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	<title>Der Umblätterer &#187; Paco</title>
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	<description>In der Halbwelt des Feuilletons.</description>
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		<title>Acht mal acht</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 11:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[FAS]]></category>
		<category><![CDATA[S-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Sonntag stieg ich also in den ICE, um von Dresden zurück nach Leipzig zu fahren. Ich hatte einen Schokoladenosterhasen und die FAS dabei. Zuerst las ich voller Begeisterung das sehr schöne Inter&#173;view, das Volker Weidermann mit Marcel Reich-Ranicki geführt hat (S. 19). Während ich aber auf die nächste Seite umblätterte, hörte ich plötzlich etwas, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Sonntag stieg ich also in den ICE, um von Dresden zurück nach Leipzig zu fahren. Ich hatte einen Schokoladenosterhasen und die FAS dabei. Zuerst las ich voller Begeisterung <a href="http://www.faz.net/-het-6z07p">das sehr schöne Inter&shy;view</a>, das Volker Weidermann mit Marcel Reich-Ranicki geführt hat (S. 19). Während ich aber auf die nächste Seite umblätterte, hörte ich plötzlich etwas, das mir die ganze restliche Reise verdarb.</p>
<p>Und zwar saßen in der Reihe links neben mir ein Vater und sein Sohn. Der Junge war mehr oder weniger im Grundschulalter und fragte seinen Vater einfach mal so, wie viel acht mal acht sei. Und der Vater gab ihm freundlich und überzeugend die Antwort:</p>
<p><center>»Zweiundsechzig.«</center></p>
<p>Der Junge war zufrieden, er blätterte weiter in seinem Bilderbuch und murmelte leise vor sich hin. Natürlich hatte ich noch mal nachgerech&shy;net, acht mal acht ist vierundsechzig, da war ich mir trotz kurzer Verunsicherung wieder ziemlich sicher. Mit einer Mitreisenden schräg gegenüber gab es einen kurzen Blickkontakt, denn auch sie hatte aufgehorcht und aufgeschaut, als der Vater sein Verbrechen gegen die Mathematik beging, aber dann hatte sie einfach weiter in der »taz« gelesen, als ob nichts geschehen wäre.</p>
<p>Mir dagegen stellte sich nun die <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/l/10">Dr.-Dr.-Erlinger-Frage</a>, ob ich den Vater korrigieren sollte, hier vor versammelter Mannschaft im ICE. So was geht natürlich aus verschiedenen guten Gründen eigentlich nicht, niemals, das ist vielleicht das Furchtbarste, was man so machen kann, fremde Eltern fremder Kinder vor einem Haufen fremder Menschen inhaltlich zu korrigieren.</p>
<p>Trotzdem konnte ich mich kaum konzentrieren, als ich dann angestrengt versuchte, weiter in der FAS zu lesen. Während der Schokohase unangetastet auf dem Nebensitz hockte, steigerte ich mich immer weiter in meine Weltrettungsidee hinein. Mittlerweile war eine Stunde verstrichen, ich konnte jetzt unmöglich noch an vorhin anknüpfen, war aber immer überzeugter davon, dass ich es dennoch tun muss, auch wenn es mir absolut zuwider war. Und deshalb freute ich mich wie nie zuvor, als per Durchsage die baldige Ankunft in Leipzig angekündigt wurde.</p>
