p>In der Kirche steht Jack schließlich am Sarg seines Vaters, er berührt das Sargholz, *flash!*. Der Sarg ist, wie es sich für einen Sarg à la Christian »Silberfuchs« Shephard gehört: leer. Hinter Jacks Rücken erschallt sein Erkennungssatz: <strong>»Hey, kiddo!«</strong></p>
<p>Ein Gespräch zwischen untotem Vater und untotem Jack folgt. Dieser Schlagabtausch wird die zukünftige »Lost«-Exegese wohl am meisten beschäftigen. Jack erkennt irgendwie das hier: »I died, too.« »It&#8217;s okay, son«, sagt da sein Vater. Er sagt dann auch noch Sachen wie »There is no now, here.« Ins Blick rutscht ein überkonfessionell gestaltetes Kirchenfenster (Halbmond, Davidstern, Om-Zeichen, Kreuz, Dharmachakra, Taiji).</p>
<p>Alle brauchen irgendwie alle, soweit die Aussage des alten Shephard, »to remember and let go« usw. usf. Am Ende sehen wir Umarmungen zwischen den in der Kirche anwesenden Lostianern. Chris Shephard geht zur Tür hinaus, hinter den sich öffnenden Türflügeln bricht ein unermessliches Licht herein, wie in Ungarettis berühmtem »Mattina«-Gedicht: <strong>»M&#8217;illumino d&#8217;immenso.«</strong></p>
<p>Ein sehr esoterisches Ende. Richtig zusammengeschrieben wurden die beiden Parallelwelten also nicht, dafür waren die »Lost«-Autoren vielleicht einfach nicht gut genug, hehe. Am Ende wartet aber Frieden, Vergebung, Gleichzeitigkeit von allem und allen, das ist doch auch was. Und damit ist die Serie ja noch nicht mal vorbei. Sie endet da, wo sie begonnen hat: auf der Insel.</p>
<p><b><big>2. Inselgeschehen</big></b></p>
<p>Kate sieht Jack von hinten im Wasser stehen, das muss der Garten Getsemane sein und die erste von übervielen Anspielungen auf das Neue Testament. Sawyer übertreibt gleich wieder und bringt auch das A.T. ins Spiel, indem er Jacob als »burning bush« bezeichnet und wissen will, was dieser zu Jack gesagt hat. Nun, vor allem, dass sie zum Lichtloch ziehen sollen.</p>
<p>Hernach gerät Sawyer kurz in die Fänge des Duos Ben/Fake-Locke, es geht ein bisschen hin und her, dann tut Sawyer seinen Ellbogen in Bens Gesicht und kann fliehen. Desmond wurde inzwischen bei Rose und Bernard gesund gepflegt, es gibt dort auch ein Wiedersehen mit Hund Vincent. Schon aber tauchen Fake-Locke und Ben auf und holen sich den Schotten.</p>
<p>Unterdessen versucht Miles Kontakt aufzunehmen mit Ben, er hat Alpert gefunden, der die Stoßattacke des Rauchmonsters <a href="/2010/05/21/lost_s06e16/">in der letzten Folge</a> nun doch überlebt hat, was ja selbst für einen Unsterblichen sicher nicht so einfach war. Kurz darauf entdeckt Miles bei Richard ein erstes graues Haar, vielleicht darf er jetzt perspektivisch doch irgendwann den Löffel abgeben.</p>
<p>Beim Übersetzen auf die Hydra-Insel, wo ja der Flieger liegt, taucht aus den Untiefen des Drehbuchs und des Ozeans Chopper-Frank auf, der nicht ohne Grund seit mehreren Staffeln mitgeschleift wird. Er trägt immer noch sein räudiges Pilotenhemd. Er schlägt vor, einfach ohne den Rauchmonstermann mit dem Flugzeug die Insel zu verlassen: »In case you haven&#8217;t noticed, I&#8217;m a pilot.«</p>
<p>Dann! Auf einer Anhöhe treffen beide Parteien aufeinander, die Jacob-Getreuen samt Jack stehen nun direkt Camp Rauchmonster gegenüber. High Noon? Kate fängt auch sofort an zu schießen, das macht bei Unverwundbarkeit natürlich null Sinn, Fake-Locke lacht sich kaputt und macht dann eine schöne Bemerkung zu Jack: <strong>Er sei ja irgendwie die naheliegende Wahl gewesen als Neu-Jacob, wie langweilig.</strong> Eine schöne Überraschung, dass der Showdon vorerst ausbleibt und dann beide Parteien gemeinsam zum Lichtloch ziehen, um dort dann sozusagen die Insel die Entscheidung fällen zu lassen.</p>
<p>Ab einem bestimmten Punkt gehen nur noch Fake-Locke, Jack und Elektro-Desmond weiter, der dann a.a.O. per Seil hinabgelassen wird. Die Lichthöhle wirkt als Kulisse übrigens billiger als die Pappbauten für die Nibelungen-Verfilmungen der 1920er Jahre. Unten humpelt Des dann in so einer Art Erlebnisdisko herum und hebt in der Mitte eines Wasserbassins einen steinernen Korken heraus. Das Bild verwackelt, Geräusche erklingen, die nahelegen, dass eine große Maschine ausgeht.</p>
<p>Draußen streiten sich Fake-Locke und Jack darum, wer nun Recht hatte. Bei der Kabbelei wird Fake-Lockes Mund blutig geschlagen (<strong>»My mouth&#8217;s bleeding, Bert! My mouth&#8217;s bleeding!«</strong>). Er ist also wieder: verwundbar! Dann setzt DER GROSSE REGEN ein. Der gefakte Locke verschwindet irgendwie, Jack geht nach Desmond kucken. Und Ben rettet Hurley das Leben und landet selber unter einem Baum.</p>
<p>Auf der Nachbarinsel wird parallel dazu der Ajira-Flieger repariert, Miles glaubt an nicht viel, aber an Panzertape! Und dann springt die Maschine an, der Flight of the Phoenix kann beginnen! Vorher kommt es aber noch zum Endkampf an den Klippen. Fake-Locke sticht Jack in die rechte Seite, und hier wird die Inselhandlung nun endgültig zu dessen ganz persönlichem Passionsspiel.</p>
<p>Während das Rauchmonster in Locke-Gestalt zum finalen Stich an Jacks Kehle ansetzt (so lässt sich auch seine Wunde in der L.A.-Parallelwelt erklären), während es also schlecht aussieht für Jack, wird der Mann in Schwarz feige von hinten erschossen, von Kate, und diesmal hat sie Erfolg, <strong>denn der Inselschurke muss ja mittlerweile ohne den Invulnerability-Cheat auskommen</strong>, seine letzten Worte sind: »You&#8217;re too late!« Dann liegt er da und Jack stößt ihn achtlos die Klippen hinab.</p>
<p>Die Insel bebt aber noch immer, also muss der Steinstöpsel wieder an seine vormalige Position zurück, es kommt wieder zu einer der grandiosen Gruppenteilungen, der allerletzten in »Lost«: Jack, Ben, Hurley ziehen zum Lichtloch, Sawyer, Kate und Claire machen sich auf zum Ajira-Flieger, den sie auch gerade noch so erreichen. <strong>Ajira 316 hebt ab</strong>, mit 6 Leuten an Bord: Kate, Claire, Miles, Sawyer, Lapidus, Richard.</p>
<p>Vorher, nach der Hinmordung des Monsters an den Klippen, kam es noch zur Erphyllung aller Träume der Jack-&#038;-Kate-Fraktion, »I love you!« hieß es da, und Sawyer, der Davidoff-Mann, stand bedröppelt im Hintergrund.</p>
<p>Am Lichtloch wird nun Unglücksrabe und Publikumsliebling Hurley als Großer Inselprotektor inauguriert. Aus einer vermoderten Oceanic-Plastikflasche kriegt er Pfützenwasser verabreicht, eine interessante Variante des Abendmahlskelchs. Hurley muss den Job übernehmen, weil Jack sich opfern will. Denn nun ist er es, der sich abseilen lässt. Unten trifft er Desmond, den er wegschickt. Die Rettung der Insel und der Welt gelingt, schöne Musik erklingt, das Wasser fließt wieder. Des wird wieder hochgezogen zu Hurley und Ben.</p>
<p><strong>»Jaaaaaaaaack!«</strong> Aber Jack is gone, Hurley fragt, was er jetzt machen soll, Ben: vielleicht gebe es einen besseren Weg, die Insel zu managen als Jacob das getan hat. Ben wird zum Inselberater ernannt und gibt sich damit auch zufrieden: »I&#8217;d be honoured.«</p>
<p>Jack erwacht dann außerhalb des Lichtlochs, Auferstehung etc., er legt sich zum Sterben an die Stelle, wo die Serie vor knapp 6 Jahren, am 22. September 2004 begonnen hat, zwischen irgendwelche Bambusstämme. Hund Vincent stößt hinzu (warum das denn!), hoch oben sehen wir die Ajira-Maschine davonfliegen, dann zoomt die Kamera auf Jacks Auge, das sich schließt, Ende.</p>
<p align="center"><b><big>L O S T</big></b></p>
<p>Alle Welt ist zufrieden oder unzufrieden mit diesem Ende, Tao von <i>Critik en séries</i> liegt aber ziemlich richtig, <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-617-the-end.html">wenn er schreibt</a>: « Ce final, c&#8217;est seulement un épisode de plus et c&#8217;est tout. Dans dix ans, on se souviendra de <i>Lost</i> pour des dizaines de choses, pas forcément pour ces dernières minutes. De la même façon, quand on parle de <i>Friends</i>, on n&#8217;évoque pas d&#8217;emblée le dernier épisode. »</p>
<p>Das sablog <a href="http://www.sablog.de/2010/05/25/lost-loslassen-konnen/">vermutet übrigens</a>, »dass der Großteil der treuen Zuschauer eben eher aus der SciFi-Fangemeinde stammt«, die nun ohne SciFi-gemäße Antworten entlassen wurde. In meinem Umfeld dagegen fanden alle die für den SciFi-Turn hauptverantwortliche <a href="/2008/03/05/lost-4-staffel-5-folge/">Folge 4.05</a> furchtbar und schrecklich, einige sind genau deswegen ausgestiegen.</p>
<p>Und Lindelof hat ja <a href="http://www.wired.com/magazine/2010/04/ff_lost/8/">im »Wired«-Interview</a> die Aussage bejaht: »It would have been hard to have a six-year show about people marooned on an island without science fiction elements.« Der ganze SciFi-Schrott war also offenbar vor allem ein Mittel, um die Show etwas abwechslungsreicher in die Länge zu ziehen, das ist doch auch mal eine Feststellung.</p>
<p>Spielt letztlich aber nun alles keine Rolle, und die schlausten Worte zu »Lost« und dem, was es gewesen sein wird, sind wie so oft <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/05/26/letzte-gedanken-zu-lost-keine-recap/"><b>hier</b></a> zu lesen: »Lost war nie etwas anderes als Disneyworld. Lost war ein Themenpark.«</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lost: 6. Staffel, 16. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/05/21/lost_s06e16/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 16:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »What They Died For« Episode Number: 6.16 (#118) First Aired: May 18, 2010 (Tuesday) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Ok, der letzte »Lost«-Dienstag war das, jetzt fehlt nur noch die finale Doppelfolge am Sonntag, und dann! – In dieser 16. Folge versammelt Desmond in der Nicht-Absturz-Welt die unabgestürzten Varianten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »What They Died For«<br />
Episode Number: 6.16 (#118)<br />
First Aired: May 18, 2010 (Tuesday)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Ok, der letzte »Lost«-Dienstag war das, jetzt fehlt nur noch die finale Doppelfolge am Sonntag, und dann! – In dieser 16. Folge versammelt Desmond in der Nicht-Absturz-Welt die unabgestürzten Varianten der Lostianer. Auf der Insel herrscht wieder heiteres Klingenspringen. Und Jack berät seine berufliche Zukunft mit Jacob.</p>
<p><span id="more-5815"></span></p>
<p><b><big>1. – L.A.-Plot</big></b></p>
<p>Wieder mal eine Folge, die mit einem Detailshot auf Jacks Auge beginnt. Und wieder mal hat er so eine kleine blutende Wunde am Hals (wie im Flugzeug am Anfang der Staffel) und weiß nicht warum. Jedenfalls erwacht er in seiner L.A.-Wohnung, sein Sohn David ist mit am Start und hat Frühstück zubereitet (Jack: »You know, technically, opening a box of cereal is not making breakfast.«).</p>
