Autoren Archiv


Regionalzeitung (Teil 68)

Leipzig, 20. August 2014, 16:59 | von Paco

 
  336.   kam es zum handfesten Streit

  337.   wie von Zauberhand

  338.   hat längst ein Umdenken begonnen

  339.   im Hier und Jetzt

  340.   magisch angezogen
 


Regionalzeitung (Teil 67)

Leipzig, 19. August 2014, 08:58 | von Paco

 
  331.   zitterte sich zum Wahlsieg

  332.   und das völlig zu Recht

  333.   Rauschen im Blätterwald

  334.   unbequeme Wahrheiten

  335.   der Regimegegner
 


Die 20 beliebtesten Punknamen (*)

Leipzig, 8. August 2014, 09:01 | von Paco

 

1. Kotze
2. Zwiebel
3. Hexe
4. Socke
5. Keks

6. Lappen
7. Fussel
8. der Doc
9. Lumpi
10. Krätze

11. Mikro
12. Pogo
13. Ratte
14. Stinker
15. Klecks

16. Wurzi
17. Kuba
18. Tomekk
19. Pulle
20. Rülps

(*) nach einer Idee von Wurzi,
vgl. auch www.punkname.de

 


Vossianische Antonomasie (Teil 77)

Leipzig, 26. Juli 2014, 19:21 | von Paco

 

  1. die Xavier Naidoos der Bloggerlandschaft
  2. der nationalökonomische Luther
  3. der brasilianische Thomas Müller
  4. der John Travolta des Weltfußballs
  5. die Meryl Streep der deutschen Geisteswissenschaften

#382: Dank an @zteil_naj.
#383: Dank an David Bruchmann.
#384: Dank an @heylindahey.
#385: Dank an @otis_owlglass und cehaem.

 


Rainald Goetz zum Sechzigsten (nachträglich):
Die Sonderermittlersau

Auf dem Land, 1. Juli 2014, 17:03 | von Paco

30? Okay. 40? Okay. 50? Wooaaaw! Okay. Aber 60? Man wird doch nicht 60, Rainald Goetz wird doch nicht 60! Aber gut, »warum soll er nicht auch mal sechzig werden?«

Da ich schon mal zu einem anderen Betriebsjubiläum was geschrieben hatte, sollte ich auch diesmal einen Gratulationstext schreiben, aber dann lief Ende Mai gerade die Rhabarberernte auf Hochtouren und ich musste raus und mit helfen.

Jetzt gerade fiel mir das wieder ein und ich schaute mit einem bisschen find und grep -Hirn über den Archivdateien der letzten 20 Jahre einfach mal nach, was sich so alles anfand. Und am besten gefielen mir gleich die periodischen Backups, die ich damals 1998/99 mehr oder weniger täglich von »Abfall für alle« gewgettet hatte. Das Schöne daran war, dass man so nachverfolgen konnte, was Goetz nachträglich geändert hatte, und ich sah also mal ein paar DIFFs durch und das hier war gleich wieder super, Eintrag vom 19.11.98:

[URSPRÜNGLICHE VERSION]
1842. Auf CNN redet Starr, seinen Sonderermittlertext, die Selbstrechtfertigung eines Gerechten. Und auch der wird seine Hölle finden. IMPEACHMENT HEARINGS, live.

[ÜBERARBEITETE VERSION]
1842. Auf CNN redet Starr, die Sonderermittlersau. IMPEACHMENT HEARINGS, live.

Kenneth Starr, wer kennt ihn noch?, war der Ermittler in Sachen Lewinskyaffäre. Und Goetz verkürzt hier aufs Schönste seinen Gedanken. Im gedruckten »Abfall für alle«, sehe ich gerade, steht leider wieder die ursprüngliche Version, Seite 743. Keine Sonder­ermittlersau mehr. Und auch keinerlei Erwähnung dieses seltenen Tiers bei Google oder Google Books. Das muss sich ändern und ich präsentiere hiermit der Weltöffentlichkeit ein echtes Goetz’sches Dichterwort, das sonst in den Untiefen der Schriftstellerüberarbei­tungen verloren geblieben wäre: eben die Sonderermittlersau.

Und die Idee ist sowieso, mal die ganzen damals gezogenen Dateien durchzugehen und was »Zum Überarbeitungsprozess im Œuvre des Rainald Goetz« zu machen. Aber jetzt beginnt erst mal die Getreideernte und ich muss wieder mit raus aufs Feld. Alles Gute, Rainald Goetz, nachträglich, zum sozusagen Sechzigsten!
 


Auf einmal

St. Petersburg, 25. Juni 2014, 22:04 | von Paco

Ach, Mann. Also okay. Der interessante Jakob-Augstein-Artikel »Wir töten, was wir lieben« war knapp zwei Jahre lang online. Doch auf einmal, in den Morgenstunden des vergangenen Freitags, hat ihn jemand von der Website freitag.de genommen (im Google-Cache wurde er mittlerweile auch überschrieben). Am selben Tag kurz davor hatten wir hier im Umblätterer die besten Stellen daraus zitiert, die zufällig mit denen des offiziellen Nachrufs des Print-»Spiegels« von letzter Woche mehr oder weniger übereinstimmten.