<p>In diesem Moment hörte ich den Jungen wieder etwas fragen, wieder das Einmaleins betreffend, diesmal ging es ihm um sieben mal neun. »Papi, wie viel ist sieben mal neun?« Und während ich den Vater in Zeitlupe den Mund öffnen sah, hatte ich die FAS zusammengeschlagen, hatte mir den Schokohasen geschnappt, war vom Sitz hochgesprungen und rannte den Gang runter. Ich wollte auf gar keinen Fall auch noch wissen, wie viel sieben mal neun ist.<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kaffeehaus des Monats (Teil 69)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/04/02/kaffeehaus-des-monats-teil-69/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 08:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kaffeehaus des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du mal richtig Zeitung lesen willst: Berlin-NeuköllnDas »Café Ungeheuer« in der Emser Straße. (Das Café Ungeheuer heißt so, weil hier alles ungeheuer gut schmeckt.) &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p ALIGN="center"><strong>Wenn du mal richtig Zeitung lesen willst:</strong></p>
<p ALIGN="center"><img SRC="/wp-content/uploads/2012/01/cafe_ungeheuer.jpg" ALT="Café Ungeheuer, völlig unbedeutendes Streetside-Foto, sry" BORDER="1" /></p>
<p ALIGN="center"><strong><big>Berlin-Neukölln</big></strong><br />Das »Café Ungeheuer« in der Emser Straße.</p>
<p ALIGN="center"><i>(Das <a href="http://www.ungeheuer-neukoelln.de/">Café Ungeheuer</a> heißt so, weil hier alles ungeheuer gut schmeckt.)</i><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Regionalzeitung (Teil 50)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/03/26/regionalzeitung-teil-50/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 07:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Regionalzeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; 246. &#160; es war ein steiniger Weg &#160; 247. &#160; die Fährnisse des Lebens &#160; 248. &#160; für ihn ist das Glas stets halb voll &#160; 249. &#160; die Faszination ist ungebrochen &#160; 250. &#160; die Dunkelziffer ist weit höher &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;<br />
&nbsp; <small>246.</small> &nbsp; es war ein steiniger Weg</p>
<p>&nbsp; <small>247.</small> &nbsp; die Fährnisse des Lebens</p>
<p>&nbsp; <small>248.</small> &nbsp; für ihn ist das Glas stets halb voll</p>
<p>&nbsp; <small>249.</small> &nbsp; die Faszination ist ungebrochen</p>
<p>&nbsp; <small>250.</small> &nbsp; die Dunkelziffer ist weit höher<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>»Slavoj Žižek gewidmet«</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/02/27/slavoj-zizek-gewidmet/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 13:17:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[FAS]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntagmorgen, die Glocken der serbisch-orthodoxen Kirche nebenan taten ihr Werk, und eineinhalb Croissants und zweieinhalb FAS-Artikel später waren wir schon auf dem Weg. Wir wollten nämlich in die Ai-Weiwei-Ausstellung im Jeu de Paume gehen, um uns darüber lustig zu machen, fanden sie aber dann doch ganz gut. Eigentlich wollte ich noch was anderes erzählen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntagmorgen, die Glocken der serbisch-orthodoxen Kirche nebenan taten ihr Werk, und eineinhalb Croissants und zweieinhalb FAS-Artikel später waren wir schon auf dem Weg. Wir wollten nämlich in die <a href="http://www.jeudepaume.org/index.php?page=article&#038;idArt=1500&#038;lieu=1">Ai-Weiwei-Ausstellung</a> im Jeu de Paume gehen, um uns darüber lustig zu machen, fanden sie aber dann doch ganz gut.</p>
<p>Eigentlich wollte ich noch was anderes erzählen. Und zwar haben wir vor ein paar Tagen in der Cité de la musique ein neues Stück des Komponisten Brice Pauset gehört, eine Variation auf Motive von Beethoven und Mao Zedong. Und im Programmheft stand tatsächlich Folgendes: »La pièce est dédiée à Slavoj Zizek.«</p>
<p>Es gibt also tatsächlich Leute, die dem Joachim Gauck der Philosophie ein Musikstück widmen, ein unbegreiflicher Akt ambitionierter Klugheit, wunderbar!</p>