<p>Abends stehe *das* Konzert bevor, Mom komme auch, und da werden wir sicher endlich erfahren, wer diese Mom ist, allerdings erst im Finale am Sonntag. Dann ein Anruf der Oceanic Airlines: Die Vatersleiche, der tote Christian Shephard, sei jetzt lokalisiert worden und auf dem Weg nach L.A., angeblich, denn es ist Desmond, der da anruft.</p>
<p>Derselbe Des will bei der Schule wieder Locke umfahren, Ben ist vor Ort und will ihn daran hindern. Als Belohnung für diese gute Intention wird er endlich wieder mal <span style ="color:green;"><b>grün</b></span>, <span style ="color:blue;"><b>blau</b></span> und <span style ="color:red;"><b>rot</b></span> geschlagen und sieht so angematscht aus wie am Anfang seiner »Lost«-Karriere in Staffel 2, und dabei kommt es in seinem Gehirn zu Interferenzen, wie vorher schon bei Hurley, und das kündigt sicher die im Finale anstehende Verschmelzung beider Parallelwelten an.</p>
<p>Des hat übrigens gemeint, er wolle Locke doch nur anspornen, <strong>»I&#8217;m here to help him let go«</strong>. Genau das gibt Ben dann an Locke weiter.</p>
<p>Inzwischen hat sich der schottische Verkehrsrowdy freiwillig der Polizei gestellt, die natürlich in Form der LAPD-Buddys Miles und Sawyer auftritt. Desmond wird zu Sayid in die Zelle gesperrt, Kate ist gleich in einem Nachbarkäfig untergebracht. Die drei sollen dann verlegt werden, und im Polizeiwagen bietet ihnen Desmond ihre Freilassung an, wenn sie ihm hernach einen Wunsch erfüllen. Das scheint in Ordnung zu gehen.</p>
<p>Auftritt Ana Lucia als geschmierte Polizistin. Sie öffnet die Wagentür und schließt die Handschellen der drei Knastis auf. Hurley bringt derweil das Bestechungsgeld, Kate soll dann Desmond zum großen Konzert begleiten, Sayid wird mit Hurley auf den Weg geschickt.</p>
<p>Vor der Schule wird der bemitleidenswerte Ben von Alex abgepasst. Er lernt ihre Mutter, tatsächlich unsere Danielle Rousseau, kennen und wird stante pede mit zum Abendessen genommen. Dort erfährt er, dass Alex&#8217; Vater gestorben sei, als sie zwei Jahre alt war, und dass Ben ihr nachgerade ein Ersatzvater sei. <strong>Große Freude!</strong></p>
<p>Ansonsten sucht Locke im Spital noch Jack auf und weist auf die vielen Koinzidenzen seit der Landung hin: »Maybe this is happening for a reason.« Eine traditionelle Jack/Locke-Diskussion findet statt, Glaube vs. Ratio, Schicksal vs. Zufall. Jack: »I think you&#8217;re mistaking coincidence for fate.« Aber Locke ist das egal, er will nämlich jetzt gefixt werden, »I think I&#8217;m ready to get out of this chair«.</p>
<p><b><big>2. – Inselgeschehen</big></b></p>
<p><b><big>2.1. – Camp Jacob</big></b></p>
<p>Jack, Kate, Hurley, Sawyer – die vier U-Boot-Gestrandeten sind an Land, Morgengrauen, Jack näht Kate unterhalb des Halses eine Wunde zusammen. Kate ihrerseits beheult den Liebestod von Sun &#038; Jin, »<i>Locke</i> did this to them, we have to kill him, Jack.» – »I know.«</p>
<p>Zunächst soll aber Desmond gerettet werden, auf geht&#8217;s. Hurley erscheint in Blickweite der kleine blonde Junge, Klein-Jacob, und stellt Forderungen: »Give me the ashes!« Der Kleine reißt die von Ilana zusammengekratzte Asche Hurley aus der Hand und zischt davon. Hurley macht sich hinterher, aber er gerät dabei vom Weg ab und trifft plötzlich auf den erwachsenen Jacob. Auf ein Lagerfeuer deutend, raunt der Inselbeschützer wieder reichlich theatralisch: Wenn dieses Feuer erlischt, mein Freund, wirst du mich nie wiedersehen! »We&#8217;re very close to the end, Hugo.«</p>
<p>Des nachts treffen auch die anderen ein, Sawyer, Kate, Jack, auch sie können Jacob nun sehen. <b>Kate: »Also <i>duuu</i> hast unsere Namen an die Wand geschrieben!«</b> Sie will wissen, warum all die Leute sterben musste, und Jacob konzediert und will erzählen, warum er sie rekrutiert habe, denn sobald das Lagerfeuer da abgebrannt sei, wäre einer von ihnen dran als Inselwachmann.</p>
<p>Und hier klären sich jetzt einfach so all die Verrätselungen der letzten Jahre: Also, er habe sie alle hergebracht, weil er einen Fehler begangen habe. Er sei verantwortlich für die Existenz des Rauchmonsters, »I made him that way«. Die Oceanic-Abstürzler habe er alle aus ihren unglücklichen Biografien herausgeholt, »you were all alone«, und sie alle hätten nach etwas gesucht. Äh? »Warum musste Jacob durch die halbe Welt reisen, um Menschen zu finden, die diese Kriterien erfüllen?«, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,675870,00.html">fragt Christian Stöcker</a> im »Lost«-Blog von SPON nicht zu Unrecht. »Hätte es ein Besuch im Wal-Mart an der Ecke nicht auch getan?«</p>
<p>Und unser wallonischer Freund Tao <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-616-what-they-died-for.html">fragt auf <i>Critik en séries</i></a>: « Il a choisi les candidats car ils étaient des pommés comme lui. Voilà pourquoi, on nous a montré leur vie de merde en long et en large dans les flash backs ? »</p>
<p>Egal. Berufsberatung! Jack will wissen: »What is the job?« Und Jacob erzählt vom Lichtloch. Außerdem sollen sie das Rauchmonstervieh umbringen. Dann, wie teilweise schon erwartet, hat sich Jack von Jobcenter-Jacob überzeugen lassen, das Berufsbild ›Inselprotektor‹ scheint ihm erstrebenswert: <b>»I&#8217;ll do it!«</b></p>
<p>Die Namensmystik scheint übrigens recht planvoll ins Gesamtkonzept der Serie eingepasst worden zu sein: ›Jack‹ ist natürlich eine Variante von ›Jacob‹, allerdings auch das Diminutiv von ›John‹ (Locke). Die Namensvergabe ist also schön ambivalent, macht darum auch dramaturgisch Sinn, also: nicht schlecht.</p>
<p>Übrigens sei Jack natürlich erst jetzt überhaupt fääähig, zum Lichtloch zu gelangen. Dort gibt ihm Jacob »nach einigem ominösem Gemurmel Wasser zu trinken« (SPON), und das ist natürlich der Initiationsritus. Vorher hat Jack noch schnell gefragt, wie lange der Job überhaupt geht. »As long as you can.« Heißt: kein Feierabend, und trotzdem kippt sich Jack das Taufwasser hinter die Binde.</p>
<p><b><big>2.2. – Camp Rauchmonster</big></b></p>
<p>Ben, Richard, Miles im ehemaligen Dharma-Dorf, sie wollen Sprengstoff holen, um den Ajira-Flieger hochzujagen. Kurzes Memento für Alex, die Richard damals, nach <a href="/2008/04/26/lost-4-staffel-9-folge/">ihrer Exekution durch Keamy</a>, begraben habe. In Bens Haus liegt der Sprengstoff bereit, alles okay, aber dann treffen sie auf einmal auf Widmore und seine Schergin, dieses verschwitzte Tina-Fey-Lookalike.</p>
<p>Ben will wissen, was Widmore überhaupt auf der Insel will. Und als er antwortet »Jacob invited me«, scheinen sich die beiden noch nachträglich um die Gunst des vormaligen Inselheern zu streiten. Viel Zeit dafür bleibt aber nicht, denn Fake-Locke ist im Anmarsch. Widmore hält alle an, sich zu verstecken. Aber dann bleiben Ben und Richard unversteckt, letzterer, um mit dem Rauchvieh zu reden. Das macht allerdings kurzen, kürzesten Prozess mit ihm: Es kommt angeprescht, übertritt dabei sicher die Inselhöchstgeschwindigkeit, und haut Richard endlich in die ewigen Jagdgründe.</p>
<p>Nun will Fake-Locke, wieder in Menschengestalt, dass Ben einige Leute für ihn umbringe, damit Ben daraufhin die Insel für sich haben könne, wenn er selber, Fake-Locke, erst einmal weg sei. Er fragt dann nach Widmore, und Ben gibt ohne Umschweife dessen Versteck preis. Die beiden steigen hinters Bücherregal und entdecken <strong>Widmore und seine Schweißperlen-Schergin</strong>. »My name is Zoe«, sagt sie, und das ist ihr letzter Satz ever, denn Widmore verbietet ihr zu reden, und da ist sie zu nichts mehr nütze und kriegt von Fake-Locke die Kehle durchgeschnitten, gleich so aus dem Stand heraus.</p>
<p>Außerdem wolle er Widmores Tochter Penny töten, sobald er von der Insel runter sei. Es sei denn, Widmore eröffne ihm, warum er zur Insel zurückgekehrt sei. Nun, er habe Desmond (alias <a href="/2010/04/07/lost_s06e10/">»the package«</a>) zurückgebracht, weil er so widerständig gegen Elektromagnetismus sei, weil –</p>
<p>Mehr will er vor Ben nicht sagen, er beginnt dann zu flüstern, aber da wird er schon erschossen, von Ben, denn: »He&#8217;s not saving his daughter!« Ätsch, sagt Fake-Locke, das kurze Wispern aus Widmores Mund habe gereicht, um das Nötige in Erfahrung zu bringen. Aber Ben fragt gleich, wen er als nächstes umlegen soll, und das ist dann ein bisschen seine alte Form, die er da wiederfindet. Tao beschreibt das genau richtig: <b>« On retrouve à nouveau un Ben machiavélique, loin de la lavette qu&#8217;il était devenu. »</b></p>
<p>Dann stellt Ben noch eine ziemlich gute Frage: Warum der Rauchmonstermann eigentlich nicht ständig durch die Luft fliegen statt zu gehen. Na ja, lautet die Antwort, er liebe es zu laufen, »reminds me I was once human«. Die beiden gelangen zum Brunnen, Desmond ist nicht mehr da, also will sich Fake-Locke ihn jetzt noch mal schnappen und dann mit seiner Hilfe die Insel zerstören, Ende der Folge.</p>
<p>Sonntag das große Finale und aus.</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 15. Folge</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 12:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »Across the Sea« Episode Number: 6.15 (#117) First Aired: May 11, 2010 (Tuesday) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) »Finally, after so many years, the truth about Lost is revealedtonight. And apparently the truth is that it is stupid.«twitter.com/WriteOnCrouton In dieser viertletzten Folge wird der Mythos nachgereicht, und zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Across the Sea«<br />
Episode Number: 6.15 (#117)<br />
First Aired: May 11, 2010 (Tuesday)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<div align="right"><small><br />
<i>»Finally, after so many years, the truth about Lost is revealed<br />tonight. And apparently the truth is that it is stupid.«</i><br /><a href="http://twitter.com/WriteOnCrouton/status/13822434545">twitter.com/WriteOnCrouton</a><br />
</small></div>
<p>In dieser viertletzten Folge wird der Mythos nachgereicht, und zwar auf langweilige, klischierte Art und Weise. Die beiden parallelen Gegenwartshandlungen pausieren.</p>
<p><span id="more-5719"></span></p>
<p><b><big>Der Mythos</big></b></p>
<p>Alles beginnt mal wieder mit einem Schiffbruch in den Hoheitsgewäs&shy;sern der magischen Insel. Inmitten vereinzelter Planken einer ansons&shy;ten restlos untergegangenen Barke taucht eine Frau auf. Sie ist hochschwanger, trägt ein knallrotes Gewand und langes Ebenholz-Haar, eine römische Variante von Schneewittchen. Sie wird an den Strand gespült und begibt sich ins Innere der Insel, wo sie an einem Bächlein niederkniet und trinkt.</p>
<p>Plötzlich steht ihr eine Frau in Kartoffelsackkostüm gegenüber. Und aua, auaaaa! sie spricht (soll sprechen) ein zurechtgeschustertes Latein, mit einem amerikanischen Akzent zum Davonlaufen, es ist <strong>das grässlichste Latein, das jemals erklungen ist</strong>.</p>
<blockquote><p><small>–Ad quo nomine appellares?<br />
–Mihi nomen est Claudia.</small></p></blockquote>