Irgendwo anders im Netz wurde Augstein daraufhin ein Eigenplagiat vorgeworfen. Davon distanzieren wir uns sehr, erstens, weil wir den Begriff des Eigenplagiats letztlich für unsinnig halten, und zweitens, weil in diesem Fall allein der Print-»Spiegel« und niemand anderes entscheiden muss, ob er so was haben will. Ansonsten ist diese Diskussion eigentlich vollkommen uninteressant. Eigentlich. Denn was hinwiederum dann doch sehr interessant ist: Die sofortige Sperrung des Artikels auf freitag.de, die sieht nun wirklich nach dilettantischem Spurenverwischen aus.

Dabei war es übrigens so, dass direkt nach Schirrmachers immer noch unfassbarem Tod auf der freitag.de-Startseite gestanden hat: »Frank Schirrmacher ist gestern im Alter von 54 Jahren gestorben«, um dann mit der Aufforderung fortzufahren: »Aus diesem Anlass lesen Sie noch einmal das Porträt, das Jakob Augstein im Jahr 2012 über den FAZ-Herausgeber schrieb« (vgl. Facebook – bitte wenigstens diesen Teaser im Netz lassen, danke!). Eben jenes Porträt, das dann kurze Zeit später von der Website verschwand. Noch mal durchgelesen hatte sich dieses Porträt beim »Freitag« aber anscheinend auch keiner mehr, stand dort doch wahrhaftig der Satz drin: »Thomas Steinfeld wird von nun an immer der Schirrmacher-Mörder sein.« Autsch.

Trotzdem ist Augsteins Text nach wie vor interessant zu lesen, und nun fragen wir so wie einst Robinson Crusoe seinen Inselkumpanen: »FREITAG, where is your Netzkompetenz?« Um dann fortzufahren: »Wir wollen unseren Text zurück!« Diese Adresse soll nie wieder ins Leere zeigen! Zur Erinnerung für die Verantwortlichen, es handelt sich um diesen Text:

Teaser Freitag

So. Normalerweise interessieren uns Follow-up-Diskussionen nicht, weil der Umblätterer ein Retail Store ist, der Texte unter Ausschluss sämtlicher Garantien an Endverbraucher vermittelt. Aber nachdem hier jetzt Dutzende Leute immer wieder verbissen nachfragen, wo der Augstein-Text hin ist, kommt diesmal ausnahmsweise doch was nach, und außerdem wollen wir ja ebenfalls den Text zurück.

Und ab jetzt gilt wieder: Ceci n’est pas un Medienblog.
 


Rembrandt

Leipzig, 13. Mai 2014, 16:53 | von Paco

 
Coucou Paco,

je viens de lire l’histoire absolument surréaliste (mais vraie) d’un garçon qui est tombé amoureux d’un tableau de Rembrandt quand il avait 13 ans, l’a volé du musée quand il avait 28 ans, et 15 ans plus tard l’a rendu à la police.

La période légale de prescription du délit est déjà révolue, il ne peut pas être mis en accusation et reste en liberté – et rêve d’être gardien de musée. Une belle histoire !

Donc, au cas où tu t’intéresses toujours aux cas comme ceux-ci … –

lemonde.fr
exponaute.com
francetvinfo.fr

Bises,
N.

 


Vossianische Antonomasie (Teil 63)

Leipzig, 6. Mai 2014, 14:05 | von Paco

 

  1. der Newton des Grashalms
  2. ein Bartók der Turkmusik
  3. le Zola de la sculpture
  4. der Nelson Mandela der Literatur
  5. der Foster Wallace um 1800
  6. #311: Dank an NAJ und Papageno.

 


Vossianische Antonomasie (Teil 61)

Leipzig, 4. Mai 2014, 15:21 | von Paco

 

  1. America’s very own Charles Dickens
  2. the Jewish Mark Twain
  3. a Chetan Bhagat of Indian writing in Hindi
  4. the Bernie Madoff of bathroom retail
  5. the Rosa Parks of child care

#303: Dank an @HansHuett.
#304: Peep Show 8×05.
#305: Veep 3×03.

 


Vossianische Antonomasie (Teil 48)

Leipzig, 19. April 2014, 18:57 | von Paco

 

  1. die Gundel Gaukeley des Medienzeitalters
  2. the Noam Chomsky of JavaScript
  3. eine Art Florence Nightingale der Dingwelt
  4. der deutsche Van Morrison
  5. der Jamie Oliver der Fotografie

Mit Dank an Baumanski (#236; WOZ 27. 3. 2014, S. 28),
@digiherz (#237), Montúfar (#238) und Daniela (#240).