<p>Als wir dann gestern aus dem Jeu de Paume kamen, spazierten wir gemächlich zurück nach Hause und gingen später ins Restaurant an der Ecke, wo wir, wie so oft, den ganzen Abend über Griechenland sprachen.<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vossianische Antonomasie (Teil 23)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/02/26/vossianische-antonomasie-teil-23/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 10:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vossianische Antonomasie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; der Bushido der Tagesschau der Rudolf Scharping der Kunst der Michelangelo des Dritten Reiches der John Wayne der deutschen Publizistik die Sonne des 21. Jahrhunderts &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<ol start="111">
<li>der Bushido der Tagesschau <!-- Jan Hofer, heute show, 3.2.2012 --></li>
<li>der Rudolf Scharping der Kunst <!-- anselm kiefer; faz, 1.11., feuilleton, s.31 --></li>
<li>der Michelangelo des Dritten Reiches <!-- Arno Breker, siehe welt(dot)de, 28.10.2011 --></li>
<li>der John Wayne der deutschen Publizistik <!-- Kathrin Passig über Kurt Scheel, TAZ --></li>
<li>die Sonne des 21. Jahrhunderts <!-- Kim Jong-il, zit. nach Jutta Lietsch, TAZ --></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Listen-Archäologie (Teil 10): Die Reclam-Top-Ten</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/02/16/reclam-top-ten/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 13:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Listen-Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[S-Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reclam-Bände wurden ja gerade redesignt, aus diesem Anlass ist der schöne autothematische Band »Die Welt in Gelb« erschienen (auch als PDF). Darin findet sich auf Seite 65 die Top Ten der bestsellerisch&#173;sten Bände der Reclam-Universal-Bibliothek seit 1948, das ist doch auch mal interessant: 1. Schiller, Wilhelm Tell (5,4 Mio. Exemplare) 2. Goethe, Faust I (4,9 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reclam-Bände wurden ja gerade <a href="http://www.reclam.de/special/ub_neu">redesignt</a>, aus diesem Anlass ist der schöne autothematische Band »Die Welt in Gelb« erschienen (auch als <a href="http://www.reclam.de/data/media/Die_Welt_in_Gelb.pdf">PDF</a>). Darin findet sich auf Seite 65 die Top Ten der bestsellerisch&shy;sten Bände der Reclam-Universal-Bibliothek seit 1948, das ist doch auch mal interessant:</p>
<blockquote><p>1. <b>Schiller, Wilhelm Tell</b> (5,4 Mio. Exemplare)<br />
2. <b>Goethe, Faust I</b> (4,9 Mio.)<br />
3. <b>Keller, Kleider machen Leute</b> (4,4 Mio.)<br />
4. <b>Lessing, Nathan der Weise</b> (4,4 Mio.)<br />
5. <b>Droste-Hülshoff, Judenbuche</b> (3,9 Mio.)<br />
6. <b>Hauptmann, Bahnwärter Thiel</b> (3,7 Mio.)<br />
7. <b>Schiller, Maria Stuart</b> (3,6 Mio.)<br />
8. <b>Storm, Schimmelreiter</b> (3,1 Mio.)<br />
9. <b>Schiller, Kabale und Liebe</b> (3,1 Mio.)<br />
10. <b>Goethe, Götz von Berlichingen</b> (3,0 Mio.)</p></blockquote>
<p>(Eine Besprechung des Redesigns, der in jedem Wort zuzustimmen ist, hat übrigens Martin Z. Schröder für die SZ <a href="http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=512">geschrieben</a>: »Mögen auch diesem kennerhaft fein durchgearbeiteten Entwurf ein bis zwei Dekaden beschieden sein!«)<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorwort zum laufenden Feuilletonjahr (1/2012)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/01/30/vorwort-zum-laufenden-feuilletonjahr-nr-1-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[F-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[S-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorworte]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Mole spotted above ground: Der Goldene Maulwurf 2011 a.k.a. »die Oscar Night des Feuilletons« (Die Presse). 2. Und morgen früh hier: DAS KINOJAHR 2011. (Von den Machern der Kinojahre 2010, 2009, 2008 und 2007.) 3. Einer der schönsten Essays des letzten Jahres, aus der »BELLA triste«: »Futter für die Bestie. 528 Wege &#8230; zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p ALIGN="left"><img SRC="/wp-content/uploads/2012/01/gdansk.jpg" ALT="Über den Dächern von Danzig" BORDER="1" WIDTH="440" /></p>