<p>Ein Geräusch wie Gabelkratzen auf Porzellan erklingt, auf einmal sprechen die beiden Englisch. Äh, ok. Beide verständigen sich darauf, dass sie »by accident« auf diesem Eiland gelandet seien.</p>
<p>Bei flackerndem Feuer folgt die Entbindung. Ein Junge schlüpft heraus, »his name is Jacob«, und dann – Zwillingsgeburt! – kommt da noch ein Junge nach, der aber keinen Namen erhält: »I only picked one name.« Sicher die bescheuertste Ausrede der jüngeren Kulturgeschichte.</p>
<p>»I&#8217;m sorry«, sagt dann plötzlich die Kartoffelsacktante, erschlägt Mutter Claudia und wird damit »zur ersten von vielen absolut irren Gebüschfurien, die mordend durch die Hecken preschen und anderen Frauen die Kinder mopsen oder sich Ersatzkinder basteln: Uschi wird zur legendären Hühnerknochenübermutter.« (<a href="http://nach21.wordpress.com/2010/05/12/gedanken-zu-lost-6x15-across-the-sea-recap/">Zitat</a>)</p>
<p>Sie hat nun die beiden Kids ganz für sich allein. Natürlich sind die Jungs das klassische Antagonistenpaar, Romulus und Remus, Kain und Abel, Esau und Jakob(!), Castor und Pollux etc. etc. So wird uns nun also diese ganze Allegorisiererei erklärt, Schwarz gegen Weiß, Gut gegen Böse, der namenlose Mann in Schwarz gegen Blondschopf Jacob.</p>
<p>Die ständige Herauskehr der Gegensätze ist dermaßen überflüssig, dass es schmerzt, und zwar die ganzen 40 Minuten dieser Folge lang. <strong>Alles bescheuerte Mistklischees.</strong> Irgendwann spielen die heranwachsenden Jungs ein altägyptisierendes Brettspiel, natürlich mit schwarzen und weißen Steinen.</p>
<p>Wer Gut und wer Böse ist, wenigstens das wird ein wenig in der Schwebe gehalten, denn auch der schwarzschopfige Junge, den die Mutter mehr zu lieben scheint, hat plausible Motive für sein Handeln. Die Unsterblichkeit der Antagonisten wird in folgendem Dialog thematisiert:</p>
<blockquote><p><small><b>Jacob:</b> What&#8217;s dead?<br />
<b>Stiefmama:</b> Something you will never have to worry about.</small></p></blockquote>
<p>Irgendwann beobachten die Jungs fremde Leute auf der Insel. Die Mutter sagt dazu: »They&#8217;re not like us. They don&#8217;t belong here. We are here for a reason.« Der Grund wird erst mal nicht dazu genannt. Dann folgt als Erklärung für die Gefährlichkeit dieser und aller zukünftiger Inselbewohner: »They come, they fight, they destroy, they corrupt, and it always ends the same.« Den Satz haben wir vorher schon mal gehört, <a href="/2009/05/21/lost-5-staffel-16-und-17-folge/">im Finale der letzten Staffel</a>.</p>
<p>Die Kids werden von der Stiefmom zu einer gülden leuchtenden Grotte geführt, <strong>ein Ambiente wie in einem russischen Märchenfilm</strong>: »This is the reason you&#8217;re here.« Dieser Ort sei zu beschützen bla bla, sie habe ihn protegiert, irgendwann sei aber ein anderer dran. Die funkelnde Grotte ist angeblich der Nabel der Welt, denn »if the light goes out here, it goes out everywhere«. Das ist letztlich nicht so überraschend, »Lost« will ja immer schon vom großen Ganzen handeln und hat das manchmal auch ganz gut geschafft.</p>
<p>Dem namenlosen Bruder erscheint irgendwann seine leibliche Mutter, das erschlagene Römer-Schneewittchen. Sie führt ihn zu dem Römerdorf, dass der überlebende Teil ihrer Schiffbruchkollegen erbaut hat.</p>
<p>Der Namenlose trägt die Info zu seinem Bruder Jacob weiter, daraufhin entbrennt ein Kampf. Dieser und die folgenden Auseinandersetzungen erinnern ein wenig an die Gorillaszenen am Anfang von Kubricks »2001«, das sollen so Pars-pro-toto-Kämpfe sein, die den weiteren Verlauf der Menschheit bestimmen.</p>
<p>Durch die Erscheinung seiner Mutter wurde im Namenlosen das Verlangen entfacht, zurück nach »across the sea« zu gelangen, also: E.T. nach Hause telefonieren. Er will sich den Dorfbewohnern anschließen und einen Weg weg von der Insel finden.</p>
<p>Nach der Hälfte der Folge ist Jacob erwachsen und lebt noch bei Muttern. Der Andere hat sich wie geplant den Dorfbewohnern angeschlossen, »my people«. Bei einem ökumenischen Treffen der Brüder vermeldet der Namenlose, dass er eine Möglichkeit zur Inselflucht entdeckt habe. Hat mit magnetischen Anomalien auf der Insel zu tun.</p>
<p>Jacob petzt das der Stiefmom, die rennt zum ausreisewilligen Bruder und stellt ihn zur Rede. <strong>Ein Holzrad lehnt an der Wand</strong>, »what is this?« fragt sie, nun ja, er wolle das Rad irgendwo anbringen, um einen weirden Mechanismus steuern zu können, und dann! Dann werde er die Insel verlassen, jawoll.</p>
<p>Eine Goodbye-Szene mit Mutter folgt, aber dann will sie ihm ans Leder und haut ihn mit dem Kopf gegen die steinerne Wand. Der Namenlose sinkt bewusstlos darnieder.</p>
<p>Danach führt die Mutter Jacob zum Lichtloch (»life, death, rebirth, it&#8217;s the source, the heart of the island«), er müsse das jetzt alles beschützen, <strong>er solle nur nie da hinuntersteigen, es wäre schlimmer als zu sterben</strong>, much schlimmer. Auf seinen Status als Großprotektor wird angestoßen, er trinkt, »now you and I are the same«, vermeldet die Stiefmutter.</p>
<p>Der Namenlose erwacht am verschütteten Brunnen und rennt zum Dorf. Es ist komplett zerstört, alle Bewohner sind tot, und der Namenlose rettet auf dramatische Art und Weise dieses komische Brettspiel, schaut aber trotzdem sehr hasserfüllt drein. Kurz darauf erdolcht er seine Mutter hinterrücks, die überraschenderweise sehr positive letzte Worte für ihren Mörder parat hat: »Thank you!«</p>
<p>Okay, Jacob kreuzt auf und kreischt herum: »What did you dooooo!« Es wird ordentlich gefightet, Jacob schlägt seinem Bruder die Fresse blutig und bringt ihn zum Lichtloch für ein kleines Experiment. Er wirft ihn da hinunter, und <strong>heraus kommt: das Schwarze-Rauch-Monster</strong>. Die Entstehungsgeschichte des Rauchviehs wäre also auch abgehakt.</p>
<p>Die Vermonsterung ist offenbar eine Metamorphose, bei der ein Leichnam übrigbleibt. Jedenfalls findet Jacob den toten Körper seines Bruders irgendwo herumliegen und bettet ihn zu seiner toten Mutter. In Einspielungen mit Jack, Kate und Locke wird uns verklickert, dass es sich bei den in Folge 1.06 gefundenen Skeletten, die damals zu »our very own <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Adam_and_Eve">Adam and Eve</a>« deklariert wurden, also um Stiefmom und die leibliche Hülle des nunmehr als Fake-Locke und Rauchmonster umherirrenden Namenlosen handelt. Ende der Folge.</p>
<p>Die Explizierung des Inselmythos nimmt der Serie ein wenig die Aura, denn das Zeug ist ausgedachter als die schlimmsten heidnischen Pseudokulte. Aber gut, »Lost« wird bald enden, und zu viel Avantgarde wäre ja sicher nicht so gut für die Einschaltquoten, hehe.</p>
<p>Noch eine Folge plus finaler Doppelfolge.</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 14. Folge</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 15:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »The Candidate« Episode Number: 6.14 (#116) First Aired: May 4, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Der Kandidat« (EA 16. 6. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Wieder mal versuchen ein paar Lostianer die Insel zu verlassen, diesmal mittels U-Boot. Es wird ihnen nicht gut bekommen. So wie in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »The Candidate«<br />
Episode Number: 6.14 (#116)<br />
First Aired: May 4, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Der Kandidat« (EA 16. 6. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Wieder mal versuchen ein paar Lostianer die Insel zu verlassen, diesmal mittels U-Boot. Es wird ihnen nicht gut bekommen. So wie in den letzten Folgen auch, macht es wieder richtig *BOOOM*. Und am Ende der Folge gibt es eine Runde Romeo und Julia für Arme. – In der absturzlosen L.A.-Welt wundert sich Jack »I can fix this« Shephard darüber, dass der querschnittsgelähmte Locke nicht operiert werden will.</p>
<p><span id="more-5673"></span></p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Fake-Locke hatte Jack nach dem Widmore&#8217;schen Artilleriebeschuss ja gerettet. Er erwacht aus seinem Heilschlaf. »Welcome to Hydra Island«, begrüßt ihn Sympathieträger Sayid. Der Plan der Fake-Locke-Truppe ist nun, die Widmore-Gefangenen zu befreien, obwohl die ja eigentlich fliehen wollten.</p>
<p>Jack gebietet kurz Einhalt und fragt in Richtung Fake-Locke: <b>»Why should I trust you?«</b> Antwort: Er könne sie alle, aaaaaalllle umbringen, aber er tue es nicht, deshalb.</p>
<p>Unterdessen lässt Widmore die Aufgegriffenen in den bekannten Käfig sperren. Sawyer versucht kurz die Machtübernahme und klaut sich ein Gewehr. Er gibt es aber wieder ab, als Widmore höchstpersönlich eine Waffe an Kates Kopf hält. Dass er es ernst meint, hat er durch den Verweis auf eine bestimmte Namensliste erbracht, wie er an sie gekommen ist, weiß der Geier: »Ford, you&#8217;re on it. As are Reyes and the Kwons. Kate Austen? She&#8217;s not. It doesn&#8217;t matter to me whether she lives or dies.«</p>
<p>(Zwischendrin ein kurzer Moment für Sun und Jin, sie reden auf Englisch, vielleicht hatte der Untertitelbeauftragte gerade Urlaub.)</p>
<p>Lageänderung: Der Strom fällt aus, damit auch der Pylonenschutz. Das Rauchmonster kommt zu Besuch und nimmt einige Wärter aus dem Spiel. Mit ihm kommt Jack, der den Käfig aufschließt. Beim nächsten Shot ist es Tag, die Truppe hechtet durch den Dschungel. Jack ist mit dabei, obwohl er ja gar nicht weg will, <strong>»I&#8217;m not meant to go«</strong>.</p>
<p>Nach seiner Intervention in Gestalt des Rauchmonsters ist Fake-Locke zum Ajira-Flieger vorausgegangen und nietet dort zwei Wächter um. Er springt in den Passagierraum und findet eine Handvoll C4-Sprengstoff.</p>
<p>Draußen haben sich dann die Fake-Locke-Getreuen versammelt und werden instruiert: Das Flugzeug sei keine sichere Fluchtmöglichkeit, vielleicht gebe es noch mehr Bombenzeugs an Bord. Neues Ziel: das Widmore-U-Boot, das aber natürlich »heavily defended« sein werde.</p>
<p>Dann eine Szene mit Ansage. Wir sehen Jack auffällig lange seinen Rucksack aufsetzen. Es ist also glasklar, dass ihn der große Manipulator Fake-Locke mit dem C4 bestückt hat, was Jack da aber natürlich noch nicht weiß.</p>
<p>Der Trupp pirscht sich also an den Pier heran, wo das Boot liegt – <strong>eine Szene wie aus »Far Cry« oder »Crysis«</strong>, ringsum Dschungelnatur und direkt vor dem Kameraauge der zu nehmende Zielpunkt. Zunächst scheint es keinen Widerstand zu geben, ohne Probleme erreichen die Ersten das U-Boot und übernehmen das Kommando.</p>
<p>Draußen aber überschlagen sich die Ereignisse: Locke will Jack von irgendwas überzeugen, da schubst der ihn ins Wasser, von fern fallen Schüsse, Kate wird getroffen – es schlägt wieder die Stunde der Kate-Hasser, <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-614-the-candidate.html">so schreibt unser wallonischer Freund Tao auf <i>Critik en séries</i></a>: « <strong>quand Kate a été touché, j&#8217;ai bondi de joie.</strong> La série allait elle oser se séparer de l&#8217;un de ses personnages les plus (chiant) emblématique ? Non, Kate est toujours vivante. »</p>
<p>Kate überlebt also erst mal und wird ins U-Boot geschleppt, in dem sich der Rest schon versammelt hat. Fake-Locke ist wieder auf den Steg geklettert und rennt Richtung U-Boot, aber da schließt Sawyer die Luke, sie tauchen ab. Zurück bleibt auch Claire.</p>
<p>An Bord piepst dann das kleine Geschenk vor sich hin: das C4, an das eine Uhr gekoppelt ist, und noch knappe 4 Minuten to go.</p>
<p><strong>Dann die beste, interessanteste, größte Szene dieser Folge: Es geht wieder mal um Glauben vs. Vernunft.</strong> Jack meint einfach: »Nothing is gonna happen. We&#8217;re going to be okay. You just have to trust me.« Das ist angesichts des tickenden Timers sehr kühn, aber eben auch verlockend und ein wenig auch einleuchtend.</p>
<p>Sawyer hat keine Lust auf Glauben und reißt irgendein Kabel raus, mit dem Ergebnis, dass der Timer nur noch schneller runterzählt.</p>
<p>Und wer opfert sich? Diesmal Sayid. Er gibt Jack noch die Anweisung, Desmond zu suchen, den er also doch nicht um die Ecke genietet hat (wie <a href="/2010/04/25/lost_s06e13/">in 6.13</a> gegenüber Fake-Locke behauptet). Und dann rennt er mit dem Bombenpaket in der Hand ans andere Ende des U-Boots und <b>*BOOOOOM*</b>.</p>
<p>Ein Hauch von »Das Boot« wabert durch »Lost«, massenweise Wasser bricht herein, Sun ist eingeklemmt und irgendwie nicht zu retten. Jack schwimmt mit Sawyer im Arm nach draußen. Sun und Jin sterben offenbar zusammen. Wo Chopper-Frank ist: keine Ahnung. Das U-Boot sinkt auf den Meeresgrund, vier Lostianer finden an Land: Jack, Sawyer, Kate, Hurley.</p>
<p>Und Fake-Locke, Zeuge seiner eigenen Tat, zieht nun los, »to finish what I started«.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Locke &#038; Jack)</big></b></p>
<p>Locke erwacht im KKH, Dr. Jack ist an seinem Krankenbett und erzählt ihm, er sei ein »candidate«, huch, ach so, nur ein candidate für eine neue Operationstechnik. Aber Locke lehnt ab, er will nicht wieder gesund werden, und warum wohl, darum geht es im L.A.-Plot dieser Folge.</p>
<p>Jack such zunächst Bernard auf, der Locke nach seinem big Unfall als Zahnarzt behandelt hat. Der sonst so freundliche Bernard ist ziemlich abweisend, verweist ihn aber immerhin an einen Anthony Cooper weiter, der irgendwas mit dem Unfall damals zu tun gehabt habe. Jack macht Cooper (der in der Original-Timeline in Folge 3.19 von Sawyer mit Ketten erwürgt wurde) in einem Altenheim ausfindig. Er ist ein körperliches und geistiges Wrack mit starrem, teilnahmslosen Blick. </p>
<p>Jack berichtet Locke von seinem Fund, und Locke erklärt sich endlich mal. Er sei bei seinem ersten Privatflug nach bestandener Prüfung verunglückt, dabei sei er querschnittsgelähmt und sein Vater als einziger Passagier komplett meschugge geworden. Also: Schuldgefühle, deshalb bitte keine OP. Locke rollt davon, Jack ruft ihm nach: <strong>»I can help you, John, I wish you believed me.«</strong> Ein Echo <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Suicide_note">der Nachricht</a>, die der selbstmordwillige Locke einst Jack hinterlassen hat.</p>
<p>Ansonsten treffen sich noch Jack und Claire kurz in dieser Folge. Claire hat eine ihr von Vater Shephard vererbte Spieldose angeschleppt, die das <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Catch_a_Falling_Star">schon öfters aufgetauchte</a> »Catch a Falling Star« spielt, und will wissen, was das soll. Jack weiß es auch nicht. Jedenfalls lädt er sie zu sich ein, sie könne bei ihm wohnen, denn »we&#8217;re family«.</p>
<p>Soweit diese Folge. Eigentlich ein bisschen lahm angesichts der vorgeschrittenen Staffel. Ok, im Inselplot werden drei Hauptcharaktere in die ewigen Jagdgründe befördert (Sayid und das Ehepaar Kwon), aber <strong>die drei Löffelabgeber haben eh schon die ganze Staffel lang genervt</strong>, und das geht dann also recht unemotional über die Bühne.</p>
<p>Ganz anders <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-614-the-candidate.html">sieht das Emotionsbolzen Tao</a>, für den diese Folge einer der supersten Folgen der ganzen Serie war, inkl. dem Figurenabschuss am Ende: « Lost signe cette semaine l&#8217;un de ses plus grands épisodes. Non pas de la saison, mais de la série entière. Si l&#8217;épisode est en lui même une réussite, il est sublimé par l&#8217;émotion des dernières minutes. Peu importe ce qui s&#8217;est passé, cet épisode restera marqué par une seule image. Jin et Sun. »</p>
<p>Also für mich war das eher eine Art Romeo und Julia für Arme. Na, quoi qu&#8217;il en soit, jetzt stehen noch zwei Einzel- und eine Doppelfolge an, und dann!</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 13. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/04/25/lost_s06e13/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 06:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »The Last Recruit« Episode Number: 6.13 (#115) First Aired: April 20, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Der letzte Rekrut« (EA 9. 6. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Eine gute sechstletzte Folge. Auf der Insel gibt es ein paar neue Gruppenumbildungen. Und das lange mit Grausen erwartete Wiedersehen zwischen Sun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »The Last Recruit«<br />
Episode Number: 6.13 (#115)<br />
First Aired: April 20, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Der letzte Rekrut« (EA 9. 6. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Eine gute sechstletzte Folge. Auf der Insel gibt es ein paar neue Gruppenumbildungen. Und das lange mit Grausen erwartete Wiedersehen zwischen Sun und Jin fällt glücklicherweise völlig unspektakulär aus. Der L.A.-Plot springt jetzt rasend schnell von einer Figur zur nächsten, für Einzelstorys ist keine Zeit mehr.</p>
<p><span id="more-5541"></span></p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Die »Lost«-Autoren sind eben keine Südamerikaner, und deshalb können sie so eine grundschöne magisch-realistische Szene wie das Umherlaufen von Jack Shephards totem Vater in Folge 1.04 nicht einfach so grundschön stehenlassen. Und zwar hatte damals der Mann in Schwarz, der sich im Moment in Gestalt von John Locke auf den Endkampf vorbereitet, das Aussehen von Christian Shephard angenommen, um Jack zu einer Wasserquelle zu locken. Das sei nämlich, so Fake-Locke weiter, von Beginn an sein einziger Wunsch gewesen: den Abgestürzten zu helfen, damit sie alle zusammen irgendwann die Insel verlassen könnten.</p>
<p>Jacks wichtige Zusatzerkenntnis zum morphologischen Können von Fake-Locke: »He [Jacks Vater] had to be dead before you can look like him.« Er fragt den Locke-Lookalike auch gleich noch, warum er sich ausgerechnet die Gestalt von John Locke gegeben habe usw., und beendet wird diese Eröffnungsszene von Folge 13 mit Fake-Lockes schon jetzt unvergesslichen Satz: <b>»John Locke was not a believer, Jack. He was a sucker.«</b></p>
<p>Claire taucht auf und platzt ins Gespräch. Fake-Locke sucht das sogenannten Weite, Bruder und Schwester haben einen Moment der Zweisamkeit, und sie sagt dem Zauderer Jack, dass er jetzt natüüürlich auf der Seite von Fake-Locke kämpfe, was dieser später in dieser Folge auch noch unter Beweis stellen wird.</p>
<p>Sawyer und Hurley unterhalten sich darüber, wer zusammen mit ihnen in Widmores U-Boot von der Insel flüchten soll, Sayid schon mal nicht, denn »he&#8217;s gone over to the dark side« (Sawyer).</p>
<p>Die Lockianer bekommen Besuch von dieser Zoe, dem immer etwas angeschmutzten Tina-Fey-Lookalike, »Widmore&#8217;s Number Two«. Sie verlangt Desmond zurück. Als Demonstration der Widmore-Macht lässt sie in der Nähe ein Artilleriegeschoss auf den Inselboden hageln, *wooom*. Und Fake-Locke bleibt als einziger unerschrocken stehen, so wie damals Nick Nolte beim Bombardement in »A Thin Red Line«.</p>
<p>Fake-Locke ruft hernach zur Eile, Aufbruch zum Flugzeug und ab dafür! Dazu wird Sawyer zusammen mit Kate abkommandiert zum Segelbootholen, damit sie alle zusammen auf die Nachbarinsel übersetzen können. Sawyer wiederum bezieht Jack in seinen eigenen Fluchtplan mit ein. Er soll ein paar Leute zu diesem Widmore-Dock schleusen, damit sie ohne Fake-Locke und Konsorten zusammen die Insel verlassen können.</p>
<p>Im Auftrag von Fake-Locke soll Sayid inzwischen den in den Brunnen gestürzten Desmond töten. Ob das tatsächlich geschieht, kriegen wir nicht zu Gesicht, jedenfalls meldet Sayid später Vollzug.</p>
<p>Sawyer weiht dann auch Kate in seinen Plan ein und inkludiert in die Mitflüchtlinge auch <b>Chopper-Frank, »that pilot that looks like he&#8217;s stepped off the set of a Burt Reynolds movie«</b>, hehe. Crazy-Claire soll dagegen nicht mit, wogegen Kate zaghaft Einspruch erhebt.</p>
<p>Die Fake-Locke-Getreuen marschieren durch den Dschungel. Jack will plangemäß fliehen, mit Sun, Hurley und Chopper-Frank. Claire kuckt ihnen böse nach, da kommt noch was. Sie treffen am Boot auf Kate und Sawyer, und als der Trupp ablegen will, hält sie Claire plötzlich <i>at gunpoint</i>. Kate schafft es aber, sie mit einigem Sermon hinsichtlich Aaron einzulullen und zum Mitkommen zu überreden.</p>
<p>Während der Segelfahrt hat sich Jack abgekapselt. Sawyer stößt zu ihm und ringt ihm die Offenbarung ab: »This doesn&#8217;t feel right, (&#8230;) leaving the island.« Wie einst Sawyer aus dem Heli springt nun Jack ins Wasser, er verlässt die flüchtige Truppe und schwimmt an Land. Am Strand wird er direkt von Fake-Locke und seinen Getreuen aufgesammelt, der auch sofort weiß, was Sache ist.</p>
<p>Die Bootsflüchtlinge werden unterdessen auf Hydra Island sofort von Widmore-Leuten festgenommen. Da sich ja Jin unter ihnen aufhält, kommt es zum lange mit Grausen erwarteten Wiedersehen zwischen Sun &#038; Jin. Dafür, dass diese Szene so ewig überemotionalisiert vorbereitet wurde, fällt sie reichlich unspektakulär aus. Na ja, Sun kann auf einmal wieder Englisch reden, ein logopädisches Wunder, und Jin sagt standesgemäß: »We&#8217;ll never be apart again, I promise you.« OMG, da kriegt sogar Sawyer feuchte Augen.</p>
<p>Tina Fey unterhält sich per Funkgerät mit Widmore, der vermeldet, dass sein Deal mit Sawyer nichtig sei. Bei den Lockianern schlagen nebenbei, *wooom*, ein paar Ari-Geschosse ein. Jack fliegt durch die Gegend und muss von Locke in Sicherheit getragen werden, »it&#8217;s gonna be alright, you&#8217;re with me now«, da hatte Claire also Recht.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot</big></b></p>