<p><b>1.</b> Mole spotted above ground: <a href="/best-of-feuilleton-2011/">Der Goldene Maulwurf 2011</a> a.k.a. <b><a href="http://bit.ly/zoKXLY">»die Oscar Night des Feuilletons«</a></b> (<i>Die Presse</i>).</p>
<p><b>2.</b> Und morgen früh hier: <b><a href="/2012/01/31/vorwort-zum-kinojahr-2011/">DAS KINOJAHR 2011.</a></b> (Von den Machern der Kinojahre <a href="/das-kinojahr-2010/">2010</a>, <a href="/das-kinojahr-2009/">2009</a>, <a href="/das-kinojahr-2008/">2008</a> und <a href="/das-kinojahr-2007/">2007</a>.)</p>
<p><b>3.</b> Einer der schönsten Essays des letzten Jahres, aus der »BELLA triste«: <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/16/futter-fur-die-bestie-essay-bella-triste-31-2011/">»Futter für die Bestie. 528 Wege &#8230; zum nächsten guten Buch«</a>, von Stefan Mesch.</p>
<p><b>4.</b> <b>Herrlicher Geigenhass</b> <a href="http://bit.ly/A3X6tj">in der SZ</a> (letzten Freitag, S. 11), Jens-Christian Rabe über Lana Del Rey, wunderbar.</p>
<p><b>5.</b> »Ganz langsam sollten solche Sätze gelesen werden (welchen Grund kann es überhaupt geben, Literatur schnell zu lesen?)« (<a href="http://bit.ly/yJ7M29">Gumbrecht über Musil</a>)</p>
<p><b>6.</b> »Es ist wunderbar, Figuren einfach auftreten lassen zu können.«</p>
<p><b>7.</b> Demnächst große Regionalzeitungsgala, Anlass ist die 50. Folge unserer beliebten Serie <b><a href="/category/regionalzeitung/">»Regionalzeitung«</a></b>.</p>
<p><b>8.</b> »Wolfram von Eschenbach, beginne!« (2. Aufzug, 4. Szene)<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vossianische Antonomasie (Teil 22)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/01/28/vossianische-antonomasie-teil-22/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 06:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vossianische Antonomasie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; der Richard Gere des Berner Oberlandes der Justin Bieber der Kreidezeit der Stauffenberg der Pressefreiheit der Jörg Pilawa der klassischen Musik die Maren Gilzer der Social Media &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<ol start="106">
<li>der Richard Gere des Berner Oberlandes <!-- Adrian Amstutz --></li>
<li>der Justin Bieber der Kreidezeit <!-- Johannes Heesters, laut Dittsche, Folge 16.03 (45. Kalenderwoche 2011) --></li>
<li>der Stauffenberg der Pressefreiheit <!-- Küppersbusch über Diekmann, TAZ, 9.1.2012 --></li>
<li>der Jörg Pilawa der klassischen Musik <!-- David Garrett; laut FAS, Tobias Rüther, "Teletext"-Kolumne --></li>
<li>die Maren Gilzer der Social Media <!-- neoParadise 19.1.2012, die Twitter-Assistentin bei "Gottschalk live" --></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>100-Seiten-Bücher – Teil 21 Heinrich v. Kleist: »Michael Kohlhaas« (1808/10)</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/01/22/kleist-michael-kohlhaas/</link>