<p>Nachdem ihn Desmond über den Haufen gefahren hat, wird Aushilfslehrer Locke im Sanka abtransportiert. »Wenn Sie heiraten, ist das alles wieder gut, Herr Locke«, flüstert ihm Ben zu. Locke will das Verhältnis offenbar etwas persönlicher gestalten und korrigiert: »John. My name is John.« Das wiederholt die Namensgebung nach seiner Geburt, cf. <a href="/2008/05/14/lost-4-staffel-11-folge/">Folge 4.11</a>, als seine Mutter das Lukas-Evangelium zitierte: »His name is John.«</p>
<p>Auch Sun wird nach der Schießerei in <a href="/2010/04/07/lost_s06e10/">Folge 6.10</a> abtransportiert, bei der Ankunft im Spital erspäht sie von ihrer Krankenbahre aus Locke und schreit mehrfach in greller Verängstigung: »IT&#8217;S HIM! IT&#8217;S HIM!«</p>
<p>Auf dem LAPD-Revier spricht Detective Sawyer mit der festgenommenen Kate und findet es komisch, dass gerade sie aneinander geraten seien, nach ihrer kurzen Begegnung im Flughafenlift. Kate eruiert, dass Sawyer nicht will, dass jemand weiß, dass er in Australien gewesen ist. Unterdessen hat Miles Sayid auf den Schirm geholt, »our bad guy«, der den Mehrfachmord an Keamy und seinen Kumpels begangen hat.</p>
<p>Der L.A.-Plot strotzt diesmal vor figuralen Überkreuzungen. Auch Claire und Desmond treffen aufeinander. Er will ihr eine bestimmte Anwältin für ihre Adoptiergeschichte aufschwatzen, und zwar Ilana. Er bringt sie zu ihr, die ist verwundert, denn »we&#8217;ve been looking for you«. Später kommt Jack hinzu, es geht um die Erbschaftsangelegenheit Shephard, und <b>vor allem kommt es zur big Anagnorisis</b>. Denn Jack und Claire lernen sich als Halbgeschwister kennen.</p>
<p>Davor hatte er noch mit der Mutter seines Sohnes telefoniert, deren Identität immer noch nicht enthüllt wird, suspense is being created, so scheint es, auf eine plumpe Art und Weise, aber wissen will man es trotzdem. Jack wird dann direkt weggerufen, ein Notfall im KKH, nämlich Locke. Er hatte ihm ja einst selbst vorgeschlagen, ihn mal zu untersuchen, bei ihrer kurzen Begegnung auf dem Flughafen, und er erkennt ihn auch sofort wieder.</p>
<p>Und nun noch Sayid. Er ist zu Hause bei Nadia und packt Koffer. LAPD-Miles klingelt, Sayid will sich durch den Hinterausgang von dannen machen, aber da wartet Sawyer auf ihn und schnappt ihn sich in traditioneller Manier.</p>
<p>Und jetzt nur noch 5 Folgen to go.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 12. Folge</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 09:46:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »Everybody Loves Hugo« Episode Number: 6.12 (#114) First Aired: April 13, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Alle lieben Hugo« (EA 2. 6. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Eine Hurley-Folge, und endlich wird diese komische Libby-Szene aus Folge 2.18 &#8211; das ist jetzt über vier Jahre her &#8211; wieder aufgegriffen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Everybody Loves Hugo«<br />
Episode Number: 6.12 (#114)<br />
First Aired: April 13, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Alle lieben Hugo« (EA 2. 6. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Eine Hurley-Folge, und endlich wird diese komische Libby-Szene aus Folge 2.18 &#8211; das ist jetzt über vier Jahre her &#8211; wieder aufgegriffen. Sie saß da plötzlich im selben Irrenhaus wie Hurley umher, das kam da&shy;mals als ziemliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mindfuck">Mindfuck</a>-Verknüpfung der Insel- mit der Flashback-Welt daher und wurde jetzt doch noch etwas plausibilisiert. – Und Hurley versucht sich als Anführer, auch nicht schlecht. Und als Cliff&shy;hanger gibt es dank Desmond einen schönen Locke Roadkill:</p>
<p><span id="more-5462"></span></p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Melancholisch hockt Hurley/Hugo am Inselgrab von Libby, die in Staffel 2 vom »Waaalt!«-Schreier Michael abgeschossen wurde. (Menschens&shy;kind, Staffel 2, das war damals, <strong>als Ben noch »Henry Gale« hieß</strong>.)</p>
<p>Das romantische Hurley-Libby-Date war dadurch leider vereitelt wor&shy;den. Sie soll ihm nun bitte endlich mal wenigstens als Schimäre erscheinen, so wie ihm auch Jacob und andere Inselmenschen nach ihrem Ableben erschienen sind, eine Stelle wie aus dem Neuen Testament.</p>
<p>Ilana kommt ihn holen, die Jacobiner wollen nämlich Dynamit aus der Black Rock besorgen, um damit das Ajira-Flugzeug hochzujagen, das auf Hydra Island geparkt ist.</p>
<p>Und noch eine Erscheinung ereilt Hurley, diesmal ist es Mörder Michael, der ihn davor warnt, das Flugzeug mit hochzujagen, »people are gonna die«. Dann kommt Jack angejazzt und mahnt zum Aufbruch.</p>
<p>Zeitsprung, das Dynamit ist auf einmal schon da, aber Hugo will den Sprengtrupp aufhalten &#8230; und dann lässt der selige, von TNT zerfetzte <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Leslie_Arzt">Doc Arzt</a> grüßen: Auch Ilana wird nämlich leider während einer form&shy;schönen Philippika von Dynamit zerfetzt, als sie die Transporttasche absetzen will, <span style="color:red;"><strong>*WOOOM*</strong></span>.</p>
<p>Hugo streunt deprimiert herum, dabei begutachtet er kurz ein russisches Büchlein, Dostojewskis »Записки из мертвого дома« – <strong>Anspielung, Angeberei oder einfach nur aleatorischer Unsinn?</strong> Wer weiß. Richard will jedenfalls neues Dynamit holen, und plötzlich scheint Hurley auf seiner Seite zu sein: »Trust me, Jack!« Unterwegs läuft Ben mit seinem Nachruf auf Ilana zu alter Form auf: »The island was done with her.«</p>
<p>Sie kommen bei der Black Rock an, und das ist wohl das letzte Mal, dass wir das alte Britenschiff zu Gesicht bekommen, Sprengmeister Hurley schreit warnend umher, und wieder macht es <span style="color:red;"><strong>*KAWUMM*</strong></span>, die Black Rock explodiert.</p>
<p>Hurley hat vielleicht zu viel Sloterdijk gelesen, »Du mußt dein Leben ändern« usw., er versucht sich an einer jähen Wesensänderung und wird zum Machtmensch. Er behauptet, Jacob zu sehen, der ihm mitteile, dass sie jetzt mit Fake-Locke sprechen sollen. <strong>Eines der fantastischsten »Lost«-Stilmittel folgt: eine Gruppenteilung.</strong> Diesmal heißt es Richard vs. Hurley.</p>
<p>Miles und Ben schließen sich Richard an, der Rest folgt Hurley. »Did we make a mistake?«, fragt Sprachstörungs-Sun per Notiz den bedeppert herumstehenden Chopper-Frank. »Probably!«, ist seine Antwort, und damit ist seine Schuldigkeit für diese Folge wieder mal fast getan. Er wird ja, wie gesagt, nur mitgeschleift, weil irgendwer die Ajira-Maschine fliegen müssen wird.</p>
<p>Der Geist von Michael taucht wieder auf, er sei auf der Insel gefangen, »&#8217;cause of what I did«, so wie auch die anderen Wisperstimmen, die manchmal zu hören sind. Die Insel als Fegefeuer, aha, ok. Michael weist ihm noch schnell den Weg zu Locke, und er soll Libby ggf. sagen, er sei sorry wegen dem Mord an ihr damals.</p>
<p>Nun noch schnell die Ereignisse im Camp von Fake-Locke: Als Einstimmung gibt es einen Dialog über einen Holzstock, an dem Fake-Locke herumschnitzt. Und <strong>wieder versucht er seine Erlösungsstory zu verkaufen</strong>: Nur zusammen seien sie wieder auf der Insel gelandet, nur zusammen könnten sie sie auch wieder verlassen. Sie warten jetzt also auf Hugo, Sun, Jack, die sich ja auch bald auf den Weg machen.</p>
<p>Sayid ist zurück und will Fake-Locke etwas zeigen. Er hat nämlich Desmond an einen Dschungelbaum gefesselt. Im Gespräch mit Des will Fake-Locke wissen, warum ihn Widmore auf die Insel gebracht habe usw., irgendwann marschieren sie zusammen los, unterwegs erscheint ihnen dieser komische Junge wieder (»Ignore him!«), und nachts kommen sie an einem Brunnen an. Es folgt ein kulturhistorisches Gespräch über den Bau dieses Brunnens:</p>
<blockquote><p><small><b>Locke:</b> You have any idea how old this well is, Desmond?<br />
<b>Desmond:</b> Very old?<br />
<b>Locke:</b> That&#8217;s exactly right, very old.</small></p></blockquote>
<p>Die Brunnengräber hätten aber nicht nach Wasser, nein, nach Antworten hätten sie gesucht. Und der blääde Widmore zum Beispiel sei an Antworten gar nicht interessiert, nur an Macht. Dann fragt Zombie-Locke, warum Des keine Angst habe. »What is the point in being afraid?«: soweit Desmond. Ein Fehler, denn schon schubst ihn Fake-Locke den Brunnen runter, *aaaahh*.</p>
<p>Fake-Locke kehrt in sein Camp zurück, da kreuzt auch Hugo mit seinem Trupp auf. Wiedersehensmusik, Jack wird persönlich begrüßt, dort geht es dann weiter in Folge 6.13.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Hurley)</big></b></p>
<p>In der Nicht-Absturz-Welt wird uns eine Diashow zu Ehren von Hurley und seiner weltweit erfolgreichen <em>Mr. Cluck&#8217;s Chicken Shack</em>-Kette vorgeführt. Ein <i>Hugo Reyes Paleontology Wing</i> wird im Golden State Natural History Museum eingeweiht. Die Rede hält Dr. Chang, der Dharma-Typ, der auch die ganzen Dharma-Videos präsentiert hat.</p>
<p>Dringendstes Problem von Hurleys Mutter: Sie will ihren Sohnemann verkuppeln, hat also <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/04/16/gedanken-zu-lost-6x12-everybody-loves-hugo-recap/">»ein Date mit der mexikanischen Metzgerstochter Tritratrullalla besorgt und hofft auf viele kleine Hähnchenschenkel-Mogul-Enkel«</a>. Die Verabredung mit einer gewissen Rosalita soll in einem mexikanischen Restaurant stattfinden, aber dann kreuzt keine Rosalita auf, wohl aber: Libby.</p>
<p>Sie stellt die Frage aller Fragen, es klingt wie die Onlinewerbung irgendeiner Partnervermittlung: <b>»Hugo, do you believe two people can be connected, like soulmates?«</b> Libby wird aber von einem Doktor aufgelesen, sie ist offenbar meschugge und wird in einen Bus mit anderen Leidensgenossen geschoben, Aufschrift: Santa Rosa Mental Health Institute.</p>
<p>Enttäuscht frisst Hugo in einer seiner eigenen Filialen einen Eimer Chicken Wings leer. Desmond taucht auf und verwickelt ihn in ein Gespräch über Libby. Der Schotte ermuntert ihn: Da Libby behauptet habe, dass sie Hurley irgendwoher kenne, solle er doch jetzt heraus&shy;finden, woher.</p>
<p>Also findet sich Hugo bei diesem Shrink ein und fragt nach Libby. Eine kleine Spende später darf er sie dann auch wirklich treffen, und sie berichtet ihm Folgendes:</p>
<blockquote><p><small>A few days ago, I was watching TV, and one of your commercials came on. And the moment that I saw you, it was like I was hit over the head. All these memories came washing back of my life, only it was another life. (&#8230;) There was a plane crash, and I was on an island. (&#8230;) We knew each other. We liked each other. And then when I got here, it was almost like I&#8217;d been here before. And for some reason, Hugo, I have a memory of you being here, too.</small></p></blockquote>
<p>Aber Hurley kann sich nicht erinnern. Trotzdem kommt es zu einem Date am Strand, die Nachholung des geplanten Inselpicknicks. <strong>Es gibt »Do you like me?«-Gespräche und ein Besito</strong>, während dem Hurley von ein paar Inselerinnerungen geflasht wird. Desmond beobachtet das Ganze aus einem Wagen heraus, schiebt seine Sonnebrille hoch und fährt zufrieden los. Und zwar zu Lockes Schule.</p>
<p>Dort klopft erst mal Ben ans Autofenster, aber Des schüttelt ihn ab, und dann ist es Zeit für einen saftigen Cliffhanger: Des fährt den Rollstuhl fahrenden Locke volle Kanne über den Haufen. Locke fliegt rücklings über das Auto und kommt ziemlich beduselt auf dem Boden zu liegen, Ende von Folge 12. Zwei Drittel der Finalstaffel sind damit vorbei, nur noch 6 Folgen to come.</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 11. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/04/07/lost_s06e11/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 13:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »Happily Ever After« Episode Number: 6.11 (#113) First Aired: April 6, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Bis ans Ende ihrer Tage« (EA 26. 5. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Eine Desmond-Folge, und endlich gibt es mal deutliche, fast schon holzhammerartige Überschneidungen der beiden Parallelwelten. Butter bei die Fisch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Happily Ever After«<br />
Episode Number: 6.11 (#113)<br />
First Aired: April 6, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Bis ans Ende ihrer Tage« (EA 26. 5. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Eine Desmond-Folge, und endlich gibt es mal deutliche, fast schon holzhammerartige Überschneidungen der beiden Parallelwelten. Butter bei die Fisch, das Ende ist nah:</p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Ein Klassiker unter den »Lost«-Motiven: Die Großaufnahme eines Auges, das zu einem gerade Erwachenden gehört. Diesmal ist es Desmond. Als erstes erblickt er diese Tina-Fey-Doppelgängerin Zoe, <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/04/07/gedanken-zu-lost-6x11-happily-ever-after-recap/">»das unnützeste, schmutzige plot device seit Bai Ling«</a>, hehe. Ihre üble Windigkeit scheint sich Desmond sofort zu vermitteln, aber dann gleich Auftritt Widmore, der ihm verklickert, dass er wieder auf der Insel sei, nach welcher Information Desmond erst mal wild auf ihn eindrischt. Widmore erwehrt sich und belehrt den Aufmüpfigen wie&shy;derum mit einem »Lost«-Zitateklassiker: <strong>»The island isn&#8217;t done with you yet!«</strong></p>
<p><span id="more-5382"></span></p>
<p>Ein Experiment steht an, in dessen Mittelpunkt als unwilliger Proband eben Desmond steht. Im Kontrollraum erzeugt ein weißer Hasen im Käfig, das sprichwörtliche Versuchskaninchen, gleich eine veritable Testatmosphäre. Es herrscht Aufregung wie beim Start von Apollo 11 und wie es sich gehört gibt es einen Zwischenfall. Ein Techniker begibt sich in den Schuppen mit den zwei riesigen Teslaspulen, und weil jemand in der Control Unit den Hebel umlegt, wird er ordentlich durchgebraten und kommt dampfend und tot auf dem Boden zu liegen. Für Widmore nicht mehr Kollateralschaden, der herausgetragen wird, damit der Versuchsschotte Desmond hineingeschafft werden kann.</p>
<p>Brotha Des habe als einziger einen elektromagnetischen Zwischenfall überlebt, das müsse er nun vor Widmores Augen wiederholen, »or we all die«, wie immer. Es gibt ein schönes magnetisches Leuchten, Des springt im Raum umher, Schnitt.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Desmond)</big></b></p>
<p>Am Flughafen gibt es nach der erfolgreichen Parallelwelt-Landung von Oceanic 815 wieder die üblichen Figurenkreuzungen: Hurley hilft kurz Desmond, Desmond hilft kurz Claire, und dann folgen wir nur noch Mr. Desmond Hume. Er wird vom Taxifahrer George abgeholt, der ihm pimpartig sofort die ganze L.A.-Damenwelt anbietet.</p>
<p>Die L.A.-Episoden leben ja von der Erzeugung einer kognitiven Dissonanz, indem die Figurenleben in einem fundamentalen Punkt genau gegenteilig zur Originalwelt verlaufen. Und hier ist nun Widmore der Boss von Des, die beiden scheinen sich auch blendend zu verstehen. Dieser schon öfters gefeaturte, so sündteure wie fiktive, 60 Jahre alte <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/MacCutcheon_whisky">»MacCutcheon«-Scotch</a> tröpfelt in zwei Gläser. »Nothing&#8217;s too good for you«, sagt Widmore.</p>
<p>Desmond bekommt den Auftrag, sich um den Drive Shaft-Hallodri Charlie zu kümmern, damit der wie geplant bei einem Charity-Event von Widmores Frau aufspielen kann. Doch Charlie ignoriert ihn erst mal, überquert in Frogger-Manier eine Straße und hinterlässt fluchende Autofahrer. Als die beiden dann doch nebeneinander in einer Bar sitzen, beginnt Charlie ein Gespräch über <strong>»spectacular, conscious&shy;ness-altering love«</strong>, die ihm im Oceanic-Flieger begegnet sei, in Gestalt einer Frau, »blonde, rapturously beautiful«, die ihm erschienen sei kurz vor seiner Wiederbelebung durch Jack, den er einen »sodding idiot« nennt, sehr gut, hehe.</p>
<p>Das Gespräch erlebt seine Fortsetzung im Auto. Es geht um das philosophischste aller Probleme, die εὐδαιμονία, die pursuit of happiness, die ja auch Eingang in die Declaration of Independence gefunden hat usw. usf.</p>
<p>Völlig zusammenhanglos greift Charlie dann ins Lenkrad, der Wagen springt in ein Hafenbecken, und hier ist mal nicht ein fehlfunktionie&shy;rendes Navi schuld, ha. Charlie gluckert bewusstlos auf dem Beifahrersitz vor sich hin, der Wassertod scheint ihm bevorzustehen, so wie am Ende von Staffel 3. Und genau wie damals sehen wir nun plötzlich die Handfläche des erwachten Charlie an der Autoscheibe, un dort steht jetzt eben auch <b>»NOT PENNYS BOAT«</b>, die beiden Erzählebenen Absturz- und Nichtabsturz-Welt überlagern sich hier ziemlich dick und deutlich, about effing time!</p>
<p>Im Krankenhaus wird Desmond von der Ärztin nach gehabten Halluzinationen gefragt, »seeing things that aren&#8217;t there«. Er wird in so ein MRT-Iglu geschoben und erinnert sich dort herinnen an sein Alternativleben, an Penny, die Geburt des Sohnes etc. Kurz darauf will er von Charlie wissen, wer diese Penny eigentlich sei. Der ermuntert ihn, sie einfach suchen zu gehen. »All that matters is that we felt it.«</p>
<p>Charlie ist weg, er skippt also verantwortungsloserweise das Charity-Konzert, und Des soll dies nun Mrs. Widmore persönlich hinterbringen. Quelle surprise: Widmores Gattin ist die esoterische Labertasche Eloise Hawking, die hier eben Eloise Widmore heißt und ansonsten immer noch ihr hochgestyltes Weißhaar des Schreckens in die Kamera hält.</p>
<p>Sie nimmt es zuerst nicht krumm, dass das Konzert ausfallen muss, <strong>»what happened, happened«</strong>. Sie wird erst grantelig, als Desmond die Gästeliste einsehen will: »I want you to stop!« Er solle sofort mit seiner wie auch immer gearteten Suche aufhören. Und die Liste könne er nicht sehen, »because you&#8217;re not ready yet, Desmond«.</p>
<p>Dann plötzlich kreuzt Faraday auf (mit Hut – Künstler!): »My name is Daniel, Daniel Widmore. We need to talk.« Widmore sei also jetzt Daniels Vater, er selber sei Musiker und irgendwann mal einer Rothaarigen (wir alle wissen, wer das sein muss) begegnet, von der er sich sicher war, dass er sie schon davor geliebt hat. Direkt danach habe er dann ein paar avancierte quantenmechanische Gleichungen niedergeschrieben, ohne zu wissen, was er da tat. Es folgt die rhetorische Frage mit dem Zaunspfahl: <b>»What if we had some other life, and for some reason we changed things?«</b> Und dann noch: »I don&#8217;t wanna set off a nuclear bomb, Mr. Hume, I think I already did.«</p>
<p>Nun sei Penny, nach der Desmond suche, Daniels Halbschwester, er wolle ihn zu ihr führen. Ein menschenleeres Stadion, Penny beim Training, Des stellt sich per Handschlag vor, Schnitt, und wir sind wieder in der Inselwelt, Desmond wacht im elektromagnetischen Schuppen auf und scheint völlig okay zu sein.</p>
<p>Widmore erfreut das, er will nun alles erklären, aber Des hat bereits alles verstanden, er ist sofort Feuer und auch Flamme für das notwendige Folgende, »when do we start?!« Dann taucht im Dschungel Sayid auf, tötet ein bisschen herum, schickt Tina Fey weg, und überzeugt Desmond problemlos davon, ihm zu folgen: »Of course, lead the way.«</p>
<p>Zurück zum Stadion. Nach dem Handschlag sei Des ohnmächtig geworden, aber egal, er und Penny wollen sich in einer Stunde in einem Kaffeehaus treffen. Dann bittet Desmond den Taxifahrer George, der ihm seine Dienst ja geradezu aufgedrängt hat, ihm die Passagierliste des 815er Fluges zu besorgen, und das scheint kein Problem zu sein.</p>
<p>Und jetzt bleiben nur noch 7 Folgen. Und dann!</p>
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		<item>
		<title>Lost: 6. Staffel, 10. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/04/07/lost_s06e10/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 01:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »The Package« Episode Number: 6.10 (#112) First Aired: March 30, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Die Fracht« (EA 19. 5. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Am Anfang denke ich: WTF!, eine Sun-Folge, kucke dann aber doch weiter. Ansonsten wird im L.A.-Plot erzählt, wie es in Folge 6.06 dazu kam, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »The Package«<br />
Episode Number: 6.10 (#112)<br />
First Aired: March 30, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Die Fracht« (EA 19. 5. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Am Anfang denke ich: WTF!, eine Sun-Folge, kucke dann aber doch weiter. Ansonsten wird im L.A.-Plot erzählt, wie es in <a href="/2010/03/04/lost_s06e06/">Folge 6.06</a> dazu kam, dass Sayid nach der Niederstreckung von Keamy den armen geknebelten Jin in dieser Vorratskammer findet. Auf der Insel gibt es diesmal wieder extensive »my people«/»his people«/»our people«-Dialoge, also <strong>»Lost«-Lingo vom Feinsten</strong>.</p>
<p><span id="more-5366"></span></p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>Es beginnt mit Grünstich-Bildern einer grieseligen Überwachungs&shy;kamera. Die Getreuen von Fake-Locke werden beobachtet, und als sich ihr Anführer und Protektor kurz entfernt, rollt ein Betäubungsmittel&shy;kommando an und setzt alle außer Gefecht, um Jin zu entführen. Die Betäubungspfeile kamen aber nicht von Apocalypto-Indianern, sondern natürlich von einer Widmore-Abordnung.</p>
<p>Fake-Locke ist bei seiner Rückkehr leicht sauer über das Betäubungs&shy;massaker und den verschwundenen Jin, denn der könnte ein <em>candidate</em> sein, denn noch ist nicht sicher, wofür das KWON in der Kandidaten&shy;liste steht, für Jin oder Sun, tertium non datur: zum Leidwesen aller Freunde gekonnter Schauspielerei.</p>
<p>Fake-Lockes zusammengedachter Plan sieht nun vor, alle <i>candidates</i> zu versammeln und sich mit dem brach liegenden Flieger davonzumachen, und dann: »whatever happens, happens«. Zunächst trifft er sich mit Widmore an einer Pylonengrenze. Superster Dialog:</p>