		<comments>http://www.umblaetterer.de/2012/01/22/kleist-michael-kohlhaas/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 22:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Seiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit 221.000 Zeichen handelt es sich um ein ziemlich langes 100-Seiten-Buch (unsere angenommene Obergrenze für das 100-Seiten-Projekt ist 230.000), und bei Kleist muss man ja sowieso auch noch die Kommas mitlesen, und das dauert eben eine Weile. Und wofür der berühmte Pferdehändler Michael Kohlhaas eigentlich berühmt ist, seine infernalische Selbstjustiz, das findet auf höchstens 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 221.000 Zeichen handelt es sich um ein ziemlich langes 100-Seiten-Buch (unsere <a href="/2011/04/11/100-seiten-projekt/">angenommene Obergrenze</a> für das 100-Seiten-Projekt ist 230.000), und bei Kleist muss man ja sowieso auch noch die Kommas mitlesen, und das dauert eben eine Weile.</p>
<p>Und wofür der berühmte Pferdehändler Michael Kohlhaas eigentlich berühmt ist, seine infernalische Selbstjustiz, das findet auf höchstens 10 Seiten statt. Zunächst wird Kohlhaas ja vom selbstherrlichen Junker Wenzel von Tronka zum Besten gehalten, denn dieser hat sich einen Passagierschein ausgedacht, der gar nicht nötig ist. Kohlhaas will das bei der zuständigen Stelle in Dresden klären und lässt als Pfand zwei seiner Rappen zurück, die bei seiner Rückkehr aber arg runterge&shy;kommen und damit wertlos geworden sind.</p>
<p>Sein Kampf um Gehör bei Gericht schlägt überall fehl, überdies kommt seine Frau dabei um. Er beerdigt sie noch schnell und »übernahm so&shy;dann das Geschäft der Rache«, auf Seite 28 der Reclam-Ausgabe. Er brennt die Tronkenburg nieder und ermordet ein paar Leute, er äschert dreimal Wittenberg ein und bekämpft und besiegt die zu seiner Ergreifung ausgeschickten Truppen. Auf Seite 39 steckt er auch noch Leipzig »an drei Seiten« in Brand, aber das war es dann auch schon. Er unterredet sich mit Martin Luther höchstpersönlich und nach dessen Fürsprache verlagert sich die Handlung nach Dresden und es wird Zeit für gerichtlich-taktiererische, jedenfalls unkämpferische und ungrau&shy;same Verwicklungen.</p>
<p>Am haarsträubendsten ist dann noch die urplötzlich aus dem absoluten Nichts heraus startende Story um die Kapsel, die einen Stichpunkt&shy;zettel dieser wahrsagenden Zigeunerin beherbergt. Dadurch wird alles noch mal um ganze 25 Seiten hinausgezögert, jedenfalls ist am Ende sogar der Sympathieträger froh, glücklich und zufrieden, dass er end&shy;lich hingerichtet wird. Ist aber insgesamt ein schöner Hundertseiter, das sollte jetzt alles nicht so negativ klingen.</p>
<div style="background-color:#FFFACD;border:1px solid;padding:8px;"><small>Länge des Buches: ca. <b>221.000 Zeichen</b>. – Ausgaben:</p>
<p>Heinrich von Kleist: <i>Michael Kohlhaas. Aus einer alten Chronik.</i> Hrsg. von Gerd Eversberg. Hollfeld: Bange <b>1998</b>.</p>
<p>Heinrich von Kleist: <i>Michael Kohlhaas. Aus einer alten Chronik.</i> Anmerkungen von Bernd Hamacher. Nachwort von Paul Michael Lützeler. Stuttgart: Reclam <b>2003</b>. S. 1–109. (= <b>109 Textseiten</b>)</p>
<p>Heinrich von Kleist: <i>Michael Kohlhaas. Erzählung.</i> Frankfurt/M.: Fischer-Taschenbuch-Verlag <b>2008</b>.</p>
<p>(Einführung ins 100-Seiten-Projekt <b><a href="/2011/04/11/100-seiten-projekt/">hier</a></b>. Übersicht über alle Bände <b><a href="/100-seiten/">hier</a></b>.)</small></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Ergebnisse der &#8230; Feuilleton-Meisterschaft 2011</title>
		<link>http://www.umblaetterer.de/2012/01/10/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2011/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 03:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
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		<category><![CDATA[FR]]></category>