<blockquote><p><small><b>Widmore:</b> Do you know who I am?<br />
<b>Locke:</b> Charles Widmore. Do you know who I am?<br />
<b>Widmore:</b> Obviously you&#8217;re not John Locke. Everything else I know is a combination of myth, ghost stories, and jungle noises in the night.</small></p></blockquote>
<p>Jedenfalls will Widmore Jin nicht herausrücken, obwohl ihn Fake-Locke »one of my people« nennt, und daher erfolgt jetzt durch Fake-Locke eine <strong>gesottene Kriegserklärung</strong>, und zwar mit den pseudostylischen Worten: »A wise man once said that war was coming to this island, I think it just got here.«</p>
<p>Derweil wird der entführte Jin in einem altbekannten Dharmaraum festgehalten, eine Horroratmosphäre mit lauter nutzlos gewordenen Kabeln, die in der Gegend herumhängen. Er legt einen Schalter um, der Raum verdunkelt sich, eine Medienattacke mit kurz aufblinkenden Texten setzt ein, irgendwelche esoterischen <i>subliminal messages</i>.</p>
<p>Die Widmore-Schergin aus <a href="/2010/03/18/lost_s06e08/">Folge 8</a>, die immer noch wie eine arg verschwitzte Tina Fey aussieht, mit immer noch schief sitzender Brille, kommt herein und haut Jin mit dem Elektroschocker um. Widmore ist entsetzt, das war so angeblich nicht geplant, Tina Fey soll nun irgendein Package (Folgentitel!) aus dem U-Boot holen gehen.</p>
<p>Inzwischen reicht Widmore die Digicam von Sun an Jin weiter, wo der nun zum ersten Mal <a href="/2008/03/20/lost-4-staffel-7-folge/">Ji Yeon</a> sieht, seine off-island geborene Tochter. Jetzt aber ruhig Blut, Jin, erst mal müsse also Fake-Locke daran gehindert werden, die Insel zu verlassen, <strong>denn sonst!</strong> Und das Package sei übrigens kein <i>what</i>, sondern ein <i>who</i>. Siehe unten.</p>
<p>Ach ja, Fake-Locke hatte seine Truppe ja kurz verlassen, nämlich um Sun zu sich zu locken, mit der Aussicht auf ein Wiedersehen mit Jin. Doch sie haut erst mal ab, Trommeln, Dramatik, tanzendes Dschungelgras, und dann rennt sie vor einen Baum und knockt sich selber aus. Ben findet sie, Jack begutachtet sie kurz, sie kann auf einmal kein Englisch mehr sprechen, aber immerhin noch verstehen, also so wie der nicht Englisch sprechen wollende Tempelherr Dogen, hehe.</p>
<p>Endlich trifft Richard ein und plädiert für eine Zerstörung des Ajira-Fliegers auf der Nachbarinsel, aber Sun hält eine Catilinarische Rede gegen diesen Plan. Jack, der Sun-Flüsterer, sagt wieder mal »I promise« und macht Sun zur Mitläuferin.</p>
<p>Wen Widmore da als lebendes Package mitgebracht hat, sehen wir, als Sayid zum U-Boot schwimmt. Es ist der Schottenbruder Desmond.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot</big></b></p>
<p>Ok, die Feds konfiszieren die $25.000, da Jin angeblich nicht weiß, woher das Zeug stamme, er frage seinen Auftraggeber, Suns Vater, eben nun mal keine Fragen. Die Abweichung vom Erzählnormalpegel ist die, dass Sun und Jin in der Nicht-Absturz-Welt nicht verheiratet sind.</p>
<p>Im Hotel knöpft Sun jedenfalls ihre Bluse auf, um Jin anzuteasen usw., am Morgen danach schlägt sie vor, abzuhauen und sich aus den Fängen ihres Vaters zu befreien. Leider kreuzt da Keamy auf, »a friend of your father&#8217;s«. Er will die konfiszierte Kohle, ein Übersetzer wird eingeschaltet, Sun bietet an, das Geld ersatzhalber von ihrem Konto zu holen, aber der Account wurde von Suns Vater gespeert.</p>
<p>Da sich Jin an Sun vergriffen hat, hat beider Übervater nun Keamy damit beauftragt, einen gut dotierten Auftragsmord an Jin zu begehen. Daraus wird aber nichs, wir hören Sayid die Bösen erschießen, er gibt Jin noch ein Hilfsmittel zum Aufschneiden der Fesseln und haut dann ab. Da kreuzen noch Sun und der Übersetzer auf. Jin nimmt ihn aus dem Spiel, dabei wird leider Sun verletzt, und dann gibt sie bekannt, dass sie auch noch schwanger ist.</p>
<p><a href="http://nach21.wordpress.com/2010/03/31/gedanken-zu-lost-6x10-the-package/">Fazit</a>: »Folge Nummer Zehn. <strong>Bisher die langweiligste Folge.</strong> Zu wenig Hurley, Ben und Lapidus. Zu viel Keamy, Claire und Widmore. Viel zu viel Zoe, die doofe Geophysikerin.«</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lost: 6. Staffel, 9. Folge</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2010/03/28/lost_s06e09/</link>
		<comments>http://www.umblaetterer.de/2010/03/28/lost_s06e09/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 17:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.umblaetterer.de/?p=5299</guid>
		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »Ab Aeterno« Episode Number: 6.09 (#111) First Aired: March 23, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Seit Anbeginn der Zeit« (EA 12. 5. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Die lange erwartete Richard-Folge! Richard Alpert – Seine Vorge&#173;schichte, sein Teufelspakt und seine Dämlichkeit (»I want to live forever!«). Insgesamt ziemlich viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Ab Aeterno«<br />
Episode Number: 6.09 (#111)<br />
First Aired: March 23, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Seit Anbeginn der Zeit« (EA 12. 5. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Die lange erwartete Richard-Folge! Richard Alpert – Seine Vorge&shy;schichte, sein Teufelspakt und seine Dämlichkeit (»I want to live forever!«). Insgesamt ziemlich viel Höllentalk, und die allegorischen Mächte Gut und Böse rüsten sich weiter zum Endkampf. (Einen L.A.-Plot gibt es diesmal nicht.)</p>
<p><span id="more-5299"></span></p>
<p><big><b>Exposition: Überleitung auf Richard</b></big></p>
<p>Rückblick, Jacob besucht Ilana an ihrem Krankenbett, es gibt ein bisschen untertiteltes Russisch zur Einstimmung, dann erteilt Jacob seinen Auftrag: Ilana, bitte beschütze sechs Leute, die remaining <em>candidates</em>. Nachdem sie diese Leute zum Tempel gebracht hat, soll sie ›Ricardus‹, also Eyeliner-Richard, fragen, was als nächstes zu tun sei.</p>
<p>Aber Richard will nicht. Er ist immer noch schwer enttäuscht von Jacob: »Everything he ever said is a lie«. Dann folgt DIE GROSSE AUFLÖSUNG der gesamten Serie, zumindest in der Richard-Version: Sie alle seien hier bereits mausetot, die Insel nur imaginierte Kulisse des eigent&shy;lichen Aufenthaltsortes: der Hölle. Und Richieboy will jetzt jemand anderem gehorchen.</p>
<p>Übrigens, Chopper-Frank hängt da auch immer noch mit herum, mitsamt seinem abgerissenen Pilotenhemd. Er ist als Figur völlig unnötig und wird wahrscheinlich nur noch mitgeschleift, weil er irgendwann irgendein Fluggefährt steuern muss. Sein Einbezug in die Handlung ist <b>ein schlimmer Tiefpunkt dieser Folge</b>. Wir hören einen komplett unnatürlichen Informativdialog zwischen ihm und Ben, mit dem auf Richards Schicksal übergeleitet werden soll. Dieser Dialog ist so bescheuert, den muss man hier mal hinschreiben:</p>
<blockquote><p><small><b>Ben</b>: I&#8217;ve known him [d. i. Richard] since I was 12 years old, that should count for something.<br />
<b>Frank</b>: So you guys met when you were kids, huh?<br />
<b>Ben</b>: No, Frank, <i>I</i> was a kid. Richard looked just like he does today.<br />
<b>Frank</b>: You&#8217;re saying this guy doesn&#8217;t age.<br />
<b>Ben</b>: That&#8217;s exactly what I&#8217;m saying.<br />
<b>Frank</b>: And how the hell do you think that happened?</small></p></blockquote>
<p><big><b>Richards Werden und Nicht-Vergehen</b></big></p>
<p>Richard/Ricardo hoch zu Pferde, verwilderter Look und noch ohne Eyeliner. Denn wir befinden uns im Teneriffa des Jahres 1867, also knappe 70 Jahre, nachdem Humboldt dort den Teide bestiegen hat. Ricardo kommuniziert in feinem muttersprachlichen Spanisch mit seiner Frau Isabella. Das Ganze hat etwas von mexikanischer Teleonvela, wie <a href="http://www.critikseries.com/lost/lost-609-ab-aeterno.html"><em>Critik en séries</em> schreibt</a>, und die Frau liegt natürlich schicksalsgebeutelt krank darnieder und spuckt Blut. Durch regnerisches Inselland reitet Ricardo um Hilfe.</p>
<p>Es folgt eine Landarzt-Szene à la Kafka: Der gerade beim Essen gestörte Arzt will nicht im Regen irgendwohin reiten: <b>Hippokratischer Eid my ass!</b> Er verspricht Richard aber eine teure Wundermedizin, um das Leben von dessen Frau zu retten. Allerdings hat Richard nicht genügend Finanzen, es kommt zu einem kurzen Kampf, der Arzt fällt gegen die Tischkante, eine Blutlache entströmt seinem Hinterkopf, er ist tot. Richard macht sich mit der Medizin in der Hand von dannen.</p>
<p>Er kommt zu spät, Isabella ist schon dahin, auch das noch! Richie wird festgenommen und schön zum Tode verurteilt. Vor der Hinrichtung will ihm der Gefängnispfarrer nicht so richtig göttliche Gnade versprechen, »me temo que el diablo te espera en el infierno«. Aber ein Englishman checkt kurz vor der geplanten Hängung seine Zähne, seine Hände und sein Englisch und reklamiert Richard für seinen Käptn: »This man is now the property of Captain Magnus Hanso. Hope you don&#8217;t get seasick.«</p>
<p>Und so wird auch die Vorgeschichte der Black Rock erzählt, dieses mystischen Schiffswracks auf der Insel. In einem grausligen Gewittersturm kommt die Lost-Insel in Sicht, das Schiff zerschellt an der riesigen Taweret-Statue (die dabei auch zu Bruch geht).</p>
<p>Es gibt Überlebende, aber ein britischer Offizier begibt sich unter Deck und zermetzelt die mitgeführten hispanischen Sklaven mit gezielten Säbelstichen. Als Richard an der Reihe ist, kommt das <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/03/24/gedanken-zu-lost-6x09-ab-aeterno/">Rauchmonster der Herzen</a> und nimmt sich der britischen Offiziere an. Nur Richard bekommt lediglich die Rülpslaute des Monsters zu spüren, weiter nichts, er wird verschont. Er schraubt an seinen Ketten, im Delirium erscheint ihm Isabella, »estamos muertos los dos, estamos en el infierno, estoy aquí para salvarte <u>antes de que regrese</u> <i>él</i>«. (Ein grundschöner Subjuntivo, danke, Isabella!)</p>
<p>Irgendwann flieht die isabellinische Erscheinung, wir hören Schritte auf dem Schiffsholz, eine Hand berührt Ricardos Schulter. Es ist aber nicht Jacob, es ist dessen Antagonist, diesmal nicht in Locke-Gestalt, sondern in der Menschengestalt, in der wir ihn am Ende der fünften Staffel gesehen haben. »Here, water.« Und es wäre nicht »Lost«, wenn nicht folgender dialogischer Schlagabtausch stattfände:</p>
<blockquote><p><small><b>Richard</b>: Who are you?<br />
<b>Man in Black</b>: A friend.</small></p></blockquote>
<p>Es kommt zum Teufelspakt. Richard will alles tun, was der Typ verlangt, und schon werden die Ketten aufgeschlossen. Wie in Gestalt von Locke spricht der Mann in schwarz erneut vom Verlassen der Insel als oberstem Ziel. Er gibt sich nebenbei als Black Smoke zu erkennen und beauftragt Richard mit der Tötung des Erzfeindes, mit denselben Worten, mit denen Fake-Locke später Sayid dazu überreden will, er überreicht ihm auch denselben Dolch.</p>