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		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[The Maulwurf has landed! Heute zum *siebten* Mal seit 2005, der Goldene Maulwurf 2011: Nach unseren umstrittenen Juryentscheidungen zu Iris Radisch (2008), Maxim Biller (2009) und Christopher Schmidt (2010) ist der diesjährige Siegertext vom Typ her eher ein Konsenstext. Vielleicht sind wir nach sieben Jahren in der Halbwelt des Feuilletons wirklich etwas milder geworden, hehe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>The Maulwurf has landed!</i> Heute <b>zum *siebten* Mal seit 2005</b>, der <span STYLE="font-variant:small-caps;">Goldene Maulwurf</span> 2011:</p>
<p ALIGN="center"><img ALT="Der Goldene Maulwurf" SRC="/wp-content/uploads/2012/01/goldener_maulwurf_7ter_jahrgang_square.jpg" BORDER="0" /></p>
<p>Nach unseren <b>umstrittenen Juryentscheidungen</b> zu Iris Radisch (2008), Maxim Biller (2009) und Christopher Schmidt (2010) ist der <b><a href="/best-of-feuilleton-2011/#1">diesjährige Siegertext</a></b> vom Typ her eher ein Konsenstext. Vielleicht sind wir nach sieben Jahren in der Halbwelt des Feuilletons wirklich etwas milder geworden, hehe.</p>
<p>Aber vielleicht hat es damit auch gar nichts zu tun, denn <b>Marcus Jauers</b> Text über die »Lust am Alarm« ist so oder so einfach der beste gewesen. Die fürs Web geänderte Überschrift <b>»Tor in Fukushima!«</b> hat im letzten Jahr nicht ihresgleichen gehabt. Schon dadurch ist der Artikel lange im Gedächtnis geblieben, und beim Wiederlesen nach jetzt neun Monaten wundert und freut man sich erneut über den verblüffenden Textaufbau mit drei voll ausgebildeten Erzählsträngen. Das ist eine <b>Übererfüllung des feuilletonistischen Solls</b>, wie sie 2011 ebenfalls einmalig war.</p>
<p><b><a href="/best-of-feuilleton-2011/">Alles Weitere steht in den 10 Laudationes.</a></b> Hier also endlich die Autoren und Zeitungen der 10 angeblich™ besten Artikel aus den Feuilletons des Jahres 2011:</p>
<blockquote><p>1. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#1">Marcus Jauer (FAZ)</a><br />
2. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#2">Frank Schirrmacher (FAS)</a><br />
3. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#3">Roland Reuß (NZZ)</a><br />
4. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#4">Judith Liere (SZ)</a><br />
5. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#5">Ulrich Stock (Zeit)</a><br />
6. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#6">Tilman Krause (Welt)</a><br />
7. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#7">Samuel Herzog (NZZ)</a><br />
8. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#8">Kathrin Passig (taz)</a><br />
9. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#9">Ina Hartwig (Freitag)</a><br />
10. <a href="/best-of-feuilleton-2011/#10">Jürgen Kaube (FAZ)</a></p></blockquote>
<p>Eine <i>mención honrosa</i> geht noch an Niklas Maak (FAZ/FAS) und Renate Meinhof (SZ) für beider Berichterstattung zu den Beltracchi-Festspielen in Köln, d. h. den Prozess um die zusammengefälschte »Sammlung Jägers«. Von Maak <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/kunstfaelscher-prozess-alles-war-absurd-einfach-11411088.html">stammt</a> auch der schwerwiegendste Satz zum ganzen Kunstmarktskandal: »Tatsächlich muss man zugeben, dass Beltracchi den besten Campendonk malte, den es je gab.«</p>
<p>Ansonsten war die Longlist diesmal, <a href="/2012/01/09/feuilletonismus-2011/">wie gesagt</a>, 51 Artikel lang, auch Dank einiger Lesermails, merci bokú! Hinweise auf Supertexte des laufenden Jahres bitte wie immer an &#60;<i>umblaetterer</i> ›@‹ <i>mail</i> ›.‹ <i>ru</i>&#62;.</p>
<p>Usw.</p>
<p>Bis nächstes Jahr,<br />
<i>Consortium Feuilletonorum Insaniaeque</i><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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