<p>Das Gespräch über richtig und falsch erinnert stark an dieses eine Majakowski-Gedicht, <a href="http://ru.wikisource.org/wiki/Что_такое_хорошо_и_что_такое_плохо_(Маяковский)">»Что такое хорошо и что такое плохо«</a>, was ist gut und was ist schlecht, kommt also eigentlich ganz okay cool. Ricardo wird auch das sogenannte Blaue vom sogenannten Himmel verspro&shy;chen: Er könne seine Frau wiedersehen. (Das wäre sicher auch einigermaßen okayer als das bevorstehende Wiedersehen des koreanischen Langweilerpaars Sun und Jin, hehe.)</p>
<p>Rick macht sich also auf den Weg zum vierzehigen Statuenrest. Dort stellt ihn sein Zielobjekt Jacob jedoch kalt, nimmt ihm den Dolch ab und erzählt erst mal genau das Gegenteil dessen, was der Schwarzmann von sich gegeben hatte. Er überzeugt Richard auch davon, dass er nicht tot und dass die Erscheinung eben nicht seine Frau gewesen sei. Und dann wird formally introduced: »My name is Jacob. I&#8217;m the one who brought your ship to this island.« Er versucht sich ebenfalls an einem jesusartigen Gleichnis mit Hilfe von Wein (ein Hauch von Kana zieht über den Screen). <strong>Und dann gibt es Tacheles:</strong></p>
<blockquote><p><small>»That man who sent you to kill me believes that everyone is corruptable because it&#8217;s in their very nature to sin. I bring people here to prove him wrong. And when they get here, their past doesn&#8217;t matter.«</small></p></blockquote>
<p>Aha. Jacob ist also der GROSSE OPTIMIST und AUFKLÄRER, er ist also eher Lutheraner, letztlich vielleicht sogar Kantianer, und nicht etwa, wie lange vermutet, Jakobiner. Richard kriegt einen neuen Job verpasst, er soll den Vermittler zwischen Jacob, der selber nicht eingreifen will, und den zukünftigen Neuankömmlingen auf der Insel spielen. Als Ausweis menschlicher Hybris verlangt Richard diese Gegenleistung: <strong>»I never want to die. I want to live forever.«</strong> Junge, mach dich nicht unglücklich! Der Schwarzmann ist dann leicht enttäuscht von Richard, zeigt aber Verständnis. Der Abtrünnige könne jederzeit auf seine Seite wechseln.</p>
<p>140 Jahre vergehen, wir sind zurück in der Gegenwartshandlung. Richard spricht ins Leere: »I&#8217;ve changed my mind. &#8230; Does the offer still stand?!« Niemand erhört ihn, bis Hurley angetapst kommt. Er vermittelt Richard eine Begegnung mit seiner Frau, es gibt ein bisschen Lovetalk, und dann, laut Hurley, besteht Isabella darauf, dass Richard den Man in Black töte, »&#8217;cause if you don&#8217;t, todos nos vamos al infierno«.</p>
<p>Am Ende der Folge treffen sich Jacob und sein Erzfeind wieder mal direkt und teasen sich die Taschen voll. Es gibt Beef und Gebattle, und der Schwarzmann zerschlägt dann zum Schluss die Weinflasche, so much for Gleichnis. Nun nun, die Hälfte der 6. Staffel ist vorbei, und es ist letztlich also nicht verwunderlich, dass diese Megaserie der ersten Dekade des dritten Jahrtausends, die sich anfangs sehr an Mikrodingen abgearbeitet hat, Einzelbiografien usw., sich letztlich doch am großen Ganzen versucht.</p>
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		<title>Lost: 6. Staffel, 8. Folge</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 09:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serienjunkiez]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung! Spoiler! Episode Title: »Recon« Episode Number: 6.08 (#110) First Aired: March 16, 2010 (Tuesday) Deutscher Titel: »Kundschafter« (EA 5. 5. 2010) — Umblätterers Episodenführer (Staffeln 4, 5 und 6) Widmore bereitet sich auf der Nachbarinsel auf den Kampf mit Fake-Locke vor, warum auch immer. Sawyer spielt sich als Doppelagent auf, verfolgt aber natürlich noch mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><small><strong><em>Achtung! Spoiler!</em></strong><br />
Episode Title: »Recon«<br />
Episode Number: 6.08 (#110)<br />
First Aired: March 16, 2010 (Tuesday)<br />
Deutscher Titel: »Kundschafter« (EA 5. 5. 2010)<br />
— <a href="/lost/"><b>Umblätterers Episodenführer</b></a> (Staffeln 4, 5 und 6)</small></p></blockquote>
<p>Widmore bereitet sich auf der Nachbarinsel auf den Kampf mit Fake-Locke vor, warum auch immer. Sawyer spielt sich als Doppelagent auf, verfolgt aber natürlich noch mal eigene Interessen. Und in der Nicht-Absturz-Welt ist er kein praktizierender Betrugskünstler mehr, sondern ein Cop, und sein Partner ist Miles.</p>
<p><span id="more-5249"></span></p>
<p><b><big>1. – Insel-Plot</big></b></p>
<p>»I&#8217;m with Locke.« &#8211; »That&#8217;s not Locke.« &#8211; »Yeah, I know.«</p>
<p>Ein typischer »Lost«-Dialog, diesmal geführt von Sawyer und Jin, wahrscheinlich nur, damit letzterer auch mal noch einen Sprechpart abkriegt. Er singt das ewige Lied vom hoffentlich baldigen Wiedersehen mit Sun. Diese Wiedersehensromanze wird hoffentlich etwas extraordinär Besonderes, denn so lange, wie wir jetzt schon diesen Erwartungsschmonzes mit uns rumschleppen, muss da einfach was kommen, mindestens eine Party im Stile des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/JK_Wedding_Entrance_Dance">JK Wedding Entrance Dance</a>, hehe.</p>
<p>Nach dem Dialog, geführt in Claires schlammigen Feriencamp, erleben wir die Rückkehr der Fake-Locke-Getreuen. Der Anführer macht, was Anführer in »Lost« immer machen: Er verspricht Fragen zu beantwor&shy;ten, das Jack-Bauer-Schlüsselwort »promise« fällt. Aber erst mal müssen sie, natürlich, weiter.</p>
<p>Während der Wanderung kapseln sich Sawyer (a.k.a. <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/03/17/gedanken-zu-lost-6x08-recon/">»Drei-Hemdknöpfe-offen-Davidoff«</a>) und Fake-Locke ab und Letzterer spielt quasi auf Max Frischs »Stiller«-Roman an, wenn er dezidiert zugibt: <strong>»I <em>am</em> the smoke thing.«</strong> Er schickt Sawyer rüber zur Hydra-Insel, »do some recon«. Er soll, wie einst Ben bei den frisch abgestürzten Lostianern, ordentlich infiltrieren.</p>
<p>Drüben auf der Nachbarinsel gibt es ein Wiedersehen mit dem Käfig, den Sawyer bereits von innen kennt, und den anderen Dharma-Facilities. Sawyer begegnet auch dem Ajira-Flieger, überdem einem Haufen Toten, und dann rennt jemand in der Nähe umher, Wackel&shy;kamera, Sawyer nimmt die Verfolgung auf und schnappt sich die fliehende Frau, typischer »Lost«-Dialog:</p>
<blockquote><p>–Who are you?<br />
–I&#8217;m the only one left.</p></blockquote>
<p>Aha! Die Gute sieht ein bisschen aus wie Tina »30 Rock« Fey und auch wie jemand, der eher harmlose New-York-Probleme hat als Robinso&shy;nadenträume. Aber das ist »Lost«, hier hat standesgemäß jeder eine Leiche im Keller, und so ist auch diese neue Bekanntschaft nur ein Lockvogel für finstere Hintermänner.</p>
<p>Tatsächlich springen jählings vier bewaffnete Typen in speckigen Holzfällerhemden aus dem Busch und richten ihre Waffen auf Sawyer. <strong>Wieder so ein »Lost«-Moment einer überraschenden Machtüber&shy;nahme.</strong> Sawyer ist allerdings gelangweilt, er kennt das »Lost«-Spiel ja schon einige Staffeln lang: »Alright. Take me to your leader.«</p>
<p>Dieser Leader ist natürlich Widmore, Sawyer klettert ordnungsgemäß zu ihm ins U-Boot hinab. Die beiden verhandeln: Sawyer solle zurück zur Hauptinsel und sagen, dass er nichts und niemanden angetroffen habe, damit Fake-Locke und seine Mannen rüberkommen und Widmore ihn in aller Ruhe killen könne, warum auch immer.</p>
<p>Der Handschlag ist aber nichts wert, kaum hat Sawyer wieder rübergemacht, offenbart er Fake-Locke die Gegebenheiten. Gegenüber Kate nimmt er noch mal eine andere Position ein, er will die beiden Mächte ihr Ding ausfighten lassen, während er sich mit dem U-Boot davonmacht.</p>
<p>Ein Zwischenspiel widmet sich dem gestörten Verhältnis zwischen Claire und Kate. Claire überfällt Kate mit einem Messer, aber Fake-Locke weist sie rüde zurecht, inkl. Backpfeife und dem Kleine-Kinder-Zurechtweisesatz: <strong>»This is completely inappropriate.«</strong> Bla bla bla, am Ende gibt es eine versöhnliche Umarmung zwischen den Beiden.</p>
<p>Und ach ja, im Gespräch mit Kate erwähnt Fake-Locke, dass er auch mal eine verrückte Mama hatte, so wie jetzt auch Claire zum Wahnsinn neigt. Eine Information, die wieder die Vermutungsmaschinerie anwirft: Fake-Lockes Mama, wer das wohl sein wird.</p>
<p><b><big>2. – L.A.-Plot (Cop Sawyer)</big></b></p>
<p>Ein Hotelzimmer, Sawyer startet seinen üblichen <i>flim flam</i> und lässt einen Geldkoffer zuhuuuufällig seinen Inhalt preisgeben. Aber sein Bettschatz erkennt den Ansatz der Betrügerei und richtet eine Pistole auf ihn. Es folgt die übliche kognitive Dissonanz in der Nicht-Absturz-Welt: Sawyer meint, er sei ein Undercovercop etc., und wir halten das für einen Teil seines Betrugsplans, aber dann stimmt das wirklich. Er nennt das Codewort (ich habe »The floor!« verstanden, was sicher »LaFleur!« heißen sollte). Daraufhin stürmen ein paar Uniformierte das Zimmer.</p>
<p>Sawyer, der hier in L.A. nur unter seinem bürgerlichen Namen James Ford agiert, hat Miles als Partner, und beide hier jetzt als Detectives inkl. Badge zu sehen, im HQ der LAPD, ist leicht lächerlich. Aber egal, auch in der Parallelwelt sucht Sawyer nach diesem Anthony Cooper, der sein Familienglück auf dem Gewissen hat.</p>
<p>Das Ganze fliegt auf, als er Charlotte datet, die ursprünglich mit dem Widmore-Team auf die Insel gelangt und <a href="/2009/02/25/lost-5-staffel-5-folge/">in Folge 5.05</a> über die Klinge gesprungen war. Warum Sawyer ein Cop geworden ist, will sie beim Dinner wissen, und Sawyer will ihr die übliche »Bullitt«/Steve-McQueen-Story verkaufen, aber die erkennt das Gelaber und Sawyer muss etwas weiter ausholen.</p>
<p>In Sawyers Schlafzimmer kramt Charlotte etwas später nach einem T-Shirt, top drawer on the right, aber sie verwühlt sich und entdeckt die »Sawyer«-Mappe mit Zeitungsausschnitten zu James&#8217;/Sawyers Familentragödienunglück. Sawyer wirft sie sehr unfreundlich hinaus.</p>
<p>Es reut ihn ein wenig, als er eines Abends zu Hause sitzt – Tiefkühlkost, Dosenbier – und eine Folge »Unsere kleine Farm« schaut. Mit einer traurigen Sonnenblume in der Hand klopft er an Charlottes Tür, aber die schickt ihn nun ihrerseits weg.</p>
<p>Endlich offenbart sich Sawyer gegenüber Miles und erklärt ihm seine Besessenheit mit diesem Anthony Cooper, aber, wie der Pop Culture Nerd <a href="http://popculturenerd.com/2010/03/17/lost-recon-review">schreibt</a>, »this whole reveal off-island is wasted as it just drags out Sawyer telling Miles something we&#8217;ve all known for years: Daddy shot Mommy and then killed himself and Sawyer will murder the man responsible«. Mit anderen Worten: *gähn*.</p>
<p>Am Ende noch ein Zwischenfall, Sirenengeheul, Kate auf der Flucht, Sawyer schnappt sie sich, reißt ihr die Kapuze herunter und sagt: »Sonofabitch!«</p>
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